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  #141 (permalink)  
Alt 20.09.2015, 12:08
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Langsam, langsam! Ich will auch mal wieder einen Kommentar beitragen!
(Auch wenn ich dafür vielleicht ein ganz kleines bisschen zu spät bin *hust)

Äh... auf jeden Fall... du hast mich mit deinen Texten durch alle möglichen Emotionen geschleudert xD Von Tränen in den Augen über Wut bis Frohsinn war alles dabei ^^ Und ich glaube, sowas bekommt nicht jeder Autor hin ^^ Vor allem nicht bei mir. Ich weine mal alle 10 Jahre bei einem Buch oder Film, doch bei Miras Nahtoderfahrung hatte ich doch tatsächlich Tränen in den Augen! Gekoppelt mit dem Lied (als es dann zu Ende war, habe ich mir Disney Pianomusik eingeschalten, "Tale as old as time", was ja auch irgendwie passend war ^.^) war es einfach traumhaft und es war so... friedlich... und zauberhaft. Im Grunde habe ich das Kapitel auch nicht als traurig empfunden, sondern war glücklich, dass Liz endlich erlöst war und auf ein "Leben" hoffen konnte, indem es ihr viel besser ging. Wunderbar beschrieben und tolle Bilder! Dieses Bild, indem Lizs Beine sich auflösen und zu den kleinen Lichtern werden ist wundervoll!
Und auch das Familienleben der Coopers macht einen irgendwie... kennst du dieses Gefühl, wenn du gerade zum Beispiel einen schönen Liebesfilm gesehen hast (bevorzugt von Disney ) und danach einfach so "Awww, so schön" bist und "benebelt" von dem Glück und der Liebe den die Figuren erleben durften? Ungefähr so gehts mir grad Ich hoffe nur, dass es nicht tagelang anhält, wie manchmal xD
Außerdem erinnert mich die Beziehung zwischen Jared und Mira sehr an die zwischen meinen Papa und mir ^^ Weswegen ich Miras Gefühle ich sehr gut nachvollziehen kann. Und ich hoffe, dass sie bald Shawn wiedersehen kann! ^o^ Und wieder in ein normales Leben zurückkehren kann!
Holla die Waldfee Milo... rau Ich muss zugeben, als Teenager war ich noch etwas skeptisch, aber jetzt... sägise, wirklich sägsie Meeeeehr Bilder *-*
Ich freu mich schon auf seine Kiddies *o*

So, das ist jetzt alles etwas wirr xD Weil so viel "Toll" und "Schön" kann man gar nicht alles in einen Kommi fassen, aber ich will, dass du weißt, dass ich trotz meiner Kommifaulheit deine GF wirklich unfassbar toll finde! Eigentlich die Beste, die ich je gelesen habe hier im Forum (was nicht heißt, dass die andern schlecht sind! <3), denn du gibst dir so unglaublich viel Mühe (oder zumindest wirkt es so). Und ich würde dir gerne jetzt ein Kompliment machen, das mehr aussagt, als "dein Schreibstil und deine Bilder sind so toll und blah", denn das was du hier so fabrizierst ist einfacht... phänomenal!

Aber ich muss jetzt leider aufhören, weil es Mittagessen gibt ^^ (Kann deswegen auch nicht mehr durchlesen, also verzeih bitte mögliche Fehler )

LG
Saturna
__________________


imagination is the only weapon in the war against reality

-Alice im Wunderland
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Minchen (20.09.2015)
  #142 (permalink)  
Alt 25.09.2015, 16:40
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Satuuuurnaaa
Wie lieb von dir ♥
Zitat:
Äh... auf jeden Fall... du hast mich mit deinen Texten durch alle möglichen Emotionen geschleudert xD Von Tränen in den Augen über Wut bis Frohsinn war alles dabei ^^ Und ich glaube, sowas bekommt nicht jeder Autor hin ^^ Vor allem nicht bei mir. Ich weine mal alle 10 Jahre bei einem Buch oder Film, doch bei Miras Nahtoderfahrung hatte ich doch tatsächlich Tränen in den Augen! Gekoppelt mit dem Lied (als es dann zu Ende war, habe ich mir Disney Pianomusik eingeschalten, "Tale as old as time", was ja auch irgendwie passend war ^.^) war es einfach traumhaft und es war so... friedlich... und zauberhaft. Im Grunde habe ich das Kapitel auch nicht als traurig empfunden, sondern war glücklich, dass Liz endlich erlöst war und auf ein "Leben" hoffen konnte, indem es ihr viel besser ging. Wunderbar beschrieben und tolle Bilder! Dieses Bild, indem Lizs Beine sich auflösen und zu den kleinen Lichtern werden ist wundervoll!
Ich bin sprachlos, weil ich mit solch einer Reaktion nie gerechnet hätte ._. Ich bin ... baff! Es freut mich unheimlich zu hören, dass es Gefühle, egal welcher Art, in dir ausgelöst hat und du nicht dachtest 'Laaaaaangweilig' xD Ich liebe Disney Piano Musik und höre sie mir auch unheimlich gerne an. Vor Allem die älteren Disneywerke haben so eine wunderschöne Musik, dass ich gleich wieder in die Zeit als Kind zurückversetzt werde. Einfach nur schön.
(Ich schweife schon wieder ab ^-^')
Die Bearbeitung des Lichterbeinbildes hat mir am meisten spaß gemacht und ich bin echt froh, dass es einigermaßen so geworden ist, wie das Bild, dass ich im Kopf hatte. Denn es gibt nichts demotivierendes als etwas, was man sich in seiner Fantasie ausmalt, und es einfach nicht in die Realität getragen bekommt. >.< Wieso gibt es keine Kopfzeichnungsübertragungsmaschinen? Dann klebt man sich so komische Dinger an die Stirn und die übertragen dann das Vorstellungsbild auf den Bildschirm! Das wäre doch mal was D:

Zitat:
Und auch das Familienleben der Coopers macht einen irgendwie... kennst du dieses Gefühl, wenn du gerade zum Beispiel einen schönen Liebesfilm gesehen hast (bevorzugt von Disney ) und danach einfach so "Awww, so schön" bist und "benebelt" von dem Glück und der Liebe den die Figuren erleben durften? Ungefähr so gehts mir grad Ich hoffe nur, dass es nicht tagelang anhält, wie manchmal xD
Dieses Gefühl habe ich eigentlich bei so gut wie jedem Disneyfilm - also ja! Ich kenne das Gefühl ♥
Zitat:
Außerdem erinnert mich die Beziehung zwischen Jared und Mira sehr an die zwischen meinen Papa und mir ^^ Weswegen ich Miras Gefühle ich sehr gut nachvollziehen kann. Und ich hoffe, dass sie bald Shawn wiedersehen kann! ^o^ Und wieder in ein normales Leben zurückkehren kann!
Da das hier eine GF ist, kannst du davon ausgehen, dass Jeder es irgendwie schaffen wird. Und das wahrscheinlich auch in einer sehr kurzen Zeit. Tja und Shawnilein... das ist eine andere Geschichte :P

Zitat:
Holla die Waldfee Milo... rau Ich muss zugeben, als Teenager war ich noch etwas skeptisch, aber jetzt... sägise, wirklich sägsie Meeeeehr Bilder *-*
Ich freu mich schon auf seine Kiddies *o*
Mir gefällt er auch... Wahrscheinlich etwas zu gut xD Als ich nämlich den Screenshot Ordner durchgeblättert hatte, um ein paar Bilder für die GF rauszusuchen, war mir aufgefallen, dass Milo doch irgendwie sehr oft ganz zufällig auf den Fotos gelandet ist. Also ich kann mir zum Beispiel solche Bilder

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nicht erklären.

Zitat:
So, das ist jetzt alles etwas wirr xD Weil so viel "Toll" und "Schön" kann man gar nicht alles in einen Kommi fassen, aber ich will, dass du weißt, dass ich trotz meiner Kommifaulheit deine GF wirklich unfassbar toll finde! Eigentlich die Beste, die ich je gelesen habe hier im Forum (was nicht heißt, dass die andern schlecht sind! <3), denn du gibst dir so unglaublich viel Mühe (oder zumindest wirkt es so). Und ich würde dir gerne jetzt ein Kompliment machen, das mehr aussagt, als "dein Schreibstil und deine Bilder sind so toll und blah", denn das was du hier so fabrizierst ist einfacht... phänomenal!
Wow... Wieder bin ich baff und möchte einfach nur Danke, Danke, Danke sagen. Und das von Dir, die einfach nur unfassbar schreibt, und wenn man bedenkt, wie alt du eigentlich bist, überirdisch gut. (Bist du ein Alien? D: )
*kann nicht mit Komplimenten umgehen und dreht dieses Gespräch in eine andere Richtung* Ich hoffe sehr, dass du auch weiterhin spaß an der GF haben wirst.
Ansonsten kann ich dir Lukinyas und Minus Genforschungen sehr empfehlen!
(Ja, ich mache Schleichwerbung!)
Also vielen, vielen Dank für deinen so wundervollen Kommentartext, für die lieben Worte und für den Motivationsschub, den ich bekommen habe


Und höchstwahrscheinlich kommt dann auch schon ein nächstes Kapitel. Eigentlich bin ich noch laaange nicht fertig, trotzdem bekommt ihr schon einmal den ersten Teil. Was hier passiert? Janis wird älter
__________________
Wer am Tag träumt, wird sich vieler Dinge bewußt, die dem entgehen, der nur nachts träumt.

Edgar Allan Poe
(1809 - 1849), US-amerikanischer Journalist, Dichter und Literaturkritiker
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Lukinya (25.09.2015), Mari (25.09.2015), Schattenfell (25.09.2015), Schmusekatze (25.09.2015)
  #143 (permalink)  
Alt 25.09.2015, 21:02
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Kapitel 17 – Eine Sekunde

Eine Sekunde.
Mehr braucht es manchmal nicht um ein ganzes Leben ins Chaos zu stürzen.
Eine Entscheidung – eine Sekunde. Doch was ist, wenn man die falsche Entscheidung trifft - oder zu spät? Was ist, wenn diese eine Sekunde nicht ausreicht - oder das Leben komplett zerstören kann? Würde man das überleben?
Doch wäre es nicht viel schlimmer, diese eine Sekunde nicht zu nutzen?
Sie einfach verstreichen zu lassen und sie mit einem Wimpernschlag bewusst zu ignorieren?
Sind es nicht die Entscheidungen, die wir nicht getroffen haben, die man viel mehr bedauert, als die, die man getroffen hat?
Egal ob falsch oder richtig?
Warum also nutzt man diese eine Sekunde nicht? Diese eine Chance, die man nicht so oft bekommt, wie manch einer annimmt?
Es ist die Angst vor dem Unbekannten. Die Angst vor der Ungewissheit, wie der Weg aussehen könnte, den man einschlagen würde. Doch wenn man einmal tief durchatmet und seinen Kopf ausschaltet, dann weiß man – jetzt oder nie. Schritt für Schritt beginnt man seinen Weg in ein neues Schicksal.
Eine Sekunde.
Ein Wimpernschlag.
Wer weiß, wie sich das Leben dadurch verändern könnte.
In dieser einen Sekunde.


* * * *

„Lil, ich sag es dir noch ein letztes Mal: Nimm deinen dreckigen Finger aus meinem Gesicht!“
„Der ist nicht dreckig“, entgegnete das blonde Mädchen trotzig und drückte weiter ihren kleinen Finger gegen die Wange ihres großen Bruders. Zuerst hatte er versucht es zu ignorieren und sein Müsli einfach weiter zu essen, als wenn nichts wäre. Doch jedes Mal, wenn er dabei war den Löffel Richtung Mund zu schieben, drückte seine kleine Schwester gegen die Wange und der kleine Müslihaufen auf seinem Löffeln kam ins wanken und fiel zurück in die Schüssel.
„Siehst du nicht, dass ich hier esse? Mensch, Lil. Was machst du da eigentlich? Jetzt hör doch mal auf!“
Genervt wischte er ihre Hand aus seinem Gesicht und sah sie genervt an.
Lilly hatte den Kopf schief gelegt, die Nase gerümpft und die Augen zu kleinen Schlitzen verengt. Eine Antwort bekam er nicht, nur ein gemurmeltes „Interessant!“
„Wenn du mir schon nicht sagen möchtest, was das soll, dann lass es bitte einfach. Ich möchte in Ruhe frühstücken!“
Milos Ton war von dem leisen knurren in eine laute Warnung übergegangen, die selbst seine kleine Schwester für ein paar Sekunden von ihrem Gestocher abhielt.
„Du... bist anders“, sagte sie nur und blinzelte ihn an. Ihren Finger hatte sie zu Milos Erleichterung wieder zurückgezogen.
„Wie meinst du 'anders'? Ja, ich bin jetzt älter und ja, ab sofort darf ich auch wichtige Entscheidungen treffen. Mum und Dad werden mich nun auch nicht mehr wie ein Kind behandeln. Aber ansonsten bin ich noch der Alte. Da musst du dir echt keine Sorgen machen.“
Daraufhin schenkte Milo seiner kleinen Schwester ein aufmunterndes Lächeln um zu zeigen, dass er noch immer der große Bruder war, den sie kannte. Eigentlich hätte er jetzt gedacht, dass sie sein Lächeln erleichtert erwidern würde, doch stattdessen stieß sie einen enttäuscht klingenden Seufzer aus.
„Was ist?“, fragte Milo verwirrt und sah seine Schwester an. Diese hob nur kurz den Kopf und schaute ihrem Bruder ernst in die Augen.
„Das hab ich befürchtet“, murmelte sie, drehte sich wieder zu ihrem Müsli um und nahm einen Bissen.
„Was hast du befürchtet?“
Immer noch sichtlich irritiert schaute Milo zu dem kleinen Blondschopf, der in einem Zug die restliche Milch aus der Müslischale leerte und anschließend vom Stuhl sprang. Doch bevor sie in die Küche ging, drehte sie sich noch einmal zu Milo um und antwortete grinsend: „Der Bart zeigt eindeutig, dass du nun ein Mann bist. Zumindest äußerlich. Aber sind wir doch mal ehrlich: du bist und bleibst ein Weichei!“

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Dann hüpfte sie summend in die Küche und ihre kleinen Zöpfe schaukelten munter mit. Sie hatte vielleicht das Aussehen eines kleinen Engels, was durch ihre blonden Haare und ihrem zierlichen Wesen durchaus verstärkt wurde, aber innerlich war sie eindeutig eine Hexe. Obwohl Milo wusste, dass Lilly das nur gesagt hatte um ihn zu ärgern, sank seine Laune immer weiter Richtung Nullpunkt. Welcher Mann hörte schon gerne, dass er ein Weichei sei?

