Thema: Außenwelt
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Alt 21.09.2023, 17:52
Melonenkernchen Weiblich Melonenkernchen ist offline
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Standard Sharon

Der Vampir schien nicht recht zu wissen, wie er auf die Aussage der Mutter reagieren sollte. Ganz offensichtlich hatte der ja noch Gefühle für sie. Hätte er sich einfach nur rächen wollen, hätte er sie wohl einfach in der Zelle hier verrotten lassen. Aber wie es schien, wollte er erneut versuchen ein Leben mit ihr zu Gründen. Die Brünette schüttelte den Kopf und fragte sich, wie er sich das Vorgestellt hatte. Er war der Mörder ihrer Familie. Der Mörder der Menschen, die ihre Mutter am meisten geliebt hatte. Sie würde ihn vermutlich für immer hassen. Ob sie wohl deswegen mal ein Gespräch mit ihrem Vater suchen sollte? Sharon hatte nicht vor mit ihm den Kontakt abzubrechen. Immerhin war er ihr Vater und er würde ihr vermutlich als einziger bleiben, wenn ihre menschliche Seite der Familie vollends verstorben war. So wie es schien dürfte es aber noch ein langer Weg sein, bis Sharon ihrem Vater vertrauen konnte und bevor der damit aufhörte Liebe von anderen zu erzwingen. Nachdenklich schüttelte die Vampirin den Kopf und schaute kurz zu Katan rüber und versuchte zu analysieren, worüber er wohl gerade nachdachte. Einen Reim aus seinem Blick konnte sie sich jedoch nicht machen.
Für einige Momente tat sich nichts zwischen ihren beiden Eltern teilen. Ihr Vater konnte ganz offensichtlich nicht mit der Situation umgehen. Ob er seine Tat mittlerweile bereute? Jetzt wo er sah, was er wirklich angerichtet hatte? Jetzt wo er verstand, dass er immer noch Gefühle für diese Frau hegte? Vermutlich wäre es besser, wenn Sharon ihn wirklich mal darauf ansprach, dass es keine Zukunft mehr für ihn und seine Mutter gab. Das was er getan hatte war nunmal unverzeihlich. Vielleicht sah er das einfach nicht.
Da unterbrach ihr Vater auch schon das Schweigen und Sharons Gedanken. „Vielleicht überlegst du es dir ja doch nochmal. Ich lasse dich erstmal in Ruhe.“ und damit drehte er sich um und ging.
Das war auch schon Sharons Zeichen dafür nun mit Katan in dem Gang zu verschwinden, zu dem Katan die Tür geöffnet hatte. Sie blickte ihn kurz an und verschwand mit ihm in dem Schatten des Ganges und schloss die Tür hinter sich und ihrem Freund. Einen guten Moment lang verharrte die Vampirin auf dem Boden des Ganges und blickte zu Katan so lang es eben dauerte, bis ihr Vater weit genug weg war. Kurz darauf taute sie auch schon wieder auf und packte den Schwarzhaarigen am Arm, um ihm mitzuteilen, dass sie noch einen Moment warten sollten. Nicht weil sie Angst hatte, dass ihr Vater wieder zurückkommen könnte, sondern weil Sharon selbst die Unterhaltung verdauen musste.
„Was hältst du von der Situation?“ fragte sie ihren Freund interessiert, weiterhin leise. Sie würde doch schon gerne wissen, was er sich bei dem Gespräch gedacht hatte. Immerhin hatte er keine so emotionale Bindung zu dem Geschehen, wie Sharon und konnte es vielleicht etwas besser überblicken, als sie.
„Viel erfahren haben wir nicht, aber meine Mutter wirkt auch nicht gerade so, als wäre sie daran interessiert ein Gespräch zu führen.“
Sie würde dennoch kurz reingucken. „Lass uns warten, bis sie sich wieder etwas gefasst hat, dann will ich ihr zumindest erzählen, dass Levi überlebt hat.“ Vielleicht konnte sie ihre Mutter dann ja auch dazu überreden mit ihnen mitzukommen. Sie brauchte Levi und Levi brauchte sie.
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