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  #1 (permalink)  
Alt 23.04.2015, 16:16
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Simlisches Orakel
 

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Ich mag Genforschungen... und genau aus dem Grund hab ich mich auch wieder an eine herangetraut, nachdem mir die erste zu aufwändig wurde (4. Generation mit ungefähr 30 Haushalten. Waszurhölle) und mir bei den restlichen irgendwie die Spielstände abhanden gekommen sind...
Naja. Hier bin ich also! Macht euch gefasst auf viel Geschwafel, das hoffentlich zumindest ein bisschen an eine kleine Geschichte erinnert und dazwischen Bilder. Viele Bilder. Unbearbeitete Bilder. Eww.

Also. Damit der Post hier auch noch eine sinnvolle Funktion erfüllt, werde ich hier den Stammbaum posten, eine kleine Übersicht über die verwendeten Sims... und euch meine beiden Gründersims vorstellen.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~* ~*

Offizieller Teil:

Mein Sim:

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Liam Davis.

Merkmale:
Chaot
Begabter Koch
Athletisch
Chaot
Ehrgeizig


Und seine Partnerin:

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Emma Clarson von Minchen
[mein default-Skin hat ihre Schönheit ein bisschen geschreddert...]

Merkmale:

Fan des Übernatürlichen
Liebt die Natur
Tollpatschig
Kleptomanisch
Grüner Daumen

Stammbaum (ok, die Eltern der beiden sind fiktiv, aber sonst konnte ich Liam und Leila nicht als Geschwister kennzeichnen)

Übersicht:
Generation 1:
Liam Davis + Emma Clarson (von Minchen)
Leila Davis + Aaron McGarrett (von nitu)

Generation 2:
Noelle Clarson
Faye Clarson
Nathanael McGarrett

Kapitelübersicht:
Part I
Part II
Part III
Part IV
Part V
Part VI
__________________
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Geändert von Minuial (11.10.2015 um 22:38 Uhr).

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  #2 (permalink)  
Alt 23.04.2015, 16:26
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Simlisches Orakel
 

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Part I


"Ich könnte im Buchladen jobben."
Ich hatte mich so an die nur vom Tastenklappern durchbrochene Stille gewöhnt, dass mir jetzt, als Emma plötzlich sprach, vor Schreck beinahe das Ei aus der Hand gefallen wäre.

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"Nicht gut?", hakte sie nach ein paar Sekunden nach, als ich keine Antwort gab und präsentierte mir sofort einen neuen Vorschlag, "Im Sportzentrum? Kleinen Kindern Turnen beibringen! Klingt doch gut."
Ich zog eine Augenbraue nach oben, während ich mir die mehligen Hände an meinem Pullover abwischte und mich zu ihr umwandte.
Ihr Blick klebte noch immer auf dem Bildschirm, ihre Finger huschten flink über die klickenden Tasten.

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Emma im Sportzentrum?
Im Vergleich zu mir, der personifizierten Sportskanone, war Emma geradezu ein Bewegungsmuffel. Und eben jene wollte nun kleine, dicke, launische Kinder in einem Sportzentrum herumscheuchen und sie zu etwas motivieren, für das ich bei ihr schon mindestens eine Stunde wirklich gutes Zureden brauchte?
"Alles in Ordnung da oben?", fragte ich nach und tippte mir gegen die Stirn, schüttelte amüsiert den Kopf, als sie mir die Zunge herausstreckte. "Dir ist aber schon klar, dass du dann auch all die Sachen können musst, die du ihnen aufzwingst?"
Emma schnitt eine Grimasse und schien einen Moment nachzudenken. Ihre Finger schwebten unschlüssig über den Tasten, ich konnte die Zahnrädchen in ihrem Kopf fast rattern hören.
"Das ist es mir wert", verkündete sie schließlich und wenige Minuten später spuckte der Drucker eine Bewerbung aus, die sie mit ihrer sauberen Mädchenhandschrift ausfüllte.
Kopfschüttelnd wandte ich mich wieder dem Waffelteig zu und lauschte halbherzig Emmas Selbstgesprächen darüber, dass sie mir schon beweisen würde, dass sie genauso sportlich war wie ich.


"Was soll das bitte?", fragte Emma mich entgeistert, als ich ihr einen Teller mit Waffeln reichte und mich seelenruhig neben ihr auf einen Stuhl fallen ließ.