Es hatte lange gedauert, doch der langweilige Alltag schlich sich langsam wieder ins Leben der Familie Cooper. Es war fast wieder wie früher. Fast. Von Shawn hatte Milo schon lange nichts mehr gehört, mittlerweile war er sich gar nicht mehr sicher, ob die Nummer überhaupt noch stimmte. Wem das noch mehr zu schaffen machte als Milo, war seiner kleinen Schwester Mira. Sie hatte immer gedacht, dass sich nun alles zum besseren wenden würde, doch das Warten und die Ungewissheit, was mit Shawn passiert sein könnte, ließ sie innerlich verrückt werden. Es verging kein Tag, an dem sie nicht über ihn nachdachte; was mit ihm los sei und warum er sich nicht meldete. Sie steigerte sich sogar schon so sehr in diese Gefühle hinein, dass sie sich schon Szenen ausmalte, in denen Shawn irgendwo im Graben liegt und seine Leiche unbemerkt vor sich hin vegetierte. Sie hasste diese Ängste und Gedanken, die immer schlagartig in ihrem Kopf platz nahmen. Immer, wenn im Radio oder in den Nachrichten von irgendwelchen Unfällen mit tragischen Enden die Rede war, nahmen ihre Ängste überhand und sie flehte zu Gott, dass es bitte nicht Shawn sei, der dort in dem brennenden Autowrack saß und nicht mehr herauskam. Sie konnte nichts dagegen tun. Sie war ihren Gedanken und ihrer Fantasie hilflos ausgeliefert - und das machte sie verrückt.

Sie hatte es durch die Therapie und durch ihre Familie geschafft wieder am normalen Alltag teilnehmen zu können ohne sich wie ein Zombie zu fühlen, dessen Existenz lediglich aus Schlaf und Nahrung bestand. Die Wunden waren noch nicht verheilt, aber wie ein Kind, das gerade anfing laufen zu lernen, war sie Schritt für Schritt den langen Weg Richtung Besserung gegangen und sie spürte, dass das Ziel immer näher kam. Doch was war mit Shawn? Eigentlich hatte er doch noch etwas viel schlimmeres erlebt als sie. Konnte er es verarbeiten? Tausend Fragen, die ihr keiner beantworten konnte.

Umso erleichterter war sie, als Yuki und Jared die Familie zu einer Familienkonferenz zusammen trommelte. Für jede Art der Ablenkung war sie dankbar.

Langsam ging Mira die Treppe zum Wohnzimmer runter und musste feststellen, dass bereits alle fröhlich plaudernd am Tisch saßen. Automatisch wurden ihre Schritte schneller und sie nahm ihren gewohnten Platz ein. Prüfend schaute Jared in die Runde, räusperte sich kurz um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, und eröffnete das Familientreffen mit seiner üblichen Ansprache, die mittlerweile schon jeder mitsprechen konnte: „Herzlich Willkommen meine Lieben. Schön, dass ihr für eure alten Eltern ein bisschen Zeit einräumen konntet. Um euch nicht länger von was-weiß-ich abzuhalten, kommen eure Mutter und ich auch gleich zum Punkt. Doch bevor wir die Neuigkeiten verkünden-“
„Ihr fahrt in den Urlaub!“, platzte es aus Yuki heraus und fing sich auch gleich einen bösen Blick von ihrem Mann ein. Sie wusste, dass er diese Art von Ansprachen liebte, wusste allerdings auch, dass sie sich wie ein Kaugummi in die Länge ziehen konnten. Milo und Mira tauschten verwunderte Blicke aus, während Lilly und Janis etwas gelangweilt auf ihren Stühlen saßen. Wahrscheinlich hatten sie es schon seit einiger Zeit gewusst, was bei den Beiden nicht besonders verwunderlich gewesen wäre.

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„Wie, wir fahren in den Urlaub?“, fragte Milo vorsichtig nach, als meinte er sich verhört zu haben.
„Ihr fahrt in den Urlaub! Euer Dad und ich wollen gerne die Herbstferien zu Zweit verbringen und da dachten wir uns, dass so ein Urlaub für euch ja auch ganz nett wäre. Sonne, Strand und Meer. Nächste Woche geht es dann los.“
Während Milo sich ein dickes Grinsen nicht mehr verkneifen konnte und Janis erzählte, was er alles machen würde, schaute Mira ihren Vater ernst an. Irgendetwas in ihr sagte ihr, dass es sich hier ganz und gar nicht nur um eine nette Geste ihrer Eltern handeln würde, sondern, dass es hier um viel mehr ging als einen erholsamen Urlaub. Und sie spürte, dass sie selbst bei dieser Idee wohl eine große Rolle gespielt haben muss. Aber als sie ihren Vater genauer beäugte und seine anfänglichen grauen Haaransatz und seine tiefen, dunklen Schatten unter den Augen sah, beschloss sie nichts zu sagen. Vielleicht hatten ihre Eltern ja Recht und ein bisschen Erholung würde allen gut tun. Also setzte auch sie ein dickes Grinsen auf, dass sich anfangs falsch anfühlte, dann aber immer echter wurde, als sie hörte, wie Janis und Milo Pläne schmiedeten. Das kleine Lächeln, dass sich Jared, Yuki und auch Lilly schenkten, bemerkte keiner.
Langsam lehnte sich Yuki zu Lilly rüber und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
„Das war eine gute Idee, Maus.“
„Dank nicht mir ,Mum. Das war ganz allein Janis Idee gewesen. Aber ich kann verstehen, dass du davon ausgehst, dass es meine Idee war.“
Tief gerührt über diesen Zusammenhalt ihrer Familie stieß Yuki einen leisen Seufzer aus. Das war ihre Familie und egal was noch kommen würde: Sie würden immer zusammenhalten.


Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und im ganzen Haus herrschte Chaos. Überall standen offene Koffer herum, die immer wieder im Vorbeigehen gefüllt wurden.
„Muuuuum“, schrie Mira die Treppe runter und schmiss zeitgleich eine Hose in ihren überfüllten Koffer.
„Was ist?“, schrie Yuki aus der Küche hoch. Die Regel 'Wenn Jemand was möchte, hat er zu dieser Person zu gehen' wurde schon vor vielen Jahren wegen nicht Beachtung abgeschafft. Yuki und Jared hatten den Versuch aufgegeben ihren Kindern das Schreien von der Treppe aus abzugewöhnen.
„Wo ist das blaue Top, dass ich mir letztens gekauft habe?“, schrie Mira erneut runter. Genervt legte Yuki den Deckel zurück auf den Topf und stellte die Stufe des Herds runter. Auf der Treppe kam Mira ihr schon ungeduldig entgegen.
„Das müsste noch auf der Wäscheleine sein. Hast du da nach geschaut?“
Doch bevor Mira eine patzige Antwort geben konnte, dass sie sehr wohl dort nachgeschaut hätte und es dort nicht wäre, kam auch schon Milo aus seinem Zimmer gerannt.
„Mum! Gut, dass du da bist. Wo sind meine Flip Flops?“
„Da wo sie immer sind“, antwortete Yuki und musste bei Milos nachdenklichem Gesichtsausdruck schmunzeln.
„Alsoooo sind sie-“, setzte er an und schaute erwartungsvoll zu seiner Mutter, die sich ein Lachen nicht mehr verkneifen konnte.
„Im Keller. So wie immer“, beendete sie seinen Satz und bekam auch schon als nächstes einen kleinen Kuss auf die Wange.
„Danke!“
So ging das noch den ganzen Nachmittag. Im Nachhinein wäre es sicher weniger anstrengender und zeitsparender gewesen, wenn sie sich um die Koffer ihrer Kinder gekümmert hätte. Aber das wäre sicher nur bei Janis gut gegangen, da ihre anderen drei Kinder etwas andere Vorstellungen davon hatten, was in einen Koffer gehörte und was nicht. Lilly zum Beispiel wollte am Liebsten die Stehlampe aus ihrem Zimmer mitnehmen.
„Wieso willst du die Lampe mitnehmen, Maus?“, fragte Yuki ungläubig und starrte auf die deckenhohe Lampe, die direkt in der Ecke ihres Kinderzimmers stand.
„Mum. Diese Lampe strahlt in einer Farbe, die ich so noch nie gesehen habe. Das Licht beruhigt mich und du weißt wie ich sein kann, wenn ich mich aufrege!“
„Droht meine Tochter mir etwa?“
„Ich würde es nicht als Drohung bezeichnen, Mum. Eher als Hinweis, was passieren könnte, wenn ich diese Lampe nicht mitnehmen darf“, erklärte Lilly in einem sachlichen Ton. Die Beiden diskutierten noch eine Stunde lang, bis Yuki irgendwann die Nerven verlor und sie sich darauf einigten, dass Lilly die Glühbirne mit der 'besonderen Ausstrahlung' mitnehmen dürfe.

Als der Taxifahrer am nächsten morgen auch den letzten Koffer im Kofferraum verstaut hatte, gab es zum Abschied noch eine lange Umarmung. Während Mira, Janis und Lilly, die sich Snuffle geschnappt hatte und sie einfach mitnahm, aufgeregt schon ins Taxi stiegen, zog Jared Milo etwas näher an sich heran. „Pass bitte gut auf deine Geschwister auf. Besonders auf Mira. Auch wenn sie wieder viel lacht und allem Anschein nach wieder die Alte ist, hat sie noch immer diese Albträume.“
Besorgt schaute Jared zum Taxi und winkte den Dreien lächelnd zu.
„Ich weiß. Ich höre es auch. Mach dir keine Sorgen, Dad. Du kannst dich auf mich verlassen.“
Dann ging Milo einen Schritt zur Seite und umarmte seine Mutter.
„Mach's gut, Mum. Erholt euch gut.“
Als Milo dann zu seinen plappernden Geschwistern ins Taxi stieg, griff Yuki nach der Hand ihres Mannes, die ruhig auf ihrer Schulter lag.
„Sie sind so groß geworden“, seufzte sie und sah dem wegfahrenden, gelben Auto hinterher.
Wie die Zeit doch verflogen war.

* * * *

Freudestrahlend standen die vier Geschwister vor dem großen, weißen Haus, an dem der Taxifahrer sie raus gelassen hatte. Der Garten war übersät mit roten Mohnblumen und der Ausblick auf das Meer einfach nur atemberaubend. Keine Postkarte hätte diese Aussicht besser widerspiegeln können. Die warme Luft war angenehm und durch das Meer alles andere als stickig. Ein leichter, warmer Wind fegte über das Grundstück und ließ die Mohnblumen und Bäume einladend hin und her schaukeln. Snuffle war die erste, die es nicht mehr länger aushielt und sich aus Lillys festem Griff befreien konnte, um die neue Gegend zu erkunden. Fröhlich lief sie durch die Blumen durch, entdeckte einen Schmetterling und jagte ihn fröhlich mauzend. Lachend sahen die Vier ihrer kleinen Katze dabei zu und konnten es selbst kaum noch erwarten alles zu besichtigen.

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Im Haus wurden die Zimmer aufgeteilt und jeder nahm sich die Zeit seine Sachen auszupacken und in den leeren Regalen zu verstauen. Während Mira ihre letzten T-Shirts in die kleine Kommode schmiss, kam Janis ins Zimmer herein und staunte nicht schlecht.
„Hübsches Zimmer“, stellte er beeindruckt fest und sah sich in dem kleinen Raum mit dem viel zu großem Bett um.
„Ja, klein aber fein“, bestätigte Mira lächelnd und schob die Schublade mit einem lauten Knall zu. „Und? Was wollen wir machen?“
Innerlich klopfte sich Janis für seine Idee dieser Urlaubsreise auf die Schulter, wollte sich aber nichts weiter anmerken lassen. Seine Schwester wieder so ehrlich glücklich zu sehen, war einfach nur toll.
„Ich hab gesehen, dass hier in der Nähe ein kleiner Strandabschnitt mit einem Kiosk ist. Wollen wir da hingehen?“, fragte Janis und sah seine ältere Schwester erwartungsvoll an.
„Na klar!“
Schnell gaben die Zwei Milo und Lilly Bescheid und machten sich auf den Weg.

