Thema: Außenwelt
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Alt 10.10.2023, 09:28
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Nekon Männlich Nekon ist offline
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Meine Stimmung:
Standard Katan

Sharons Stirnrunzeln wurde von dem Schwarzhaarigen natürlich bemerkt und er konnte sich schon denken woher es kam. Allerdings schienen seine nächsten Worte sie deutlich milder zu stimmen, sogar zu freuen. Das war zwar nicht sein vorrangiges Ziel dabei gewesen, er hatte lediglich seine Gedanken ausgesprochen, ein angenehmer Nebeneffekt war es allerdings trotzdem. Schließlich mochte er es wenn es Sharon gut ging. Naja... manchmal mochte er es auch wenn sie sich ärgerte, solange es nicht allzu starkes, negativ ärgern war.
Ein schiefes aber sehr liebevolles Lächeln schlich sich auf seine Lippen, ohne es zu wollen, als Sharon ihm so gerührt näher kam und er ihre Worte hörte. Mit einer Spur Belustigung aber doch eindeutig scherzhaft erwiderte er:
"Natürlich gar nicht, schließlich gehörst du zu mir."
Er kam nicht umhin das warme Gefühl zu genießen welches ihre weiteren Worte in ihm entfachten. Er legte kurz sanft die Arme um sie während sie ihm einen Kuss auf die Wange gab und legte seinerseits kurz seine Lippen auf ihre Stirn um ihr einen Kuss dorthin zu hauchen. Sie löste sich jedoch recht bald wieder von ihm und ihre sanfte Wehleidigkeit ließ ihn nachdenklich den Kopf schräg legen. Aus den Augen verlieren? Was redete sie da? Katan würde sie gewiss nicht aus den Augen verlieren.
"Warum sollten wir uns aus den Augen verlieren. Das ist sehr unwahrscheinlich."
Und der Gedanke gefiel ihm erstaunlicherweise auch absolut nicht. Eine Tatsache die ihn ein wenig beunruhigte weil es ihm klar machte was für eine riesige Schwachstelle Sharon darstellte. Eine Schwachstelle auf die er zwar nicht mehr verzichten wollte, niemals, trotzdem war es etwas was er früher unter keinen Umständen zugelassen hätte. Wie also konnte es soweit kommen? Und war es wichtig? Früher hätte er wohl gesagt, dass die Gefühle die er für sie empfand, die Schwachstelle die sie darstellten nicht wert waren. Jetzt hingegen, nachdem er wusste wie es sich anfühlte sah die Sache anders aus. Allerdings auch nur in Bezug auf Sharon. Sie war das einzige lebende Wesen für das er sich diese Art von Gefühlen vorstellen konnte.
Sharons amüsierter Laut und das Wischen über ihre feucht gewordenen Augen, riss ihn aus seinen Gedanken und er betrachtete sie mit einem leicht schief gelegten Kopf, nachdenklich. Allerdings sagte er nichts weiter dazu sondern konzentrierte sich auf das folgende Gespräch, strich ihr nur kurz sanft über den Kopf als wolle er sie mit der Geste ein bisschen trösten. Auch wenn er nicht verstand weshalb sie sich fühlte wie sie sich fühlte.
Er ließ sie ihre Pläne aussprechen und dachte seinerseits darüber nach. Vermutlich wäre es tatsächlich keine schlechte Idee wenn sie versuchen würde aus ihrem Vater noch ein paar Informationen herauszukommen. Immerhin schien es ihr sehr wichtig zu sein. Er schwieg eine Weile und nickte schließlich, nach wie vor grübelnd.
"Ich denke du könntest schon mit deinem Vater reden. Selbst wenn deine Mutter dir viele Informationen gibt. Du weißt ja nicht wie viel sie preisgeben wird und ob es alles ist was für dich wichtig zu wissen ist. Du könntest die Informationen danach mit deinem Vater abgleichen. Er muss ja nicht wissen, dass du sie gerade erst herausgefunden hast weil du in seine Verließe eingebrochen und deine Mutter ausgefragt hast. Er weiß ja nicht wie viel du weißt."
Einen Augenblick dachte er nach und fragte dann nachdenklich:
"Warum denkst du, dass es das Befreien deiner Mutter erschweren könnte wenn du ihn nach Informationen befragst? Glaubst du er würde vermuten, dass du versuchst zu deiner Mutter zu laufen und sie auszufragen? Kann natürlich sein, dass er die Sicherheitsvorkehrungen verstärken würde..."
Abermals schwieg Katan... nur um dann amüsiert zu grinsen und hinzuzufügen:
"Aber so ein bisschen Herausforderung kann ja nicht schaden. Er würde deiner Mutter seinem Verhalten nach zu urteilen wohl eher nichts antun, sonst hätte er es längst getan."
Er nickte in Richtung der Tür nachdem er geendet hatte und warf ihr daraufhin einen fragenden Blick zu. Ob sie sich auf den Weg machen und ihre Mutter befragen wollte. Die Türen hatte er bereits so manipuliert wie er es mit den anderen getan hatte, so dass sie die Zelle einfach betreten können würden.
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Booba Schnooba Biebelboo
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