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Ich hatte die Zeit, die die Waffeln gebraucht hatten, genutzt, um mich in meine Sportklamotten zu werfen. Etwas, das Emma äußerst skeptisch stimmte, wenn ich ihrem Blick richtig interpretierte.
"Du wolltest mir doch beweisen, dass du genauso sportlich bist wie ich", gab ich spöttisch zurück und schob mir eine Gabel voll in den Mund, hatte Mühe, das Grinsen zu unterdrücken, das in meinen Mundwinkeln zuckte.
"Aber doch nicht jetzt! Himmel, Liam, es ist halb zehn Uhr morgens!", stöhnte sie theatralisch und malträtierte ihr Frühstück mit so grimmiger Miene, als hätte es sie aufs Äußerste beleidigt.
Ich zuckte mit den Achseln und setzte eine Unschuldsmiene auf. "Kleine Kinder musst du auch so früh schikanieren."
Emma grummelte irgendetwas, das wie "verdammte Sportler" klang und widmete sich dann mit Feuereifer der Aufgabe, ihre Waffeln zu Tode zu quälen.

"Okay." Mit grimmigem Gesicht kam Emma schlussendlich aus dem Schlafzimmer, als wir unser Frühstück beendet hatten. Was auch immer sie allerdings so lange da drin getrieben hatte, sie schien keinen Gedanken daran verschwendet zu haben, sich irgendetwas Sporttaugliches auszusuchen. Außer, ich hatte irgendeine verquere Modeerscheinung verpasst, allerdings wagte ich diese Begründung auszuschließen.
"Emma?", fragte ich schließlich und hielt mitten in der Bewegung inne, beobachtete sie einen Moment dabei, wie sie im Hampelmann auf- und abhopste und dabei ihre Ketten klirrend gegeneinanderschlugen.

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"Was ist?"
"Dein Ernst?"
Mit in die Hüfte gestemmten Händen wandte sie sich zu mir um, warf mir einen finsteren Blick zu. "Meine Sportkleidung ist in der Wäschetonne und ich muss später ohnehin noch weg. Also mecker nicht!"
Es erschien mir klüger, sie nicht auch noch auf ihre unpraktischen Ketten anzusprechen, also zuckte ich nur mit den Schultern und wechselte das Thema. "Du solltest ihnen vielleicht zuerst beibringen, sich aufzuwärmen."

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Sie begnügte sich mit einem Nicken und ahmte meine Körperhaltung nach, befolgte auch meine nachfolgenden Anweisungen. Nicht besonders freudig zwar - ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, ein wenig gegen meinen liebsten Sportmuffel zu sticheln - aber sie tat ohne großartiges Murren alles, was ich von ihr verlangte.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Ein paar Tage später war es endlich warm genug, damit Emma einem ihrer Hobbies nachgehen konnte: Gärtnern. Es war mir ein Rätsel, wie sie Spaß daran haben konnte, im Dreck zu wühlen, aber solange sie glücklich damit war, an der frischen Luft zu sein...

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Ich beobachtete sie ab und an durch das Fenster, während ich mich für meine Arbeit im stadtbekannten Bistro fortbildete. Mein Chef - ein widerlicher, jähzorniger Schleimbeutel übrigens - hatte sich in den Kopf gesetzt, dass wir eine neue Speisekarte brauchten und auf der prangten nun natürlich exotische Gerichte, deren Namen mir schon allein beim Lesen beinahe die Zunge brachen. Aber wenn ich den stattlichen Lohn, den ich dort einstrich, behalten wollte - den wir auch für die Miete dringend nötig hatten -, musste ich eben die Zähne zusammenbeißen und mich weiterbilden.


Und die Zähne musste ich auch zusammenbeißen, als ich ein paar Stunden später im Bistro eintraf und meinen Chef erblickte, der an einem der Tische saß und munter mit einer deutlich jüngeren Frau herumturtelte.

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Wie auch immer er es jedes Mal schaffte, irgendeine Frau aufzureißen... Das einzige, was mir diesen widerlichen Anblick erträglicher machte, war Gina, meine Kollegin in der Küche. Wir schlossen Wetten darauf ab, ob er es schaffte, das Mädchen - es widerstrebte mir, sie mit ihrem kindlichen Gesicht als Frau zu bezeichnen und das vergrößerte den Ekel vor meinem Boss noch mehr - herumzukriegen.