Der Strandabschnitt war wirklich sehr klein und voller Touristen, doch das störte die Beiden nicht. Als ihre nackten Füße durch den warmen, feinen Sand glitten, war das Urlaubsfeeling komplett. Das Meer rauschte und strahlte in einem türkis, das Mira nur einmal in ihrem Leben gesehen hatte. Doch sie schaffte es nicht weiter darüber nachzudenken und versuchte sich wieder auf ihren Urlaub zu konzentrieren. Janis hatte in der Zwischenzeit den unteren Teil seines T-Shirts hochgeklappt und zu einem kleinen Beutel umfunktioniert, in dem er flache Steine sammelte.
„Was willst du damit?“, fragte Mira und deutete auf die ganzen Steine, die sich schon in seinem T-Shirt-Beutel befanden.
„Das wirst du gleich sehen“, entgegnete er grinsend. Zehn Minuten später ließ er die Steine in den Sand fallen und nahm sich einen. Er neigte seinen Körper leicht zur Seite und ließ den Stein flach aufs Wasser treffen. Er schaffte es tatsächlich, dass der Stein zweimal auf der ruhigen Wasseroberfläche sprang, ehe er in dem türkis verschwand.
„Seit wann kannst du denn so was?“, fragte Mira begeistert und versuchte ihren Bruder in seinen Bewegungen nachzuahmen – scheiterte allerdings.

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* * * *

Irgendwann hatten auch Milo und Lilly es geschafft ihre letzten Sachen in den Regalen zu verstauen und konnten erleichtert aufatmen. Fast alles. Es blieb immer noch die Glühbirne übrig, die sich Lilly aus ihrem Zimmer mitgenommen hatte. Schnell suchte sie sich eine passende Lampe und tauschte die Birnen aus.
„Stimmt mit der Glühbirne etwas nicht?“
Milo lehnte am Türrahmen und beobachtete seine kleine Schwester bei der ungewöhnlichen Aktion.

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Die hielt kurz in ihrer Bewegung inne und antwortete nur: „Die war kaputt!“
Das sollte als Erklärung reichen. Etwas schleierhaft war Milo das ganze schon, er hatte nur keine Lust mit Lilly zu diskutieren. Er hätte ja sowieso keine Chance. Als sein Blick um die Ecke auf den Balkon fiel, hatte er schon eine Idee, wie er die Zeit tot schlagen konnte, bis Mira und Janis wieder da waren.
„Hey Lil, Lust auf 'ne Partie Schach?“, grinste er und deutete mit einer Kopfbewegung zu dem Balkon. „Ich erkläre dir auch, wie das geht. Komm schon.“
Etwas lustlos zuckte Lilly mit den Schultern und murmelte ein „Von mir aus!“ und folgte ihrem Bruder nach draußen. Als die Beiden am Tisch saßen und die Figuren nach Milos Anweisungen aufbauten, kam Lilly eine Idee, die sie aber erst einmal für sich behalten wollte. In der ersten Runde musste Milo viel erklären. In der Zweiten konnten sie schon ernster gegeneinander spielen und Milo gewann, was auch nicht verwunderlich war, da er im Gegensatz zu Lilly, oft genug gegen seinen Vater gespielt hatte. Als Milo mit dem ersten Zug zur dritten Runde eröffnen wollte, hob Lilly kurz die Hand.
„Hast du etwas nicht verstanden?“, fragte Milo und hielt seinen Bauern fest zwischen seinen Fingern, setzte ihn jedoch nicht ab. Doch Lilly schüttelte nur den Kopf.
„Nein, nein. Ich hab alles verstanden. So schwer ist das ja wirklich nicht. Wie wäre es mit einer Wette?“
„Mit einer Wette?“
„Mit einer Wette! Um das alles ein bisschen interessanter zu machen“, bestätigte Lilly ungeduldig und dachte kurz nach. „Wenn -“, murmelte sie und fuhr sich nachdenklich übers Kinn, „ich gewinne, darf ich dein Halloweenkostüm aussuchen.“
Lachend stellte Milo die kleine Figur zurück aufs Feld und ließ sich kopfschüttelnd zurück in den Stuhl fallen. Ob sie sich mit ihrer Entscheidung sicher war, gegen ihn mit Wetteinsatz zu spielen, musste er gar nicht erst fragen. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, konnte man sie davon nicht mehr abbringen.
„Okay. Aber falls ich gewinnen sollte-“, setzte er an und schaute sich nachdenklich um, fast so, als würde er auf einen guten Einfall hoffen. Dann kam ihm eine Idee und sein Grinsen wurde wieder breiter. „Sollte ich gewinnen, musst du deine Haare färben.“
Entsetzt riss Lilly ihre Augen auf. Ihre Haare? Wie fies konnte ein großer Bruder nur sein. Sie liebte doch ihre blonden, langen Haare – und das wusste er ganz genau. Nach kurzem zögern streckte sie Milo ihre Hand entgegen, der diese mit einem breiten Grinsen schüttelte.
„Also gut. Dann lass uns Schach spielen!“

Am Anfang sah es noch so aus, als würde Milo gewinnen. Er fegte eine Figur nach der anderen vom Brett und wurde mit jedem Zug schneller und sicherer. Lilly hingegen wirkte etwas unbeholfen und brauchte deutlich länger. Immer häufiger durfte sie sich neckische Kommentare von ihrem großen Bruder anhören, wie hübsch sie doch mit grünen Haaren aussehen würde.

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„Wirklich. Grün ist voll deine Farbe. Ich könnte dir dann noch-“
„Hör auf!“, knurrte sie und warf ihm einen bösen Blick zu, als er einen ihrer Springer vom Feld nahm. „Ich hab versucht nett zu sein. Ich hab versucht fair zu sein, aber jetzt reicht es. Ich kann es nicht riskieren grüne Haare zu bekommen.“
Das breite Grinsen war aus seinem Gesicht verschwunden und etwas skeptisch schaute er zu Lilly rüber. Irgendwie wurde ihm plötzlich etwas unwohl und als sie ihn dann auch noch schief anlächelte, ahnte er, was sie mit ihm abzog. Sie hatte ihn verarscht – und er ist voll drauf reingefallen.
„In zehn Zügen bist du Schachmatt“, flüsterte sie und zog ihre Dame quer übers Feld. Etwas nervös schaute Milo aufs Feld. Er brauchte ein bisschen, doch dann sah er es auch. Er wurde fast schon so blass wie die weißen Spielfiguren auf dem Feld.

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Entspannt streckte sich Lilly und grinste ihren großen Bruder an.
„Dachtest du wirklich, ich lasse mich auf eine Wette ein, die ich nicht zu hundert Prozent gewinnen kann? Oh Milo, du hast noch so viel zu lernen.“
Das Spiel war tatsächlich nach zehn Zügen beendet – ganz genau so, wie Lilly es vorausgesagt hatte.

* * * *

Als Mira und Janis von ihrem kleinen Ausflug zurückgingen, schalteten sich schon die ersten Laternen an und die Straßen und Wege wurden hell erleuchtet. Obwohl die Dämmerung angesetzt hatte, war auf den Straßen noch immer sehr viel los. Die Menschen liefen lachend und plaudernd die Wege entlang. Andere hatten ihr Surfbrett unter den Arm geklemmt und liefen in Badehose und Kopfhörern in den Ohren, die Straße runter, bis sie in ihren kleinen Bus steigen und nach Hause fahren konnten. Noch immer schwärmte Mira von dem warmen Meer, das so klar war, dass sie die ganzen Seesterne und Steine am Boden erkennen konnte. So in diese Schwärmerei vertieft, bemerkte sie gar nicht, dass Janis und sie bereits wieder bei dem weißen Ferienhaus angekommen waren. Als die Beiden den kleinen Weg zur Haustür entlanggingen, stieg Mira ein seltsamer Geruch in die Nase.
„Riechst du das auch?“, fragte sie Janis sofort und schaute sich suchend nach der Quelle des Geruches um. Nun streckte ihr kleiner Bruder ebenfalls seine Nase in die Luft.
„Das riecht nach Rauch!“
Janis entfernte sich ein paar Schritte von seiner Schwester und ging um das Haus herum. Als sie seinen erfreuten Aufschrei hören konnte, folgte sie ihm sofort. Milo und Lilly hatten eine kleine Feuerstelle gefunden, die durch Steine abgegrenzt war und sich weiter hinten auf dem Grundstück befand. Rundherum waren ein paar alte Klappstühle aufgestellt und ein kleines Feuer knisterte in der Mitte, dessen Flammen den Garten in ein wunderschönes orange-rot tauchte. Als Mira sich einen Stuhl schnappte und sich darauf niederließ, kam sie gar nicht dazu, Milo von dem wunderschönen Meer zu erzählen, da Lilly mit einer großen Schüssel voller Marshmallows um die Ecke kam.
„Auja!“, rief Janis begeistert und griff sofort in die Schüssel.
„Janis! Jetzt pass' doch mal auf!“, beschwerte sich Lilly und versuchte ein paar der weißen Süßigkeiten am Rand wieder in die Mitte der Schüssel zu balancieren. Entschuldigend lächelte er sie nur an und setzte sich mit seiner Beute auf einen der aufgestellten Stühle. Völlig in Gedanken versunken, schob er einen Marshmallow nach dem anderen auf den langen Spieß, den Milo jeweils neben den Stühlen platziert hatte. Erst, als er direkt von Milo angesprochen wurde, verließ er seine Gedankenwelt und bemerkte erschrocken, dass alle Blicke auf ihn gerichtet waren.
„Was hast du gesagt?“, fragte Janis seinen großen Bruder und musste sich zwingen, nicht wieder abzudriften. Leise lachend schüttelte Milo seinen Kopf und schaute Janis mit seinen orange-braunen Augen an, die im Schein des Feuers noch mehr glänzten, als sonst. Die Ähnlichkeit zu seinem Vater war verblüffend.
„Ich hab nur gesagt, dass es gleich so weit ist“, wiederholte er sich und hielt seinen Spieß etwas weiter in die Flammen hinein.

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Stimmt ja, schmunzelte Janis in sich hinein, wie konnte er nur seinen eigenen Geburtstag vergessen? Die Antwort saß direkt neben ihm und schimpfte über den viel zu heißen Marshmallow, der sich einfach nicht vom Spieß ziehen wollte.

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....geht gleich weiter...

Geändert von Minchen (26.09.2015 um 22:02 Uhr). Grund: Wörter entfernt gem. Kommi Lukinya
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  #144 (permalink)  
Alt 25.09.2015, 21:31
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...Bitte den Post davor beachten...


„Lass ihn doch abkühlen, du Nuss“, riet Lilly ihr und wartete selber ungeduldig darauf, ihre kleinen, weißen Kostbarkeiten verzehren zu können.
„Ich hasse warten!“, jammerte Mira zurück und hielt sich den verbrannten Finger in den Mund. Ja, warten war wirklich noch nie ihre Stärke gewesen.
„Wie du willst“, sagte Lilly nur und zuckte gleichgültig mit den Schultern. „Heul' mir morgen aber nicht Ohren voll!“

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Bis tief in die Nacht saßen die Vier an dem knisternden Feuer und genossen den Augenblick. Sie wussten, dass sie diese Zeit zu schätzen wissen mussten, denn keiner konnte garantieren, dass sich solch eine Gelegenheit je wieder so schnell ergeben könnte. Sie wurden schließlich älter, verfolgten immer mehr ihre eigenen Interessen und Ziele. Irgendwann würden sie heiraten und eine eigene Familie gründen, die dann immer im Vordergrund stehen würde. Vielleicht würden sie auch weg ziehen, in eine andere Stadt - wer weiß das schon. Es gab so viel, über das man hätte grübeln können, doch diese Vier wollten in diesem Moment weder an die Zukunft, noch an die Vergangenheit denken. Sie wollten einfach nur diesen Augenblick genießen.

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Milos Blick fiel immer wieder auf die Armbanduhr. Gleich war es soweit. Er hatte das Gefühl aufgeregter zu sein als sein kleiner Bruder, der seelenruhig sich mit Lilly über alles mögliche unterhielt. Natürlich hatte es sich Lilly nicht nehmen lassen, mit ihrem überragenden Sieg beim Schach zu prahlen und Mira und Janis verfielen in einen Lachanfall, der noch Minutenlang anhielt. Immer weiter witzelten sie über die verschiedenen Kostüme, die Milo tragen könnte. Am Anfang hörte er noch zu und musste selbst über ein paar Ideen lachen, doch irgendwann nahm er die Stimmen seiner Geschwister nur noch entfernt war. So perfekt dieser Augenblick auch war – fast schon schwerelos – so gelang es ihm doch nicht diese Zeit zu hundert Prozent zu genießen.

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„Ohhhh Janis! Jetzt ist es soweit!“ schrie Mira erfreut auf, als sie auf ihr Handy schaute.
„Noch Zehn Sekunden, dann hast du Geburtstag!“
Wie zu Neujahr wurden diese Sekunden von allen Drei laut runter gezählt – ihre Blicke hafteten dabei ganz auf Janis, der am Liebsten vor Scham im Erboden versunken wäre.
Das die auch immer so übertreiben müssen!

