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Alt 24.02.2024, 14:04
Melonenkernchen Weiblich Melonenkernchen ist offline
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Meine Stimmung:
Standard Sharon

Sharon hatte natürlich nicht wissen können, dass es sich bei der Seele um eine weibliche handelte. „Oh.. entschuldigung, Frau Seele.“ korrigierte sie daher noch immer etwas unbeholfen. Sagte sie das nun nur zu sich selbst, oder hörte die Seele mit? Sie wusste es nicht. Kurzes Interesse kam auf, um wen es sich bei der Seele handelte. Oder wen Katan da allgemein so ständig bei sich rum trug. Vielleicht sollte sie ihn dazu irgendwann mal ausfragen. Aber nicht jetzt. Jetzt war dafür eh keine Zeit, denn Katan fragte sie bereits, was sie denn spielen konnte.
Sie hätte sich dafür selbst schlagen können, dass sie so aufgeregt war. Sie war doch sonst nicht so aufgeregt, wenn sie kämpfen musste und beim malen doch auch nicht, selbst wenn Katan sie dabei beobachtete. Vermutlich weil sie darin schon so gut war, dass es nichts zum schämen gab. Sie hatte schon so viel Übung darin dass Fehltritte sehr unwahrscheinlich waren.
Aber Katan. Er war in allem so gut. Er beeindruckte sie immer wieder, egal was er tat. Und vor allem war er gut in Musik machen. Sie wollte am liebsten genau so toll von ihm gefunden werden, wie sie ihn fand. Auch wenn sie wusste, dass sie nie an ihn ran kommen würde. Und eigentlich wusste sie auch, dass er das sicher nicht von ihr erwarten würde.
Tatsächlich fiel etwas von der Last auf ihrem Herzen ab, als sie ihm beichtete, dass sie aufgeregt war und er ihr etwas Mut zusprach. Sie lauschte seinen Worten und schenkte ihm ein sanftes Lächeln, als er ihr einen Kuss auf die Wange drückte. Er war schon süß. Und dann überließ er ihr die Gitarre auch schon komplett.
Nachdenklich lauschte sie seiner warmen und beruhigenden Stimme und konzentrierte sich auch auf die tröstende Wärme, die von seinem Körper ausging. Es erwärmte ihr Herz, wie er mit ihr Sprach und dass er ihr den Raum und die Zeit gab, sich zu beruhigen. Sie antwortete mit einem knappen Nicken und versuchte sich stattdessen auf die Gitarre auf ihrem Schoß zu konzentrieren. Und tatsächlich bemerkte sie jetzt, wo sie sich auf die Seele einließ, wie die Ruhe langsam über ihren Körper, in ihre Arme und zu ihren Fingerspitzen floss. Sie spreizte noch einmal die Hand, mit der sie die Saiten spielte, ganz so, als würde sie sie dehnen wollen, ehe sie auch schon die ersten Töne von Enjoy the Silence spielte. Langsamer und ruhiger als das Original und so war auch ihre Stimme etwas ruhiger und gefühlvoller. Zwar war sie noch immer etwas aufgeregt, aber das hielt sie zumindest nicht mehr davon ab zu spielen.
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Sadness just wants to show how beautiful happiness is.
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