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Bis zum Ende unserer Schicht wechselten wir uns damit ab, wie zufällig nach draußen zu gehen und einen Blick auf die beiden zu werfen - aber nie passierte irgendetwas erwähnenswertes. Sie plauderten, berührten ab und an wie zufällig die Hände des anderen, aber dabei blieb es auch.

Ich war froh, als meine Armbanduhr das Ende der Schicht verkündete. Noch länger hätte ich das ekelhafte Gesülze, mit dem mein Boss seine Flamme dazu überreden wollte, noch mit zu ihm nach Hause zu kommen, nicht ertragen. Erleichtert seufzend verabschiedete ich mich von Gina, stieg in meinen Wagen und machte mich endlich auf den Heimweg.
Als ich die Haustür aufschloss, überraschte ich allerdings Emma an der Staffelei.
Sie hatte das Ding auf einem Flohmarkt gefunden und zusammen mit ein paar leicht vergilbten Leinwänden zu einem Spottpreis erstanden, jedoch hatte keiner von uns es bisher je angerührt. Und während ich Emmas Kritzelei betrachtete, wurde mir auch schlagartig klar, wieso.

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Ihr schien es zunehmend peinlich zu sein, dass ich ihr Geschmiere sah, deshalb wandte ich mich diskret ab und begann damit, ihr von der neuesten Eroberung meines Chefs zu erzählen. Zumindest so lange, bis mich das Klingeln meines Handys unterbrach.
"Herr im Himmel", stöhnte ich, als ich den Namen auf dem Display erkannte, "wenn man vom Teufel spricht..."

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Mit einem ergebenen Seufzen nahm ich das Gespräch an, fand mich schon bald in einer wüsten Schimpftirade wider, was Gina und ich uns einbildeten, ihn so zu bespitzeln und dass derlei Verhalten, sollte es noch einmal vorkommen, ernsthafte Konsequenzen haben würde.
Emma währenddessen nutzte meine Abgelenktheit aus, um ihr Gemälde unauffällig verschwinden zu lassen.
"Hören Sie", setzte ich in einer kurzen Sprechpause meines Chefs an, "ich verspreche, es kommt nicht wieder vor. Nie wieder. Ehrenwort."
Dass ich dabei zwei Finger hinter dem Rücken kreuzte, musste er ja nicht wissen.
Das letzte, was ich von ihm hörte, war ein wutentbrannt geschnaubtes "Na schön", dann fiepte mir die unterbrochene Leitung ins Ohr.
"Himmel, wenn er nicht will, dass wir ihn sehen, sollte er seine Frauen nicht in sein Bistro bringen!", stöhnte ich und rieb mir die Schläfen, legte das Telefon auf die Küchentheke und schob mich an Emma vorbei, die gerade wieder aus ihrem Zimmer kam, um mich endlich von den nach diversen verschiedenen Gewürzen und Fett stinkenden Arbeitsklamotten zu befreien.
"Was hältst du davon, wenn wir zusammen kochen?", schlug ich schließlich vor, als ich wieder in der Küche stand und machte eine ausholende Geste, die Emma, mich, den Herd und den Kühlschrank umfassen sollte.

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Sie legte den Kopf schief, lächelte dann aber. "Woran hast du denn gedacht?"
Ich machte ihr ein paar vage Vorschläge, während ich die Lebensmittel im Kühlschrank hin- und herschob.
Emma übernahm das Kleinschneiden der Zutaten und während ich darauf wartete, dass die Pfanne heiß wurde, warf ich ihr aus dem Augenwinkel einen verstohlenen Blick zu. Sie war so hübsch. Etwas, das mir schon oft aufgefallen war, aber gerade jetzt traf es mich mit unerklärlicher Wucht.
Ich mochte es, wenn sie sich auf die Lippe biss, wenn sie sich konzentrierte oder wenn sie sich eine Strähne hinters Ohr strich, wenn sie nervös war. Ich mochte es, dass sie nie an einer Blume vorbeilaufen konnte, ohne an ihr zu riechen und dass sie mir jeden einzelnen Baum benennen konnte, wenn wir zusammen zu Fuß einkaufen gingen. Ich mochte es, dass sie meinen Sticheleien so spielend leicht Paroli bieten konnte und dass sie für mich da war, wenn ich mich über irgendjemanden ärgerte.
Ich mochte sie, das wurde mir in diesem Moment klar.
Ich mochte sie wirklich.