Mira war die Erste, die zu Janis sprang, ihn fest an sich drückte und alles Gute zum Geburtstag wünschte. Dann, als wäre ihr plötzlich wieder etwas wichtiges eingefallen, rannte sie ins Haus und man sah nur noch, wie in der Küche das Licht anging.
„Alles Gute zum Geburtstag“, grinste Milo und wuschelte seinem kleinen Bruder durchs Haar.
„Das wirst du hoffentlich in Zukunft lassen“, bedankte sich Janis grinsend und duckte sich um die Hand seines großen Bruders von seinem Kopf zu bekommen. Als er sich zur Seite abwendete, stand er Lilly gegenüber. Sein Grinsen wurde immer breiter, als er seine Arme ausstreckte und wartete, dass seine kleine Schwester ihm zum Geburtstag umarmte. Die verschränkte nur die Arme vor der Brust und zog eine Augenbraue hoch.
„Das... ist jetzt nicht dein ernst!“
„Wie? Bekommt dein Bruder etwa keine Umarmung von seiner Lieblingsschwester?“, lachte er und seine Augen funkelten neckisch auf. So, wie Lilly ihn ansah, wäre sie ihm am Liebsten an die Gurgel gesprungen.
„Das kannst du knicken!“, sagte sie nur trotzig und griff sich in die hintere Hosentasche ihrer kurzen Hose. Neugierig beobachtete Janis sie dabei, wie der kleine Blondschopf mit rotem Kopf einen Briefumschlag hervorkramte und ihm in die Hand drückte.
„Was ist das?“, fragte Janis und hielt den weißen Umschlag mit seinem Namen hoch.
„Wenn ich dir das sage, ist es keine Überraschung mehr“, murmelte sie nur und starrte auf den Boden. Langsam machte er ihn auf und schaute hinein. Im ersten Moment dachte er, dass der Umschlag leer wäre, doch als er genauer hinsah, konnte er etwas in einer der Ecken erkennen. Als er den Brief umdrehte und den Inhalt auf seine Handfläche fallen ließ, konnte er im ersten Moment nichts sagen. Doch sein Gesicht war von Glück und Freude gezeichnet.
„Gern geschehen“, sagte Lilly schnell und rannte ins Haus. Diese Situation war ihr schon unangenehm genug, da wollte sie nicht womöglich noch aus heiterem Himmel vollgeknuddelt werden.
„Was ist das?“, fragte Milo, der das ganze Geschehen aus sicherer Entfernung beobachtet hatte. Er wusste, dass seine beiden Geschwister eine besondere und vor Allem auf ihre eigene Art und Weise enge Verbindung zu einander hatten. Freudestrahlend hielt Janis einen kleinen Anhänger in die Luft und ließ ihn vor Milos Augen tanzen.
„Eine Musiknote?“, fragte Milo und sah sich das kleine, fingergroße Geschenk genauer an.
„Ja“, flüsterte Janis und sah das Geschenk an, als wäre es ein großer Schatz.
„Ich hatte ihr mal vor vielen Jahren erzählt, dass ich Sänger werden möchte. Ich möchte irgendwann gut genug sein, um mit einer eigenen Band aufzutreten. Ich hab das wirklich nur einmal erwähnt. Ist das nicht Wahnsinn, dass sie das noch wusste?“

Im selben Moment kam Mira singend aus dem Haus. In ihren Händen trug sie eine große Torte, die Milo bei dem Bäcker um die Ecke besorgt hatte. Jetzt verstand Janis auch, warum Milo und Lilly nicht mit zum Strand gewollt hatten. Wie jedes Jahr verging auch dieser Augenblick viel zu schnell und fühlte sich an wie ein Wimpernschlag. Das Geburtstagsständchen wurde zu Ende gesungen und die Kerzen ausgepustet.

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* * * *

Genau in dieser Sekunde lief ein junger Mann durch die großen Hallen des Flughafens. Obwohl es mitten in der Nacht war, war hier noch genug los, um das Geräusch des rollenden Koffers, den er hinter sich herzog, zu übertönen. Die Hinweise zu den Abflugzeiten auf den riesigen Anzeigetafeln verschwanden im Sekundentakt und wurden durch neue ersetzt. Immer wieder horchte er auf, wenn die leicht unverständliche Stimme den nächsten Flug ankündigte. Seine Schritte wurden langsamer und kamen schließlich zum Stehen.
„Schön guten Abend“, begrüßte ihn die junge Frau am Schalter. Mit ihren blonden Haaren, die zu einem strengen, glänzenden Dutt zusammengebunden waren und ihrer perfekt sitzenden Businesskleidung, sah sie aus, wie eine der Frauen aus den Fachzeitschriften. Kurz angebunden murmelte der junge Mann sein Anliegen und in einem viel zu freundlichen Ton erklärte ihm die junge Frau sämtliche Sachen und Vorgehensweisen, die ihn in keinster Weise interessierten.
Als sie ihm ein freundliches Lächeln schenkte und ihm die Papiere übergab, presste er lediglich ein „Danke“ über die Lippen und konnte sich zu einem halb ernst gemeinten Lächeln zwingen. Ihm war nun wirklich nicht danach einen auf Friede-Freude-Eierkuchen zu machen. Prüfend schaute er sich um und nahm auf einem der Stühle platz, die in der ganzen Halle für die wartenden Passagiere bereitstanden. Seufzend griff er sich in die Tasche seines Mantels und stieß mit seinen Fingern gegen etwas festes. Nachdem er sicher gegangen war, dass alles noch an Ort und Stelle war, faltete er seine Hände zusammen, stützte seine Ellenbogen auf die Knie und legte die Stirn nachdenklich gegen die Hände. Er hasste es zu warten. Die Müdigkeit überfiel ihn in dieser ruhigen Minute öfter als ihm lieb war und immer wieder schloss er kurz seine Augen. Er hatte schon so lange nicht mehr geschlafen. Er konnte nicht. Die monotonen Ansagen, die im Minutentakt durch die Lautsprecher ertönten, wirkten auf ihn wie ein besänftigendes Schlaflied. Kurz verfiel er in einen Traum, der sich anfühlte, wie eine endlose Hölle, aus der er nicht entkommen konnte. Alles sah unscharf aus. Rot. Blau. Schwarz. Grün. All diese Farben schimmerten durch diesen Schleier, der die Szene zensierte. Erschrocken riss er die Augen auf und spürte wie vereinzelte Schweißtropfen seine Stirn runter zur Wange liefen. Etwas irritiert sah er sich um und rief sich in Erinnerung, dass er noch immer auf dem Stuhl saß und wartete. Doch wie lange schon. Schnell schaute er auf seine Uhr und atmete erleichtert auf. Es waren gerade mal fünf Minuten vergangen. Immer noch benebelt nahm er die erneuten Durchsagen erst beim dritten Mal war, gerade noch rechtzeitig um zu bemerken, dass es sein Flug war, der aufgesagt wurde. Schnell griff er nach dem kühlen Griff seines Koffers und sprintete zur Schleuse.
„Sir, Sie sind spät dran“, stellte die Flugbegleiterin mit einem Blick auf sein Ticket fest.
Dunkel lachend hob er seinen Kopf, nahm ihr das Ticket aus der Hand und flüsterte leise: „Na, hoffentlich nicht!“


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Janis Cooper


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Exzentrisch
Diszipliniert
Avantgarde
Virtuose
__________________
Wer am Tag träumt, wird sich vieler Dinge bewußt, die dem entgehen, der nur nachts träumt.

Edgar Allan Poe
(1809 - 1849), US-amerikanischer Journalist, Dichter und Literaturkritiker

Geändert von Minchen (27.09.2015 um 18:58 Uhr).
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Alt 26.09.2015, 15:30
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*kommt in den Thread gestolpert*

So~
Ich habe was zu essen da, Cola-Mix steht auf dem Tisch, der Mann zockt und die Hunde schlafen. Nichts kann mich also mehr vom kommentieren abhalten.
Wie immer kommentiere und lese ich gleichzeitg. Kennt man ja schon von mir. :3

*fängt an zu lesen*

Okay ... essen und gleichzeitig Minchens GF lesen ist wohl doch keine so gute Idee. xD
Lilly ist aber auch wirklich die Härte. Ich glaube manchmal das Lilly eine perfekte Diva wäre. xD

Zitat:
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„Der Bart zeigt eindeutig, dass du nun ein Mann bist. Zumindest äußerlich. Aber sind wir doch mal ehrlich: du bist und bleibst ein Weichei!“
Lilly ist absolut genial.
Ich bin richtig froh darüber das sie nicht meine Schwester ist. Ich würde verrückt werden! Aber ich finde Lilly und Nessa würden ganz gut zusammen passen. Was für ein Dreamteam!

Aber Milo ist doch kein Weichei! Er ist einfach ein Softie und kein blöder Macho. Er wird seine spätere Freundin bestimmt auf Händen tragen. Sie kann sich jetzt schon glücklich schätzen so einen Freund wie Milo zu haben. Auch wenn sie jetzt noch nichts von ihrem Glück weiß. ;D

Mira tut mir leid. Wo steckt Shawn denn nur? Er kann sie doch nicht einfach so alleine lassen. Mira hätte ihn doch so dringend an ihrer Seite gebraucht. Ihm hätte es sicherlich auch geholfen Mira an seiner Seite zu haben. ._.

Schön wie Jared und Yuki ihre Kinder einfach mal so rauswerfen.
So von wegen: Wir wollen alleine sein! Fahrt gefälligst in den Urlaub. Habt Spaß dabei und vergesst das wir euch eigentlich rausgeworfen haben!
Muss ich mir merken. Allerdings will ich ja gar keine Kinder ... xD

Hach ja ... die Vorbereitungen für den Urlaub sind ja mal richtig toll beschrieben. Ich glaube jede Mutter kennt dieses Szenario. Wo ist das, Mama? Wo ist dies, Mama? Und die Väter? Die mischen dabei entweder kräftig mit oder halten sich einfach raus. xD

Ich muss es echt noch einmal sagen: Lilly ist so genial. So wie du sie schreibst - einfach nur toll. Ich fürchte allerdings immer noch das ihr Freund später sehr starke Nerven brauchen wird. xD

Das Ferienhaus ist ja mal richtig schön. Hast du das selber gebaut?
Ich würde sofort dort einziehen wenn ich könnte. *___*

Zitat:
Zitat von Minchen Beitrag anzeigen
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Milo sieht so unheimlich gut aus! Ich würde mich so gerne an seinen Hals werfen! >.< Ich teile auch freundlicherweise mit Schmusi ... xD

Lilly und Milo beim Schach spielen. Sehr schön. Es war aber sooo klar das Lilly gewinnen wird. Armer Milo ... in was für ein Kostüm in Lilly wohl jetzt stecken wird?

Zitat:
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Bild 6
Das gehört da eigentlich nicht hin oder? Fehlt das Bild einfach oder war es mal geplant und wurde dann doch nicht benutzt? :3

Ach Lilly ... keine Umarmung für Janis? Schade.
Ich mag die Beziehung der beiden total. Janis scheint mit der speziellen Art von Lilly wirklich gut umgehen zu können. Ich mag Janis mittlerweile sehr gerne. Es tut mir immer noch leid das ich ihn zeitweise komplett vergessen hatte. >.<
Janis sieht als Teenager übrigens richtig gut aus.
Ich will ihn unbedingt in meiner Hauptforschung haben. Wie wäre es als Partner für Ellie? Das muss doch machbar sein, Minchen! >.<

Und nun kommen wir zum letzten Absatz ...
Ich denke das wird Shawn sein? Treffen sich Mira und Shawn nun also bald wieder? Darauf warte ich doch schon die ganze Zeit.
...
Okay, ich warte auch auf die zukünftige Freundin von Milo aber Shawn und Mira gehen vor. xD

Wie immer ein sehr schönes Kapitel, Minchen.
Es hat sehr viel Spaß gemacht es zu lesen und ich musste oft lachen.
Ich freue mich schon aufs nächste Kapitel. :3
__________________



Geändert von Lukinya (26.09.2015 um 15:32 Uhr).
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Minchen (26.09.2015), Schmusekatze (26.09.2015)
  #146 (permalink)  
Alt 27.09.2015, 12:30
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Huhu Minchen
Da ich Freitag nur drübergeflogen bin und auch gestern wenig Zeit hatte kommt mein Kommi jetzt erst.

Lilly mit ihrem vorlauten Mundwerk ist einfach zu gut Und ein Weichei ist Milo ganz bestimmt nicht, eher liebevoll und ruhig. Und ich denke mal wenns drauf ankommt kann er auch anders.

Aww Shawn mein Baby, macht er einen auf einsamen Wolf? Klar ist es nicht einfach sowas zu verarbeiten, aber sich ganz zurück zu ziehen, ohne seinen besten Freund was zu sagen oder sich mal zu melden und lieber allein zu sein, kann auf Dauer nicht gutgehen...

Ich finde es ja allerliebst das die beiden kleinen einen Urlaub für sich und ihre Geschwister geplant haben damit alle mal auf andere Gedanken kommen, sie wissen ja bestimmt nicht haargenau was da abgelaufen ist, aber Kinder bekommen doch sehr viel mehr mit als man denkt.

Wieso erinnert mich diese Kofferpackaktion so sehr an mich früher?
Ich sollte auch immer alleine den Koffer packen, aber meine Mutter stand trotzdem immer daneben weil sie genau wusste das ich fragen würde wo ist dies oder jenes, oder auch teilweise irgendwas vergesse
Aber sie musste es nur einmal machen und nicht wie Yuki mal 4 ^^
Mein kleiner Bruder ist erst 4 Jahre alt, aber ich denke mal da wird es genauso sein

'Glühbirne mit besonderer Austrahlung' alles klar Aber wenn es Lil hilft auf dem Teppich zu bleiben soll sie, sie ruhig mitnehmen Ihre Geschwister werden es ihr danken.

Das Haus! Hast du es selbst gebaut? Es sieht einfach nur Wundervoll aus, da würde ich auch gerne Urlaub machen.