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Geändert von Minuial (15.09.2015 um 11:39 Uhr).
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Alt 23.04.2015, 16:47
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Aaaaawwww Minu, Minu, Minu, Minu ♥
Du hast es getan und ich muss dir sagen: Danke! Ich hab es mir soo gewünscht und endlich präsentierst du uns eine weitere Genforschung von dir
Und Liam ist soooo hot! Er kann ruhig öfters, nein, immer oben ohne rumrennen. Gott ... dieser Körper... ♥
Ich liebe seinen Charakter. Der ist so einmalig. Wie beschreibt man nur so einen Charakter? Ich würde ihn als kantig einstufen. Hart und kantig mit einem liebevollen Kern. So wie Männer halt sein sollen Hach, du weißt einfach wie man Männer schreibt und das liebe ich so an deinen Texten.
Und Emma ist toll! Genauso hab ich mir Emmalein immer vorgestellt - witzig, frech und einfach nur liebenswert - und ihre Frisur ist ja der wahnsinn! Die steht ihr unheimlich gut und ich finde sie wiiirklich hübsch bei dir. Ich weiß echt nicht was du hast Ò.Ó
Gott ich bin so gespannt wie die Kinder später aussehen werden ♥ Und wenn du schnell genug bist, krieg ich sie vielleicht auch noch unter xD

Auch wenn ich das immer und immer wieder sage: Dein Schreibstil ist toll und ich freue mich schon auf weitere wundervolle textreiche Kapitel von dir
__________________
Wer am Tag träumt, wird sich vieler Dinge bewußt, die dem entgehen, der nur nachts träumt.

Edgar Allan Poe
(1809 - 1849), US-amerikanischer Journalist, Dichter und Literaturkritiker
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Minuial (23.04.2015)
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Alt 23.04.2015, 20:00
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Jaay, Minu hat eine Genforschung abgefangen ♥

Liam ist toll *-* Und ich kann Minchen nur zustimmen in dem, was sie zu seinem Charakter gesagt hat x3 Emma und Liam passen super zusammen... und... die letzten Sätze Loooos, Liam, gib dir nen Ruck ^-^ Ihr passt klasse zusammen!

Okay.
Minu.
So. *räusper*
Du weißt, was jetzt kommt
Ich liebe, liebe, liebe deinen Schreibstil Ich wusste nicht, was mich in einer GF von dir erwartet und hat sehr erwartungsvoll das Kapitel hier angefangen. Und dann... War es plötzlich aus und ich hab gemerkt, dass ich ja gerade gelesen hab xD Ich hab tatsächlich nicht mal gemerkt, dass ich in dem Moment gelesen hab xD Also, du hast wirklich flüssiger als flüssig geschrieben und nochmal, ich finde die Art, wie die Zwei so miteinander reden, oder vor allem was Liam zu ihr sagt und wie sie sich verteidigt, so süß x3

Vielleicht ist es gut, dass ich grad noch keine Genforschung starten kann... wenn ich anfange, dann seid ihr hoffentlich alle so weit, dass ich für die zweite Generation eine große Partnerauswahl habe

__________________


Eine Katze ist nur technisch gesehen ein Tier, ansonsten ist sie göttlich.
(Robert Lynd)

blubba. Für sprudelige Kessel in knurkligen Schauern!
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Minchen (23.04.2015), Minuial (23.04.2015)
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Alt 24.04.2015, 18:10
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Awww, dankeschön, ihr zwei für eure wundertollen Kommentare!
Da macht das Schreiben und Spielen ja gleich noch mehr Spaß, wenn es euch auch gefällt x3
Freut mich auch, dass mein Männchen gut ankommt, ich hab immer die Befürchtung, dass sie zu... weiblich? wirken. So... fluffig und unmännlich xD Aber dann passt es ja, obwohl ich das Bild jetzt gleich wahrscheinlich arg zerstöre, das ihr von meinem Liam habt... *hust*

Und ja, Beeilung... ich bin schon einigermaßen weiter, also wenn ich mit dem Posten hinterherkomme, dann dürfte das mit dem Unterkriegen kein Problem sein

#################################################

Part II


Ein paar Tage später hatte ich das Haus für mich.
Emma fand zunehmend Gefallen daran, kleine, dicke, schwitzende Kinder quer durch die Turnhalle zu treiben und übernahm deshalb sogar freiwillig die Schichten einer Kollegin, die - dank Schwangerschaft und dem Rattenschwanz an negativen Eigenschaften, der damit verbunden war - kaum mehr das Haus verlassen konnte.
Ich währenddessen hatte mit einem ganz eigenen Rattenschwanz an Problemen zu kämpfen, der immer dann, wenn Emma und ich uns abends gemeinsam einen Film ansahen, joggen gingen oder uns länger als den üblichen, genuschelten Morgen-Smalltalk miteinander unterhielten, aus der Versenkung auftauchte.
Abwesend starrte ich auf das, was in der Pfanne vor sich hinbrutzelte, konnte mich gewisser Gedanken nicht erwehren, die allesamt um meine Mitbewohnerin kreiselten.

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Es war ja nicht so, dass ich verliebt war. Diesen Gedanken schob ich ähnlich weit von mir wie anstehende Zahnarztbesuche oder das Telefonat mit meinen Eltern, das einmal pro Monat fällig war.
Es war nur... ja, was?
Seufzend wendete ich mein Mittagessen, schüttelte den Kopf über mich selbst. Das war doch lächerlich. Wie lange kannte ich Emma jetzt? Sechs, sieben Jahre. Noch nie war mir irgendetwas anderes in den Sinn gekommen, als sie als eine Art Schwester zu betrachten. In der Highschool hatte man uns des Öfteren angedichtet, ein heimliches Pärchen zu sein, sogar dann, als jeder von uns seine eigene Beziehung geführt hatte. Warum sollte sich dieses geschwisterähnliche Bild jetzt so rabiat geändert haben?
Und, vor allem: Wo kam dieser plötzliche Umschwung her, der in meinem Inneren tobte und sich nicht abstellen ließ?

Frustriert schnaubend befestigte ich schließlich einen Klebezettel an der Kühlschranktür, auf dem ich Emma mitteilte, dass ich in der Stadt wäre. Jeglicher Versuch, mich im Haus auf andere Gedanken zu bringen, ging grandios schief - was mich angesichts der Tatsache, dass meine Mitbewohnerin so verdammt präsent war überall, nicht besonders wunderte.
Den Haustürschlüssel warf ich in den Briefkasten - zur Sicherheit, denn manchmal neigte Emma dazu, ihren eigenen in irgendeiner Hosentasche zu vergessen. Und diese verschwand natürlich in dem Chaos, das in ihrem Kleiderschrank herrschte.
Ich parkte in der Nähe des Bistros - der einzige Parkplatz in dieser verdammten Stadt, der wenigstens halbwegs bezahlbar war auf Dauer! - und schlenderte ziellos durch die Innenstadt.
Nach einem wenigstens halbwegs erfolgreichen Besuch im Buchladen machte ich schlussendlich eine Pause von dem Herumgerenne, ließ mich auf eine Bank fallen und blätterte ziellos in dem Buch herum, das ich gerade erstanden hatte.

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Keine allzu spannende Lektüre, aber es reichte, um mich wenigstens kurzzeitig auf andere Gedanken zu bringen. Zumindest so lange, bis mein Handy vibrierte und mir damit das Eintreffen einer Nachricht ankündigte.
"Bin zuhause und hab geklopft. Wo seid du und dein rettender Schlüssel?", blinkte mir entgegen, was mir ein amüsiertes Glucksen entlockte. Bevor ich allerdings meine Antwort tippen konnte, brummte es erneut in meiner Hand. "Briefkasten. Ich Genie. Bist du auch da drin?"
Ich verfasste eine ähnlich ironische Antwort, ehe ich mich von der Parkbank stemmte und mich auf den Weg machte, meiner Lieblingsknalltüte Gesellschaft zu leisten.