Milo in der Tür einfach nur Wie kann Lil nur meinen das er ein Weichei ist? Ich mein er strahlt die pure Männlichkeit aus

War ja irgendwie klar das Lilly beim Schach gewinnt Bin auch schon gespannt was sie sich für Milo fieses ausgedacht hat für das Kostüm

Janis hat auch schon Geburtstag, sie werden so schnell groß Und er sieht so niedlich aus, so unschuldig... Sänger will er also werden? Einen Fan hätte er auf jeden Fall schon und das sich Lilly auch noch daran erinnert, und ihn mit dieser Note auch zeigt das sie hinter ihm steht und ihn denke mal auch unterstüzt sagt schon alles

Shawn Das tut mir in der Seele weh ihn so zu sehen. Von dem wie wir ihn kennen gelernt haben ist ja gar nichts mehr übrig. Ihn so depressiv zu sehen fällt echt schwer, er hätte auch mal lieber zu einer Therapie gehen sollten als sich in die Arbeit zu stürzen. Aber Mira wird das schon wieder richten, zusammen werden sie es schon schaffen darüber hinwegzukommen da bin ich mir sicher, und sie haben ja noch Milo als Unterstützung

Bevor ich mal wieder schreibe wie perfekt das alles geschrieben ist mach ich hier auch mal schluss Ist ja auch schon lang genug geworden hier, bin ich gar nicht gewohnt soviel zu schreiben

Liebe Grüße Skyla
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Minchen (27.09.2015)
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Alt 03.10.2015, 14:57
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Da bin ich wieder

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Lilly mag und toll finde?
Ja?
Sie ist so süß - diese wuscheligen Haare passen zu ihrem kleinen Wesen und Charakter. Sie ist für mich so eine Art kleine Vala - große Klappe, aber das Herz am richtigen Fleck

Milo sollte sich nun aber langsam aufmachen und seine Herzdame suchen
Seine erste war ja nicht gerade das, was man "normal" nennen könnte. Mal sehen, ob die nächste "normal" ist

Mira wartet auf ihren Shawn - der, der sie immer so aufzog.
Nun hoffe ich auch, dass der gute Mann am Flughafen jener Welcher ist

Janis ist aber auch ein toller Hecht.
Warum schauen deine Sims-Männer nur so toll aus? Ich bekomme das nie so hin ...
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Minchen (03.10.2015)
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Alt 04.10.2015, 20:39
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Sooo kommen wir mal zur nachträglichen Kommentarkommentation
Vorab noch einmal ein großes Dankeschön an alle Leser. Ich freue mich unheimlich über euer Feedback und ihr seid die größte Motivation, die man sich vorstellen kann

@Lukinya:

Zitat:
Lilly ist aber auch wirklich die Härte. Ich glaube manchmal das Lilly eine perfekte Diva wäre. xD
Ja, irgendwie ist sie schon so eine kleine Diva ;D Dabei war das gar nicht geplant ^^'
Zitat:
Aber Milo ist doch kein Weichei! Er ist einfach ein Softie und kein blöder Macho. Er wird seine spätere Freundin bestimmt auf Händen tragen. Sie kann sich jetzt schon glücklich schätzen so einen Freund wie Milo zu haben. Auch wenn sie jetzt noch nichts von ihrem Glück weiß. ;D
Jaaap, das wird er. Die Glückliche taucht natürlich so gaaaanz zufällig im nächsten Kapitel auf Dann wird das große Geheimnis gelüftet
Zitat:
Hach ja ... die Vorbereitungen für den Urlaub sind ja mal richtig toll beschrieben. Ich glaube jede Mutter kennt dieses Szenario. Wo ist das, Mama? Wo ist dies, Mama? Und die Väter? Die mischen dabei entweder kräftig mit oder halten sich einfach raus. xD
Ich musste dabei so oft an unsere Urlaubsvorbereitungen denken xD Die waren nicht nur chaotisch, die waren die Hölle! Letztendlich hat meine Mutter die Sachen gepackt. Tja, wie das dann halt immer so ist ^^
Zitat:
Ich muss es echt noch einmal sagen: Lilly ist so genial. So wie du sie schreibst - einfach nur toll. Ich fürchte allerdings immer noch das ihr Freund später sehr starke Nerven brauchen wird. xD
Ich hab schon gaaaanz genau eine Vorstellung davon WIE ihr Freund später sein wird. Wer weiß, vielleicht bekommt er sie ja gezähmt? Bei Nessa wird das sicher auch irgendwann mal der Fall sein Neeessaaa ♥ Auf jeden Fall hab ich mir gestern Abend noch einen Kandidaten aus dem Genpool ausgesucht.
Zitat:
Das Ferienhaus ist ja mal richtig schön. Hast du das selber gebaut?
Ich würde sofort dort einziehen wenn ich könnte. *___*
Ja, das habe ich selber gebaut So wie ja die meisten Häuser. Danke für das Kompliment
Zitat:
Milo sieht so unheimlich gut aus! Ich würde mich so gerne an seinen Hals werfen! >.< Ich teile auch freundlicherweise mit Schmusi ... xD
Ich muss zugeben, dass er auf dem Bild WIRKLICH toll aussieht *-* Ich hab mich aber mittlerweile in alle verliebt... was doof ist... ich weiß echt noch nicht, wie ich das alles für die nächste Generation machen soll u.u Eigentlich wollte ich ja nur mit Milo und Mira weiter spielen... Eigentlich.
Danke für dein Kommentar, liebe Lukinya

@Skyla:

Mensch, was für ein langer Kommi O_O
Zitat:
Lilly mit ihrem vorlauten Mundwerk ist einfach zu gut Und ein Weichei ist Milo ganz bestimmt nicht, eher liebevoll und ruhig. Und ich denke mal wenns drauf ankommt kann er auch anders.
und nicht nur er, wie du ja bereits weißt ;D
Zitat:
Ich finde es ja allerliebst das die beiden kleinen einen Urlaub für sich und ihre Geschwister geplant haben damit alle mal auf andere Gedanken kommen, sie wissen ja bestimmt nicht haargenau was da abgelaufen ist, aber Kinder bekommen doch sehr viel mehr mit als man denkt.
Damit hast du sowas von Recht! Kinder bekommen tatsächlich immer viel mehr mit, als einem lieb ist. Und natürlich haben auch Lilly und Janis einiges mitbekommen. So etwas kann man ja auch nicht geheim halten - schon gar nicht vor den Beiden.
Zitat:
Mein kleiner Bruder ist erst 4 Jahre alt, aber ich denke mal da wird es genauso sein
Vier Jahre? Aaaawwww wie süß ♥ Tja, da mussten wir doch alle durch, oder? Wie gerne hätte man doch diese wunderschönen Sommersachen mit in den Herbsturlaub genommen. "Das wird schon nicht so kalt sein" XD
Zitat:
Das Haus! Hast du es selbst gebaut? Es sieht einfach nur Wundervoll aus, da würde ich auch gerne Urlaub machen.
Ja, das hab ich selbst gebaut Nichts dolles, nur halt ein kleines Haus für die GF. Aber es freut mich wahnsinnig, dass es dir gefällt ♥
Zitat:
Janis hat auch schon Geburtstag, sie werden so schnell groß Und er sieht so niedlich aus, so unschuldig... Sänger will er also werden? Einen Fan hätte er auf jeden Fall schon und das sich Lilly auch noch daran erinnert, und ihn mit dieser Note auch zeigt das sie hinter ihm steht und ihn denke mal auch unterstüzt sagt schon alles
Ja... sie werden wirklich zu schnell groß ;_; Lilly und Janis sind schon ein eingespieltes Team, so wie Milo und Mira ja auch. Das war bei meinen kleinen Geschwistern auch immer so. Mein kleiner Bruder und meine kleine Schwester sind bis heute unzertrennlich. Total niedlich ♥ (Mein Bruder tötet mich, wenn er das hier lesen sollte xD Sorry Brüderchen )
Zitat:
Shawn Das tut mir in der Seele weh ihn so zu sehen. Von dem wie wir ihn kennen gelernt haben ist ja gar nichts mehr übrig. Ihn so depressiv zu sehen fällt echt schwer, er hätte auch mal lieber zu einer Therapie gehen sollten als sich in die Arbeit zu stürzen. Aber Mira wird das schon wieder richten, zusammen werden sie es schon schaffen darüber hinwegzukommen da bin ich mir sicher, und sie haben ja noch Milo als Unterstützung
Nicht traurig sein Ich hoffe, dass ich dich mit dem aktuellen (schon wieder altem XD) Kapitel ein wenig aufmuntern konnte. Ich liebe Shawn ♥
Zitat:
Bevor ich mal wieder schreibe wie perfekt das alles geschrieben ist mach ich hier auch mal schluss Ist ja auch schon lang genug geworden hier, bin ich gar nicht gewohnt soviel zu schreiben
Aaaawwww, du bist so süß Ich war selbst überrascht, so ein langes Kommilein zu bekommen. Eigentlich bin ich immer überrascht, wenn jemand viel zu meinen Texten zu sagen hat xD Ich danke dir auf jeden Fall für die mega lieben Worte

@Tausi:

Zitat:
Da bin ich wieder
Juuuhuuu \(^^)/ Hab dich vermisst
Zitat:
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Lilly mag und toll finde?
xD Das kann gut sein, dass du das mal so nebenbei erwähnt hast ;D
Zitat:
Sie ist so süß - diese wuscheligen Haare passen zu ihrem kleinen Wesen und Charakter. Sie ist für mich so eine Art kleine Vala - große Klappe, aber das Herz am richtigen Fleck
Du hast Recht *_* Den Vergleich mag ich - so wie Vala! Da fällt mir ein, ich muss mal wieder ein Kommi in deiner GF lassen D: jetzt wo sie weiter geht JIIIHHAAAA x3
Zitat:
Janis ist aber auch ein toller Hecht.
Warum schauen deine Sims-Männer nur so toll aus? Ich bekomme das nie so hin ...
Das sind nur die zig tausend Downloads, lieber Tausi. Mit Skin sehen alle toll aus! ;D Aber freut mich, wenn dir meine Männer gefallen
Auch dir mal wieder einen lieben Dank für dein Kommentar

Soooo dann husche ich mal weiter zu der nächsten Kommentarkommentation!
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Wer am Tag träumt, wird sich vieler Dinge bewußt, die dem entgehen, der nur nachts träumt.

Edgar Allan Poe
(1809 - 1849), US-amerikanischer Journalist, Dichter und Literaturkritiker

Geändert von Minchen (16.10.2015 um 20:01 Uhr).
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Lukinya (16.10.2015), Tausendfach (17.10.2015)
  #149 (permalink)  
Alt 04.10.2015, 20:40
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Kapitel 18 – Glücksgefühle


Die Sonne schien durch den kleinen Spalt der zugezogenen Gardinen direkt in Janis Gesicht.
Undeutlich brummte er etwas in sich hinein, schmiss sich zur Seite und zog die Decke über seinen Kopf. Auch wenn er das schöne Wetter auf dieser Insel liebte, so war ihm die Dunkelheit morgens zu dieser Jahreszeit Zuhause doch lieber. Schlaftrunken tastete er nach seinem Handy und zog es unter seine Decke. Es war noch nicht einmal sieben Uhr und er wusste, dass – jetzt wo er wach war – an Schlaf nicht mehr zu denken war. Immer noch müde, richtete sich Janis seufzend in seinem Bett auf und stieß mit dem Kopf gegen das Lattenrost des Bettes über sich. Fluchend presste er seine kühle Hand gegen die pochende Stelle an der Stirn.
„Verdammt!“
Als er sich die kleinen Tränen aus den Augen wischte, sah er seiner kleinen Schwester direkt ins Gesicht. Sie hatte sich mit dem Oberkörper über die Bettkante gelehnt und ihre beiden Seitenzöpfe zeigten Richtung Boden. Obwohl sie müde aussah und kaum die Augen auseinander bekam, konnte er sehen, dass sie sauer war.
„Was machst du hier für einen Lärm! Ich brauche meinen Schlaf!“, jammerte sie und rieb sich mit den Fingern die Augen. Entschuldigend deutete Janis auf den roten Fleck auf seiner Stirn.
„Ich hab mich gestoßen. Ich wollte dich nicht wecken“, flüsterte er, was eigentlich Unsinn war, denn jetzt war sie wach.
„Jetzt musst du nicht mehr flüstern! Jetzt bin ich wach, du Depp!“, fauchte sie und ihr Kopf verschwand wieder aus seinem Sichtfeld. Genervt verdrehte Janis die Augen und ließ sich rücklings wieder ins Bett fallen. Der Morgen verlief ja schon einmal super! Der Tag konnte ja nur noch besser werden.

* * * *

Während Milo das Frühstück vorbereitete, machten sich seine Geschwister lautstark für den Tag fertig. Er war heilfroh, dass die Nachbarn nicht direkt neben an ihr Haus stehen hatten, sondern knapp einen halben Kilometer weiter entfernt.