"Ich weiß gar nicht, was die dumme Pute von mir will. Es ist immerhin nicht meine Schuld, dass dieser kleine Klops auf die Nase gefallen ist. Wenn sie ihn nicht ständig mit Süßigkeiten vollstopfen würde, dann könnte er auch seine Füße beim Laufen sehen und wäre nicht über das Sprungbrett gestolpert!", schimpfte Emma erbost vor sich hin und blätterte eine Seite des Erziehungsratgebers, den eine ebenso wütende Mutter ihr in die Hand gedrückt hatte, unnötig heftig um.
Froh darüber, dass ich von Emma abgewandt war, rollte ich mit den Augen und musterte dann kritisch unser neues Problemkind. Eigentlich hatte ich vorgehabt, endlich einmal den dämlichen Kanal auszuprobieren, den wir seit geraumer Zeit abbestellen wollten, es bisher allerdings nie geschafft hatten. "Fun and Fit" schimpfte es sich, was an sich schon idiotisch klang - aber der kleine Sportfreak in mir wollte ihm eine Chance geben.
Allerdings hatte Emma mir, nachdem ich gerade einmal das Haus betreten und in meine Sportklamotten geschlüpft war, eröffnet, dass der Fernseher sich mit einem Knall, Gestank und Gezische verabschiedet hatte.
Und genau deshalb stand ich jetzt hier und stocherte mit einem Schraubenzieher in den Innereien unserer Flimmerkiste herum, während Emma sich seit einer halben Stunde über diese Frau aufregte.

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"Emma!", zischte ich irgendwann genervt ihren Namen, als sie das Buch mit einem Knall auf die Tischplatte fallen ließ und ich vor Schreck beinahe irgendein Kabel herausgerissen hätte.
Emma zog einen Flunsch und verschränkte die Arme vor der Brust, erinnerte mich damit eher an ein schmollendes Kleinkind als an eine zwanzigjährige Frau.
"Ich lasse mir doch nicht von so einer aufgeblasenen Tussi sagen, dass ich eine schlechte Lehrerin wäre! Wenn sie nicht...-"
"Wenn sie ihn nicht mit Süßigkeiten vollstopfen würde, wäre das nicht passiert. Ja, ich weiß. Das sagst du die ganze Zeit, aber davon kannst du dir auch nichts kaufen!", nahm ich ihr den Satz vorweg, zog an dem - hoffentlich - richtigen Kabel und erschrak erneut, als diesmal Emmas Handfläche auf die Tischplatte krachte.
"Du nimmst mich überhaupt nicht ernst!", fauchte sie wütend und verschwand türknallend nach draußen.
Perplex starrte ich ihr hinterher, konnte sie wenig später direkt vor dem Fenster an ihren Pflanzen herumzupfen sehen.

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"Männer", konnte ich sie abfällig schnauben hören.
"Frauen...", murmelte ich nur kopfschüttelnd und widmete mich wieder meiner Aufgabe.



*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ *~*~*

Am nächsten Morgen rauschte Emma kommentarlos an mir vorbei, schnappte sich ihren Schlüssel vom Brett neben der Haustür und verschwand.
Irgendetwas drückte hart und schwer auf meine Brust, der Toast, der mich vor wenigen Momenten noch so appetitlich angelacht hatte, drohte mich jetzt zu ersticken.

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Ich hasste es, wenn Emma sauer auf mich war.
Vielleicht war ich doch zu schnippisch zu ihr gewesen.
"Nimmst du ein Friedensangebot an?", schrieb ich ihr nach zwei Stunden, in denen ich mir den Kopf zermartert hatte über etwas, womit ich sie besänftigen konnte. Warum war es so schwer, etwas zu finden, wenn ihre Wut sich auf mich fokussierte?
Emma ließ mich zappeln - ihre eigene, kleine Rache, so vermutete ich - bis sie mir gnädigerweise ein "Vielleicht" als Antwort schickte.
Unweigerlich hob ein zaghaftes Lächeln meine Mundwinkel. Ich würde die Wogen schon zu glätten wissen.


"Friedensangebot also", durchbrach Emma die Stille, nachdem ich sie am Sportzentrum abgefangen und in meinen Wagen komplimentiert hatte. "Sieht eher nach Entführung aus."
"Ich kombiniere beides", erwiderte ich nur und warf ihr ein flüchtiges Grinsen zu.
Einen Moment lang blieben ihre Gesichtszüge so hart, wie sie schon seit gestern Abend waren, dann erschien ein Lächeln auf ihren Lippen.
"Du bist ein Arsch, Liam."
"Ich weiß."

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Bis ich auf einen Parkplatz einbog, der mit unzähligen, bunten Papierschleifen und Girlanden geschmückt war, löcherte Emma mich mit Fragen, wohin ich sie denn entführte. Ich schwieg eisern, wollte weder ihr die Überraschung verderben, noch mir meinen gesamten, restlichen Plan für den Abend versauen.
"Das Sommerfest?", kombinierte sie schließlich und ein spöttisches Lächeln, das ihr unwahrscheinlich gut stand, verzog ihre Lippen, "Kein besonders guter Ort, um jemanden verschwinden zu lassen."
"Habe ich doch gar nicht vor. Friedensangebot, schon vergessen?", gab ich zurück und schlug die Autotür zu, umrundete die Motorhaube und hielt ihr, ganz der Gentleman, der ich war, die Beifahrertür auf, "Aussteigen, Euer Gnaden."
Mein Plan war ein Erfolg. Emma wuselte aufgeregt zwischen all den Ständen herum, unterhielt sich mit ihren Freunden, die sie irgendwo im Getümmel aufgabelte und ließ dann und wann ihr glockenklares Lachen hören.
Ich ließ mich währenddessen zu einem Hot-Dog-Wettessen überreden.

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Und das, obwohl ich Hot Dogs eigentlich gar nicht mochte und genau wusste, dass mein Magen niemals über die Kapazität verfügte, solche Unmengen aufzunehmen.
"Du schaffst das!", brüllte Emma immer wieder, "Komm schon! Wir brauchen das Preisgeld!"
Am liebsten hätte ich ihr einen der widerlichen Hot Dogs ins Gesicht geworfen, aber das wäre wahrscheinlich mit einer Disqualifikation geahndet worden, deshalb musste ich mich beherrschen.
"Naja, du bist eben kein schneller Esser", stellte Emma schließlich feixend fest, als der Schiedsrichter das Ende verkündete.
Ich wollte ihr eine bissige Bemerkung an den Kopf werfen, wohin sie sich den Fraß nächstes Mal gern stecken konnte, hob allerdings dann doch nur einen Finger und rannte, als mein Magen ein bedrohliches Gurgeln von sich gab.
Mein Ziel waren die Herrentoiletten, aber so weit kam ich nicht mehr.

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"Herr im Himmel...", stöhnte ich gepeinigt, "Nächstes Mal kaufe ich ihr einfach irgendetwas, damit sie nicht mehr sauer ist..."
"Tust du?", hakte Emma grinsend nach und beäugte die Pfütze, die ich auf dem Boden hinterlassen hatte, mit angewidertem Gesichtsausdruck.
Ich gab lediglich ein warnendes Knurren von mir, scheuchte sie zu ihren dämlichen Schmuckständen zurück und machte mich kleinlaut auf den Weg, um Papiertücher aus den Toiletten zu holen.
Verdammte Hot Dogs. Verdammter Wettbewerb.


"Wie geht's dir jetzt?", hakte Emma nach einer Stunde Herumstromern vorsichtig nach, setzte sich zu mir an einen Tisch.
Ich zog eine Augenbraue nach oben, wandte mich ihr vollends zu. "Hast du auf dem Weg hierher deinen Spott verloren? Muss ich dir suchen helfen?"
Ich konnte es ihrem Gesicht ansehen, dass sie mir irgendeinen Spruch entgegenwerfen wollte. Umso überraschter war ich, dass sie ihn wieder herunterschluckte und ihre warme, weiche Hand auf meine legte.
"Kommst du mit Rollschuhlaufen?"
"Hä?", machte ich geistreich, konnte mit ihren Worten herzlich wenig anfangen, weil der Muskel in meiner Brust sich urplötzlich in einen Kolibri verwandelt zu haben schien.
Ihre Finger fühlten sich unsagbar gut an auf meiner Haut, nur mit Mühe widerstand ich dem Drang, meine Hand nach oben zu drehen, sie mit der ihren zu verschränken. Unangebracht!, schalt ich mich selbst, unangebracht, unangebracht, unangebracht!
"Da vorne. Die Bahn. Sportfreak. Lust?", fragte Emma im Telegrammstil nach, lächelte ein so liebenswürdiges Lächeln, dass ich, selbst, wenn mein Magen noch verrückt gespielt hätte, unmöglich hätte ablehnen können.