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Miras und Janis Gezanke war nicht zu überhören.
„Janis! Du bist schon seit einer halben Stunde im Bad! Jetzt komm da endlich raus!“, schrie Mira wütend und hämmerte lautstark gegen die Badezimmertür.
„Bin gleich fertig!“, ertönte es dumpf aus dem Badezimmer.
„Das hast du schon vor zehn Minuten gesagt!“
Lilly mischte sich in die Streitereien nicht ein. Wie immer stand sie etwas abseits und beobachtete das Geschehen und das auch aus gutem Grund. Denn als endlich der Schlüssel sich lautstark im Schloss drehte und Janis aus dem Badezimmer schlenderte, schnappte sich Mira ihren kleinen Bruder und stellte ihn zur Rede.
„Du kannst doch nicht eine halbe Stunde das Badezimmer besetzen!“
Janis lachte nur kurz auf und streckte sich. „Das sagst ausgerechnet du!“, erwiderte er nur leise und ging an ihr vorbei. „Janis!“, schrie Mira ihm hinterher, aber ihr kleiner Bruder ignorierte sie und huschte schon in der nächsten Sekunde die Treppe hinunter. Es war wie zu Hause. Genervt drehte sie sich wieder zum Badezimmer um und stieß einen wutentbrannten Schrei aus, als sie die Klinke runter drückte, sich die Tür aber nicht öffnete.
„Lilly!“

* * * *

Als Janis den Kopf über die Pfanne hielt und genüsslich den Duft der Pancakes in sich aufsog, musterte Milo seinen kleinen Bruder ganz genau.
„Ich kann es immer noch nicht fassen, wie groß du geworden bist“, lachte er leise und schüttelte fassungslos den Kopf. Verschiedene Bilder von Janis als Kleinkind schossen ihm durch den Kopf und waren so klar, als hätte man sie fotografiert und in seinem Gehirn gespeichert.
„Weißt du noch, wie wir Snuffles vom Baum geholt hatten? Du warst noch so klein, dass du auf meinen Schultern sitzen musstest.“
Grinsend schaute Janis zu seinem Bruder auf und musste ebenfalls daran denken.
„Wieso eigentlich 'Mr. Snuffles'?“
„Wieso nicht?“, entgegnete Janis lachend und nahm auf einem Stuhl platz. Er schloss kurz die Augen und fuhr sich nachdenklich durch die Haare.
„Erinnerst du dich noch an das Kinderbuch, das Mum mir immer vorlesen musste?“
Milo dachte kurz nach und nickte. „Du meinst das Rote über einen kleinen Jungen, oder?“
„Genau. Der kleine Junge war ein Straßenkind und irgendwann lief ihm ein kleiner Kater über den Weg und der hieß Mr. Snuffles. Ich weiß nicht. Irgendwie hat mir der Name gefallen.“
Milo selbst kannte das Buch nicht. Ab und an hatte er zwar mitbekommen, wie seine Mum am Bett seines jüngeren Bruders saß und dieser ihr mit großen, leuchtenden Augen beim Vorlesen zusah, aber damals hatte er andere Sorgen gehabt. Da waren solche Geschichten eher zweitrangig gewesen.
„Apropo“, sagte Janis und riss Milo aus seinen Erinnerungen, „wo ist sie eigentlich?“
„Wahrscheinlich draußen.“

* * * *

„Wer ist ein braves Kätzchen? Ja, du bist ein braves Kätzchen!“
Mira hielt Snuffles auf dem Arm und streichelte ihr über den Kopf. Schnurrend hielt sie ihre Augen geschlossen und genoss die kleinen Streicheleinheiten. Bei all der Aufregung der letzten Tage, war das kleine, tierische Familienmitglied mal wieder viel zu kurz gekommen und keiner hatte bemerkt, dass sie Geburtstag gehabt hatte.

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„Wenn Lilly dich jetzt hören könnte!“
„Janis“, entfuhr es Mira erschrocken und riss die Augen auf. Sie hatte sich so schnell herumgewirbelt, dass Snuffles das zu viel wurde und er maunzend aus ihrem Arm gesprungen war.
„Wie lange stehst du da schon?“

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„Lang genug um dir zu sagen, dass das eine hochintelligente Katze ist und man vernünftig mit ihr reden kann!“, lachte Janis und beugte sich zu Snuffles runter, die sofort ihren Kopf gegen seine Hand presste. Grinsend stemmte Mira die Hände in die Hüften und schaute ihren Bruder mahnend an.
„Du verbringst eindeutig zu viel Zeit mit Lilly. Du klingst schon genau wie sie.“
Die Beiden spielten noch eine Weile mit Snuffles bis Milo alle zum Frühstück rief.

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Als sie in die Küche kamen, fanden sie einen reichlich gedeckten Tisch vor, mit dem man wahrscheinlich eine ganze Armee hätte sättigen können.
„Damit wir uns nicht missverstehen: Morgen darf ich ausschlafen und ihr kümmert euch um das Frühstück!“

* * * *

Eigentlich konnte sich keiner der Vier nach dem Essen mehr bewegen und hätten sich gerne an Ort und Stelle auf den Boden gelegt, aber das Wetter schrie förmlich nach einem Besuch am Strand. Vor allem Milo konnte es kaum erwarten, endlich mal wieder im warmen Meer schwimmen gehen zu können. Im Gegensatz zu Janis und Mira war er ja mit Lilly gestern im Ferienhaus geblieben und hatte die Vorbereitungen für Janis Geburtstag getroffen. Nun aber wollte auch er den weißen Sand an seinen Füßen spüren und sich von der Sonne bräunen lassen. Also wurde schnell alles abgedeckt, die Badesachen unter die Klamotten gezogen und ein Taxi gerufen.

Es dauerte keine viertel Stunde, da wurden sie schon an dem Willkommensschild des Strandes rausgelassen. Während seine kleinen Geschwister schon zum Wasser rannten, hob er aus dem Kofferraum des Taxis den gepackten Rucksack und gab dem Fahrer Trinkgeld. Der bedankte sich mit einem Lächeln und fuhr mit lauter Musik weiter. Der Ausblick auf das Wasser war einfach nur unglaublich. Kein Wunder, dass all die Menschen, die hier lebten, mit einem Dauergrinsen auf den Lippen herumliefen. Egal wo er hinsah, er konnte keine Traurigkeit, keinen Schmerz oder Verbitterung sehen. Alle waren am lachen, singen oder herumalbern. Schnell zog er sich seine Schuhe aus und ging ein paar Meter, bis er endlich das lang ersehnte Gefühl unter seinen Füßen spürte. Genau wie Mira erzählt hatte, war der warme, weiße Sand wie ein kleines Peeling. Die einzelnen Sandkörner waren im Gegensatz zu dem, was er von Zuhause kannte, nicht so grob und steinig, sondern ganz fein – so fein, dass sie vom Wind weggetragen wurden, wenn man den Sand in die Hand nahm und langsam wieder Richtung Boden rieseln ließ.
„Milo!“
Als er sich umsah, konnte er sehen, dass Mira ihm zuwinkte und auf die Stelle neben sich wies.
„Komme!“
Den Platz, den sich Mira, Janis und Lilly gesichert hatten, war wirklich ideal für die vier Geschwister. Er war ein bisschen abseits der anderen Gäste und sie konnten sicher gehen, dass sie andere durch ihre Anwesenheit nicht stören würden. Denn, wenn sie zu viert unterwegs waren, zogen sie gerne die Blicke auf sich. Meistens durch Lilly und ihre Art, wie sie mit anderen Leuten redete. Mittlerweile standen aber auch gerne ihre drei anderen Geschwister durch lautstarke Diskussionen oder durch ihre Albernheiten im Mittelpunkt. Aber es gab noch einen Grund, weswegen Milo froh war, etwas abseits zu liegen. Seit Mira ein Teenager geworden ist, zog sie automatisch die Blicke anderer jungen Männer auf sich. Sie selber bekam es nicht mit – er umso mehr.
Janis und Lilly waren schon längst im Wasser und spritzten sich gegenseitig nass, während Mira sich fürs Windsurfen entschieden hatte.

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An diesem Tag tat jeder das, was ihm Spaß machte. Keine Verpflichtungen, keine Termine oder sonst irgendein Druck, der auf den Vier lasten könnte. Der Tag war perfekt.

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Und er sollte noch besser werden. Als Mira auf ihrem Handtuch lag und die Sonne auf ihren Bauch scheinen ließ, kamen Janis und Milo zu ihr rüber und setzten sich neben sie in den Sand. Den Schatten, den sie dabei auf Mira warfen, ließ sie aufblicken und etwas skeptisch schaute sie auf ihre beiden Brüder, die sie mit einem Grinsen ansahen.
„Was habt ihr vor?“, fragte Mira sofort und rutschte vorsichtshalber ein wenig auf ihrem Handtuch nach hinten.
„Nichts“, antwortete Janis wahrheitsgemäß und überreichte Mira einen weißen Briefumschlag.
„Und bevor du dich jetzt fragen solltest, was das ist, mach es einfach auf“, ergänzte Milo, der scheinbar Miras Gedanken lesen konnte. Neugierig öffnete sie den Umschlag und holte eine längliche Karte heraus. Ungläubig riss sie den Mund auf, bekam aber keinen Ton von sich.
„Wir haben zusammengelegt und wollten dir eine Freude machen“, erklärte Janis und sein Grinsen wurde immer breiter. Als er kurz zu Milo rüber sah, konnte er auch bei ihm die Freude erkennen, die er in diesem Moment verspürte. Japsend sprang Mira auf und legte ein kleines Freudentänzchen hin. Im nächsten Moment streckte sie ihre Arme aus und schlang sie jeweils um die Köpfe ihrer Brüder.
„Ihr seid die Besten!“
Die Karten für den Tauchunterricht hielt sie dabei fest in der Hand. Schon als Kind hatte sie davon geträumt einmal tauchen zu gehen und die weiten des Meeres erforschen zu können. Wasser war einfach ihr Element und näher als beim Tauchen, würde sie ihm nicht mehr kommen können.

Noch am selben Tag traf sie sich mit ihrem Tauchlehrer, der ihr alles genau erklärte. Als sie ihn zum ersten Mal sah, war sie durch seine stämmige Art und den Tattoos ein wenig eingeschüchtert gewesen, doch als er anfing Geschichten zu erzählen, war sie einfach nur noch fasziniert. Und dann ging es auch schon los. Endlich durfte sie auf das offene Meer hinaus fahren. Im Gegensatz zu dem Meer direkt am Strand, war es hier wesentlich dunkler und ließ erahnen, wie tief es hier hinab gehen würde.
„Ist dir kalt?“, fragte ihr Tauchlehrer, als er ihr half, die Sauerstofflasche anzulegen. Er hatte ihr zittern bemerkt und sah sie mit einem väterlichen, besorgten Blick an.
„Nein, nein!“, sagte Mira sofort und schüttelte den Kopf. „Ich bin nur so aufgeregt!“
„Das kenne ich! Und weißt du was das schöne ist?“
Lächelnd schaute er sie an und zog den Reißverschluss seines Neoprenanzugs hoch.
„Nach all den Jahren bin ich das auch noch. Man weiß nie, was für Abenteuer einem begegnen werden.“
Und er hatte Recht. Als sie das erste Mal dann unten am Meeresgrund war, konnte sie nicht anders als zu staunen. Es überkam sie ein Glücksgefühl, das sie zuvor so noch nie verspürt hatte. Als wäre sie nach sehr langer Zeit endlich wieder zu Hause. An dem Ort, zu dem sie gehörte. Alles war so ruhig und hatte seine eigene Geschwindigkeit. Hier unten existierte so etwas wie Zeit nicht. Hier unten war sie alleine und nur für sich. Egal wo sie hinsah, schimmerten Farben, die sie in dieser Vielfalt noch nie gesehen hatte. Kleine, schillernde Fische schwammen an ihr vorbei. Die großen Steine waren mit verschiedenen Arten von Korallen besetzt, dass es einfach nur ein buntes Farbspiel ergab.

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Als sie an diesem Korallenriff vorbei schwamm, entdeckte sie einen etwas dunkleren Ort. Ein paar Meter reichten aus um zu erkennen, dass es sich um eine kleine Höhle handelte. Aufgeregt drehte sie sich um und deutete mit dem Finger auf den dunklen Fleck neben sich. Ihr Tauchlehrer schwamm nun auch näher an sie heran, sah den Eingang zur Höhle und schüttelte zu Miras Enttäuschung mit dem Kopf.

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Dann sah er auf seine Uhr am Handgelenk und deutete mit dem Finger zur Wasseroberfläche. Am liebsten hätte Mira protestiert, sich vielleicht noch bockig auf den Boden gesetzt, aber sie wusste, dass er viel mehr Erfahrung hatte als sie und sie ihm folgen sollte. Der Abschied fiel ihr schwerer als gedacht.
Als die Beiden wieder mühsam aufs Boot kletterten und sich aus den Taucheranzügen befreiten, schaute ihr Lehrer sie grinsend an.
„Wie mir scheint, hast du deine Liebe fürs Tauchen entdeckt. Dieses Glitzern in den Augen sehe ich selten.“
Mira lief ein wenig rot an, als er ihr lachend auf die Schulter klopfte.
„Schade, dass ihr bald schon wieder nach Hause fahrt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass du eine prima Taucherin werden würdest. Du hast dich ausgesprochen geschickt angestellt und ich könnte noch jemanden in meinem Team gebrauchen!“
Fassungslos schaute Mira zu dem glatzköpfigen Mann hoch, der sie gerade mit Komplimenten und Freundlichkeit überschüttete. Bat er ihr gerade echt einen Job an?
„Es war wunderschön“, sagte sie schließlich und war immer noch ganz benebelt von den ganzen Eindrücken. „Ich wünschte, ich könnte jeden Tag da runter.“
Sehnsüchtig schaute sie auf die Wasseroberfläche, die durch das schaukeln des Bootes zu beben schien. Das Glücksgefühl ließ ein wenig nach und die Nebenwirkung der Sehnsucht setzte ein. Sie fühlte sich auf einmal wie Jemand, der ihr die Droge zum Glück vor die Nase hielt und ihr nicht gab.

Janis und Lilly konnten sich an Miras Erzählungen und Beschreibungen nicht satt hören und löcherten sie mit Fragen.
„Hast du auch einen Hai gesehen?“, fragte Janis und bekam im selben Moment eine von Lilly auf den Hinterkopf verpasst.
„Du bist dumm wie eine Banane!“, sagte sie nur und rieb sich ihre Handfläche. Früher war sein Kopf nicht so hart gewesen.
„Wofür war das denn jetzt?“, fragte er beleidigt.
„Dafür, dass du unnütze und unwichtige Fragen stellst.“
„Nur weil du dich nicht traust, deine Frage zu stellen!“
„Halt die Klappe!“, schrie Lilly und sprang auf. Ihre Augen funkelten ihn zornig an.
„Was für eine Frage?“, wollte Mira wissen und versuchte die beiden Streithähne zu beruhigen.
Lilly antwortete nicht und warf ihrem Bruder nur einen mahnenden Blick zu, den dieser gekonnt ignorierte.
„Sie“, setzte er grinsend an und rutschte näher an Mira heran, „wollte fragen, ob du auch eine Meerjungfrau gesehen hast!“
Mira konnte nicht anders und lachte laut los. Auch Janis stimmte in ihr Lachen ein. Fassungslos saß Lilly auf ihrem Stuhl und starrte auf ihre Füße. Das erste Mal in ihrem Leben kam sie sich unfassbar dumm vor. Langsam stand sie auf und ging die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf.
„Mensch, Lil, das war doch nur spaß. Komm wieder her!“, rief Janis ihr immer noch glucksend hinterher, doch sie reagierte nicht. Er war sich bewusst, dass er zu weit gegangen war und schon im selben Moment überkamen ihn die Schuldgefühle. Innerhalb von Sekunden war ihm das Lachen vergangen und er rannte die Treppe hoch.

„So, die Pizza ist – ist irgendetwas passiert?“, fragte Milo irritiert, als Janis an ihm vorbei die Treppe hochgerannt war. Fragend schaute er zu seiner Schwester, die den wahren Grund aber lieber für sich behalten wollte. Schon schlimm genug, dass sie sich über ihre kleine Schwester lustig gemacht hatten.
„Janis hatte etwas gesagt, dass Lilly verärgert hatte. Ich sollte mal nach den Beiden sehen“, erklärte Mira schnell und lief den Beiden hinterher. Anstatt zu ihren Geschwistern zu gehen, die sich hinter verschlossenen Türen angeregt unterhielten, ging sie in ihr Zimmer.

Sie nahm sich eines der zahlreichen Kissen, die auf dem Bett lagen, und platzierte es auf der breiten Fensterbank, die nur etwa einen Meter über den Boden angebracht wurde. Draußen war es schon dunkel und die Sterne standen strahlend am Himmel. Der Tag war wirklich perfekt gewesen.

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Den ganzen Tag konnte sie all die negativen und trüben Gedanken aus ihrem Kopf verbannen, doch wie üblich fanden sie sie in einer ruhigen Minute und flüsterten ihr all die Zweifel in den Kopf, die sie nicht hören wollte. Da waren sie wieder: Die Fragen. Gedankenverloren starrte Mira aus dem Fenster in die Nacht hinein. Der Tag hatte chaotisch angefangen und sich dann in einen der schönsten Tage entwickelt, die sie je hatte. Und doch hielt die Freude nicht so lange an, wie sie gedacht hatte.

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Als es an der Zimmertür klopfte, drehte Mira ihren Kopf zur Tür und sah, dass Milo ins Zimmer lugte. Als er sie auf der Fensterbank entdeckte, kam er schließlich näher. In seiner Hand hielt er einen großen, weißen Teller mit einem Stück Pizza drauf.
„Du hast nicht auf meine Rufe reagiert, da dachte ich mir, dass du vielleicht lieber hier essen möchtest“, erklärte Milo und schob ihr den Teller zu. Dankend lächelte sie ihrem Bruder zu und schaute wieder aus dem Fenster. Milo setzte sich neben sie und schaute ebenfalls raus.
„Hast du -“, fing Mira den Satz an, schluckte aber die restlichen Worte wieder runter.
Milo hatte sie auch so verstanden. So wie er es immer tat.
„Nein“, seufzte er leise. „Ich versuche es schon seit Tagen, aber er geht nicht ran.“
„Oh.“ Dann stand Milo wieder auf und wollte schon gehen, als sein Blick noch einmal auf seine Schwester fiel.
„Geht es dir gut?“
Auch Mira gab sich einen Ruck und stand auf. Dann ging sie zu Milo, stellte sich vor ihn und schaute ihn lächelnd an. „Ich schaffe das. Mach' dir nicht immer so viele Sorgen!“

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Lachend nahm er seine Schwester in die Arme und wuschelte ihr mit der Hand durch die Haare. „Du bist meine Schwester, natürlich mache ich mir Sorgen. Wenn du reden willst, du weißt ja wo mein Zimmer ist“, sagte er nur und ging zur Tür. Ohne sich umzudrehen flüsterte er: „Er wird sich melden, du wirst schon sehen!“, dann ging er wieder zurück in die Küche.

...geht gleich weiter...
__________________
Wer am Tag träumt, wird sich vieler Dinge bewußt, die dem entgehen, der nur nachts träumt.

Edgar Allan Poe
(1809 - 1849), US-amerikanischer Journalist, Dichter und Literaturkritiker

Geändert von Minchen (04.10.2015 um 21:38 Uhr).
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...bitte den Part davor beachten...


All die Zeit hatte er versucht das kochende Gefühl in sich zu unterdrücken, aber jetzt konnte er es nicht mehr länger zurück halten.
Es war seine Schuld, dass sie so litt.
Es war seine Schuld, dass seine große Schwester nicht mehr glücklich sein konnte.
Immer weiter steigerte er sich in diese Gedanken hinein und war sich immer sicherer, dass es einen Schuldigen in dieser Sache gab. Dieser Schuldige hieß Shawn.
Mit geballten Fäusten stand Janis neben der Tür zu Miras Zimmer und belauschte das Gespräch zwischen Mira und Milo.

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Wütend stieß er sich von der Wand ab und ging mit schnellen Schritten zu dem kleinen Balkon am Ende des Flurs. Er musste sich beruhigen und frische Luft tat in solchen Fällen bekanntlich gut. Immer noch sauer riss er die Tür auf und ließ sich auf den Stuhl fallen. Genervt warf er den Kopf nach in den Nacken und presste sich die Handballen gegen die geschlossenen Augen. Langsam wurden seine Gedanken wieder klarer und sein Herzschlag beruhigte sich. Irgendwann würde ihm diese Aufregung nochmal einen Herzinfarkt bescheren, da war er sich sicher.
„Das sieht dämlich aus!“
Die hohe Mädchenstimme erklang aus dem Nichts und beförderte Janis wieder in die senkrechte Sitzposition.
„Lilly?“, fragte Janis und schaute sich suchend um. Als er dann genauer hinsah, konnte er eine Gestalt in der Dunkelheit ausmachen, die seiner Schwester glich.

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„Was machst du da?“, fragte er verdutzt in die Dunkelheit hinein. Erst als er aufstand und zu seiner Schwester ging, konnte er erkennen, dass sie am Teleskop stand und in den Sternenhimmel sah. Immer wieder hob sie kurz den Blick, suchte die kleinen Rädchen, schaute wieder mit einem Auge durch das Fernrohr und begann die Schärfe einzustellen; ihre Griffe saßen so sicher, dass es den Anschein erweckte, als würde sie nichts anderes machen. Begeistert begutachtete Janis das teure Stück, dass ihm zuvor noch gar nicht aufgefallen war. Wie konnte ihm das nur entgangen sein?

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„Darf ich auch mal?“, fragte er sofort, als Lilly an weiteren Einstellungen feilte.
„Nein.“
„Wieso nicht?“
„Weil du sauer bist und ich nicht will, dass du das hier kaputt machst.“
Genervt stöhnte Janis laut auf.
„Ich bin nicht sauer!“, versicherte er ihr und wurde ungeduldig.
„Du klingst aber so.“
Er wusste, ab welchem Punkt es keinen Sinn mehr machte mit seiner Schwester zu diskutieren, also setzte er sich zurück in seinen Stuhl und erzählte von dem Gespräch, dass er belauscht hatte.
Er wusste nicht, ob Lilly ihm wirklich zuhörte, zumindest hatte sie ihn nicht einmal unterbrochen und dafür war er ihr sehr dankbar. Als er alles erzählt hatte, starrte er erwartungsvoll auf seine Schwester, die mittlerweile das Teleskop und sämtliche Richtungen lenkte.
„Hast du gar nichts dazu zu sagen?“, fragte Janis und knallte mit der Faust auf das Schachbrett.
„Denkst du nicht, dass er Schuld ist? Ich bin wirklich sauer und ich kann nicht verstehen, wie Milo ihn so in Schutz nehmen würde. Gott, wenn ich den Typen sehen würde, ich würde... ich würde...“ Knurrend biss sich Janis auf die Unterlippe und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Was ich denke?“
„Ja, Lil, wie denkst du darüber.“
„Das würdest du nicht nachvollziehen können.“
„Und wieso nicht?“
„Weil du den IQ einer Banane hast!“
Seine kleine Schwester war wirklich nicht immer die beste Hilfe und dennoch schaffte sie es immer wieder, die tobende Flamme in ihm ein wenig zu bändigen. Grinsend schüttelte Janis nur den Kopf und murmelte ein leises „Oh man“.
Als Lilly jedoch kurz fluchte und ihren Kopf von dem kleinen Fernrohr am Teleskop hob und auf die Straße herunter schaute, wurde auch Janis stutzig. Normalerweise konnte Lilly so schnell nichts aus der Fassung bringen.
„Was ist los?“, fragte Janis ohne aufzustehen und selber nachzusehen. Falls das nämlich eines ihrer komischen Tricks sein sollte, wollte er auf keinen Fall ihr Opfer sein.
„Was wolltest du nochmal mit Shawn anstellen, wenn du ihn sehen solltest?“, fragte Lilly langsam und streckte ihren Kopf ein wenig über das Geländer des Balkons.
„Wieso?“, fragte Janis, stand nun doch auf und stellte sich neben sie. Als er ihrem Blick folgte, blieb ihm fast die Luft weg. Aus dem Taxi stieg eine Person und ging zögernd den Weg zum Hauseingang entlang. Ohne weiter darüber nachzudenken, lief Janis ins Haus, sprang fast die komplette Treppe herunter und stürmte nach draußen in die Nacht. Als die fremde Person den Teenager auf sich zurennen sah, blieb der Fremde stehen. Als ein fahrendes Auto mit seinen Lichtscheinwerfern das Gesicht für ein paar Sekunden erhellte, brannten in Janis alle Sicherungen durch. Mit einem Sprung landete er auf dem Fremden und riss ihn zu Boden.
„Shawn“, knurrte Janis und packte ihn am Kragen.
„Und du bist?“, fragte Shawn trocken, der noch immer auf dem Boden lag und in die goldbraunen Augen seines Angreifers schaute.
„Wie konntest du das meiner Schwester antun!“, fauchte Janis wieder und versuchte den Wunsch zu unterdrücken, Shawn jetzt eine reinzuhauen. Er fühlte sich wie eine tickende Zeitbombe – ein falsches Wort, eine falsche Mimik und er würde komplett ausrasten.
Der rothaarige, junge Mann legte die Stirn und Falten und dachte kurz nach.
„Janis?“, fragte er irgendwann zögerlich und versuchte sich aufzurichten, doch Janis schmiss ihn sofort wieder zu Boden.
„Was willst du hier?“
„Das... weiß ich noch nicht, aber wenn du mich aufstehen lassen würdest, dann könnte ich versuchen es dir zu erklären.“ Nach kurzem zögern ging Janis schließlich von Shawn runter und ließ ihn aufstehen. Abwartend verschränkte er wieder die Arme vor der Brust und verengte die Augen zu kleinen Schlitzen.
„Also?“, fragte er scharf und ging einen Schritt näher auf Shawn zu, der sich erst einmal den dreck aus den Klamotten klopfte.
„Du bist groß geworden. Und stark“, stellte er überrascht fest und musterte die ältere Version von dem kleinen Jungen, den er damals kennengelernt hatte. Als Antwort gab Janis nur ein abfälliges Schnauben von sich.
„Okay...“ Die Miene des unerwarteten Besuchers verdunkelte sich. „Scheinbar bin ich nicht nur ihr eine Erklärung schuldig.“

* * * *
„Shawn!“
Fassungslos stand Milo im Türrahmen und sah seinem besten Freunden seit langer Zeit das erste Mal wieder direkt in die Augen. Das Janis direkt an ihm vorbei in die Wohnung ging und in seinem Zimmer verschwand, bemerkte er gar nicht. Seine Augen waren nur auf seinen besten Freund gerichtet. Die letzten Wochen haben ihm sehr zugesetzt. Dunkle Ränder zeichneten sich unter seinen traurigen Augen ab. Seine sonst so gestylten Haare sahen aus, als wäre ein kräftiger Windstoß durchgefegt – jede Strähne lag in eine andere Richtung, standen teilweise auch ab. Mehr als ein müdes Lächeln konnte Shawn nicht aufbringen - als hätte man ihm seine letzten Kräfte genommen.

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„Willst du … reinkommen?“, fragte Milo etwas unsicher, öffnete die Tür noch weiter und wies mit einer Handbewegung in den Flur. Das Entsetzen stand Milo ins Gesicht geschrieben, was Shawn natürlich nicht entging. Entschuldigend schaute er an sich runter und zuckte grinsend mit den Schultern.
„Was soll ich sagen...“, setzte er an und sein Blick verfinsterte sich wieder, „...ich hatte schon bessere Tage. Aber ich bin jetzt wieder da und wollte einmal kurz...“
Sein Blick wanderte an Milo vorbei und blieb an dem jungen, hübschen Mädchen hängen, das regungslos hinter Milo stand. An dem Mädchen, dass er tagtäglich in seinen Träumen sah. In seinen Albträumen. Die blauen Augen starrten ihn genauso geschockt an, wie er sich fühlte.
„Mira“, flüsterte er mit bebender Stimme und seine Augen schauten sie mit einem Ausdruck an, den sie bis heute nicht deuten konnte. Zu viele Emotionen lagen in diesem Blick. Freude, Trauer, Panik, Verwirrung.

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Alle Gefühle spiegelten sich abwechselnd in seinen Augen wieder und Shawn sah aus, als würde er gleich ohnmächtig werden. Ehe Milo etwas sagen, oder gar reagieren konnte, hob Shawn seine Hand und murmelte ein „Tschüss“, machte auf dem Absatz kehrt und ging mit schnellen Schritten weg. Ohne zu überlegen, schlüpfte Mira in die ersten Schuhe, die sie finden konnte und stürzte zur Tür raus. Milo wollte schon hinterher rennen, wurde aber von Lilly am Arm zurück gehalten. Als er sie fragend ansah, schüttelte sie nur den Kopf und sah zur offenen Tür raus. War das wirklich Shawn? War das sein bester Kumpel gewesen, der sich seit Wochen nicht mehr gemeldet hatte und jetzt, wie aus dem Nichts, an der Haustür auftauchte?

* * * *

Obwohl Shawn nicht wirklich rannte, hatte Mira Schwierigkeiten hinterher zu kommen. Immer wieder rief sie laut seinen Namen in die pechschwarze Nacht, doch er schien sie nicht zu hören. Der Untergrund, auf dem sie lief, veränderte sich. Der sonst so weiße Sand, sah durch den wolkenverhangenen Mond nun grau aus und das sonst so ruhige Meer warf seine Wellen mit einer Wucht gegen die Klippen, dass es angsteinflößend war. Nachts sah alles anders aus, und doch fürchtete Mira sich nicht. Zu tief saß diese Schocksekunde, als sie in sein Gesicht geschaut hatte. Noch schlimmer war die Sekunde, in der er ihr den Rücken zugekehrt hatte und verschwand. Schon wieder. Dieses Mal wollte sie ihn aber nicht gehen lassen.

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Doch nun stand sie an diesem dunklen Strand und der Wind lockerte vereinzelte Haarsträhnen aus ihrer Frisur und blies sie ihr ins Gesicht. Die Dunkelheit hatte ihn verschluckt und so sehr sie sich auch anstrengte, sie konnte ihn nicht finden. Das Gefühl, dass ihr schon wieder etwas wichtiges genommen wurde, war schwer zu ertragen. Verzweiflung, Traurigkeit und Wut über sich selbst, waren nur ein Bruchteil der Gefühle, die sie mit einem Mal überrumpelten.

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Ihre Knie zitterten so stark, dass sie die Last ihres Körpers nicht mehr halten konnten und einknickten. Das brennen in den Augen nahm überhand und kleine Tränen tropften auf den kalten Sand. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und immer wieder schlug sie wütend auf den Sand ein. Wie konnte er das nur wieder machen? Wie konnte er sie wieder so alleine lassen, wo er doch sicher der Einzige war, der sie verstehen konnte? Der Wind wehte durch ihre durchnässten Klamotten und hinterließ eine Gänsehaut auf ihrem gesamten Körper. Wie erbärmlich, dachte sie sich und spürte eine heiße Träne die Wange entlang gleiten. Langsam richtete sie sich wieder auf und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Plötzlich hielt sie in ihrer Bewegung inne. Etwas schweres lag auf ihrer Schulter und erschrocken drehte sich Mira zur Seite. Eine dunkle Gestalt mit Kapuze stand neben ihr.

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Die Haare verdeckten sein Gesicht und seine Haltung wirkte bedrohlich. Erst, als die Wolken den Mondschein wieder auf die Erde schienen ließen, erhellte sich auch das Gesicht der Person vor ihr. Die Hand schwebte noch immer an der Stelle, an der zuvor ihre Schulter gewesen war. Zögerlich zog er sie zurück und streifte sich mit beiden Händen die Kapuze vom Kopf.

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„Shawn!“, hauchte Mira und starrte ungläubig auf den jungen Mann vor ihr. Immer wieder schaute er sich um und Mira konnte seine Gedanken erahnen. Schnell sprang sie auf und klammerte sich an seinen Arm. Etwas verdutzt schaute Shawn an sich herunter und spürte, wie ihr ganzer Körper zitterte. Es war wirklich kühl geworden und sie stand in nichts weiter als T-Shirt und kurzer Hose vor ihm. Ein kleines Lächeln bildete sich auf seinen Lippen, als er sich an dem freien Arm aus der Jacke befreite.
„Darf ich?“, fragte er nur und löste Miras Hände von seinem Arm. Als sie ihren Blick hob, war es wie ein Stich ins Herz. Ihre Augen waren rot verquollen und noch immer rannen ihr kleine Tränen die Wangen herunter. Als er sich vollends seine Jacke ausziehen konnte, legte er Mira die Jacke um die Schultern. „Besser?“, fragte er und lächelte zufrieden als Mira nickte. Gerade wollte er sich wieder umdrehen, als sie erneut seinen Arm umklammerte. Wieso machte sie es ihm nur so schwer?
„Geh nicht“, flüsterte sie mit gesenktem Kopf. Obwohl das Rauschen der Wellen laut war und der Wind jedes Wort verschlucken müsste, verstand er sie. Sollte er gehen? Oder doch bleiben?
Doch durfte er so einfach wieder ohne eine Erklärung verschwinden? Innerlich bereute er es schon fast, hierher gekommen zu sein.
Er schloss seine Augen und dachte nach.
„Okay“, sagte er und führte Mira, die noch immer an seinem Arm hing, weiter abseits vom Strandabschnitt zu einer windgeschützten Stelle.

Sofort wurde es deutlich angenehmer. Die Luft war durch den fehlenden Wind nicht mehr ganz so kühl und das rauschende Meer war nur noch als Hintergrundgeräusch wahrzunehmen. Lange saßen Beide da und wussten nicht was sie sagen sollten. Während Shawn darüber nachdachte, wie er das längst überfällige Gespräch beginnen sollte, stieg in Mira der Druck an, etwas zu sagen, ehe Shawn einfach aufstehen und verschwinden würde.

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„Du hast sicher viele Fragen, oder?“ Wieder war es Shawn der sprach. Während er das fragte, vermied er jeden direkten Blickkontakt. Sein Blick ging in die Ferne – raus aus Meer. Der Mond schien ihm direkt ins Gesicht und zeigten deutlich die Auswirkungen der letzten Monate. Als sie ihn kennen gelernt hatte, war er so auf sein Aussehen fixiert gewesen, dass ihm nichts wichtiger zu sein schien, als perfekt auszusehen. Doch nun waren seine Augenringe schon so tief, dass sie sich auf seiner Haut abgesetzt hatten und durch neue überlagert wurden. Die sonst so ebenmäßige Haut in seinem Gesicht war übersät mit kleinen Falten, die besonders tief auf seiner Stirn saßen. Er sah deutlich älter aus, als er eigentlich war und irgendwie konnte Mira nicht anders und gab sich die Schuld dafür.

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„Es tut mir leid“, sagte sie und konnte das kleine Schluchzen nicht unterdrücken. Etwas verwirrt sah er Mira an.
„Was tut dir leid?“
„Das... alles!“
Shawn musste kurz auflachen und schüttelte den Kopf.
„Wenn sich einer entschuldigen muss, dann ich“, sagte er und lächelte sie ungläubig an. Wie konnte sie nur denken, dass es ihre Schuld sei?
„Nein“, erwiderte Mira stur und steigerte sich immer weiter in ihre Schuldgefühle rein.
„Wenn ich nicht so blöd gewesen wäre... Wenn ich nicht so dumm gewesen wäre...“, doch sie konnte ihre Sätze nicht beenden. Sie wusste selbst nicht, wo sie anfangen sollte mit der Auflistung, wie alles anders gekommen wäre, wenn sie alles anders gemacht hätte.
Immer noch fassungslos starrte Shawn auf das kleine Häufchen elend neben ihm. Gedanken und Gefühle schossen ihm durch den Kopf, die er versuchte zu ignorieren, was wirklich alles andere als leicht war.

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Mira hatte ihre Arme um die angezogenen Knie geschlungen und schluchzte leise vor sich her.
„Nichts davon ist deine Schuld. Wenn überhaupt, muss ich mir Vorwürfe machen. Ich hätte es dir sagen müssen. Ich hätte es euch allen sagen müssen.“
„Du... wusstest es?“ Ungläubig starrte Mira ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Doch ehe sie ihm an die Kehle springen und anbrüllen konnte, erzählte er weiter.
„Liz hatte mich gebeten, es niemandem zu sagen. Nicht einmal dir. Sie hatte Angst, dass ihr euch ihr gegenüber anders verhalten könntet. Im Nachhinein war sie eine tickende Zeitbombe und ich bereue es jeden Tag euch nicht gewarnt zu haben. Ich war mir dem Risiko bewusst und hab es für mich behalten. Und als ich dann dieses Foto von euch sah... Ihre Augen...“ Sein Blick senkte sich und er biss sich auf die Lippe um nicht loszubrüllen. Er hatte mit niemanden darüber geredet und dann ausgerechnet Mira das zu erzählen war die reinste Folter. Er wusste, dass sie ihn hassen würde – wenn sie es nicht schon tat. Er hätte es ihr nicht verübeln können, er hasste sich ja selbst dafür.
Als er das warme pochen seiner Lippe spürte und ein bisschen Blut in seinem Mund schmeckte, atmete er einmal tief durch und fuhr mit seiner Erklärung fort.
„Auf dem Foto hatte ich es gesehen. Ich war mir nicht sicher, ob ich deswegen umkehren sollte oder nicht, aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass da etwas faul sein würde. Also drehte ich unter dem Vorwand mein Portemonnaie vergessen zu haben um und ...“
Diesen Teil seiner Erinnerung rief er sich ungern zurück in sein Gedächtnis. Musste er auch nicht. Jede Nacht spielte sich diese Szene vor seinen Augen ab. All die Farben, die auf ihn schossen, wie ein Maschinengewehr. Rot. Blau. Schwarz. Grün. Auch wenn er diese Farben nur verschwommen sah, konnte er sie ohne mit der Wimper zu zucken zu ordnen und dem ganzen Farbklecks die verdrängte Szene entlocken. Das Blut auf dem Boden. Die blauen leblosen, aufgerissenen Augen. Die schwarzen Haare, die teilweise in den roten Pfützen auf dem Boden lagen und zum Schluss, der grüne Blick, der ihn geisteskrank anbrüllte.

All diese Erinnerungen kamen zurück und trafen ihn mit einer Wucht, die ihm schlecht werden ließ. Sein Puls raste und innerlich schien er durch die Gefühlskonfrontation zu explodieren. Als er zitternd zur Seite schaute und in Miras blaue Augen sah, verschwand all seine Stärke und er sackte in sich zusammen.

Auch wenn Mira zuerst wütend gewesen war, weil er ihr all das verschwiegen hatte, konnte sie nicht anders, als ihn zu umarmen. Sie hatte sich hinter ihn gesetzt, sich auf seinen Rücken gelehnt und ihre dünnen Arme um seinen Oberkörper geschlungen.
„Es ist nicht deine Schuld“, flüsterte sie ihm ins Ohr und spürte, wie das zittern weniger wurde. „Du bist der Grund, warum ich noch lebe. Du hast mich gerettet. Niemand hätte es vorhersehen können. Du hast mich gerettet, alles andere ist für mich unwichtig. Und jetzt werde ich dich retten.“
Ihre Worte schienen ihre Wirkung zu zeigen, denn langsam drehte er sich zu ihr um und sah sie an.
„Das kann ich nicht verlangen“, hauchte er und ihr Gesicht spiegelte sich in seinen glitzernden Augen wieder. Ehe sie sich versah, lag ihr Gesicht in seiner warmen Hand und seine Lippen auf ihren.

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Eine Sekunde. Mehr braucht es nicht, um ein Leben zu ändern. Oder zu retten.

Irgendwie ist dort ein ziemlich großer Abschnitt ohne Bild ^__^' Ich werde nochmal nachträglich welche machen und sie hier in den nächsten Tagen ergänzen. Tut mir Leid °_°
__________________
Wer am Tag träumt, wird sich vieler Dinge bewußt, die dem entgehen, der nur nachts träumt.

Edgar Allan Poe
(1809 - 1849), US-amerikanischer Journalist, Dichter und Literaturkritiker

Geändert von Minchen (16.10.2015 um 19:25 Uhr). Grund: Bilder nachträglich eingefügt
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Folgende 9 Benutzer sagen Danke zu Minchen für den nützlichen Beitrag:
BeccEEE (19.10.2015), Lukinya (06.10.2015), Mari (05.10.2015), Minuial (04.10.2015), Schattenfell (05.10.2015), Schmusekatze (07.10.2015), Skyla (05.10.2015), Tausendfach (06.10.2015), Xana (06.10.2015)
 
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