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"Du bist noch nie Rollschuh gelaufen?", hakte ich erstaunt nach, als Emma sich schmerzhaft fest an meine Hände klammerte und mir Zentimeter für Zentimeter folgte.
Emma schüttelte den Kopf und presste die Lippen zu einem schmalen Strich zusammen. "Ich verstehe nicht, dass du das rückwärts kannst! Wieso?!"
"Sportfreak", griff ich ihre äußert liebevolle Bezeichnung von vorhin auf und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln. "Du schaffst das schon. Ich passe auf dich a-..."
Mein letztes Wort ging in Emmas panischen Aufschrei unter, als ihre Füße in unterschiedliche Richtungen rollten. Sie riss sich von mir los, fuchtelte mit ihren Armen herum, versuchte, ihr Gleichgewicht wiederzubekommen - und scheiterte glorreich.
So glorreich, dass sie mich gleich mit sich zu Boden riss.

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"Uff", machte sie dumpf und blieb einen Moment liegen, was ich dazu nutzte, mir das Lachen zu verbeißen, das in meiner Kehle nach oben gluckerte.
"Wehgetan?", fragte ich bemüht ernst nach, räusperte mich und fuhr mir über den Mund um das Grinsen zu verstecken, als sie mir einen warnenden Blick zuwarf.
"Du hast meine Würde umgebracht", schnaufte sie theatralisch und stemmte sich auf dem glatten Boden in die Hocke, "elender Verräter. Du wolltest mich doch töten."
Ein leises Lachen schlich sich über meine Lippen, als ich sie an den Händen packte und sanft auf die Beine zog, darauf bedacht, dass sie uns nicht gleich wieder niederzwang.
"Neues Friedensangebot", schlug ich vor und schob sie zum Rand der Rollschuhbahn, "aber bevor das in Kraft tritt, brauche ich eine Zigarette. Nach dem Schock..."
Emma boxte mir gegen die Schulter, bevor sie sich ebenfalls die Rollschuhe von den Füßen zog und mir nach draußen folgte.

"Liam, sieh nur!", rief sie begeistert aus, kaum, dass wir aus der Tür getreten waren und ließ sich ohne zu zögern auf den harten Boden fallen.
"Was?", nuschelte ich an meiner Zigarette vorbei, folgte dann ihrem ausgestreckten Finger, der in den Himmel wies.
"Feuerwerk!"
Sie lehnte sich zurück, legte den Kopf in den Nacken, um auch ja keine der farbenfrohen Explosionen zu verpassen, die Regenbogenschatten über ihr Gesicht warfen.
Ich ließ mich neben ihr zu Boden sinken, spürte, wie mein Herz hart und schnell gegen meine Rippen hämmerte.
Sie war so wunderschön, mit der kindlichen Freude, die in ihren Augen funkelte und der Begeisterung, die ihre Wangen zartrosa färbte.
Sie war so wunderschön, dass ich überhaupt keinen Blick für das Feuerwerk hatte, das über unseren Köpfen explodierte und den Himmel in Brand steckte. Denn in diesem Moment gab es für mich nichts, das in irgendeiner Weise mit dem Zauber konkurrieren konnte, den Emma auf mich ausübte.

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Geändert von Minuial (15.09.2015 um 11:47 Uhr).
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Alt 24.04.2015, 18:55
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ohhh ist das eine wunder wunderschöne Liebesgeschichte. weiter so
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Schaut doch mal bei meiner Genforschung rein. Ich freue mich immer über Kommentare
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BeccEEE (25.04.2015), Minchen (25.04.2015), Minuial (24.04.2015)
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Alt 25.04.2015, 16:40
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Ein schönes neues Kapitel
Dein Schreibstil ist super toll und es macht echt super viel Spaß die Genforschung zu lesen

Und nein, Liam ist gar nicht verliebt. Wie kommt man denn auf sowas?

Liam und Emma passen echt gut zusammen, bin mal gespannt wie die Kinder aussehen werden
Und Emmas Haarfarbe ist toll *_*
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Minchen (25.04.2015), Minuial (25.04.2015)
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Alt 25.04.2015, 20:53
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Minu.... Du machst mich fertig! Wie genial war bitte der Text? Es hat alles gestimmt! Du bist einfach nur grandios! Chapeau! Und ich glaube ich hab mich in liam verliebt! Gott der ist ja total niedlich! Hart, kantig und niedlich! Aber ich teile den gerne mit Emma, denn ich muss zugeben, dass sie einfach nur toll ist. So wie du ihren Charakter beschreibst.... Wow! Das wirkt alles so unfassbar Real und ich hätte den Text auch glatt ohne deine Bilder lesen könne, denn deine Beschreibungen waren einfach nur toll! Ich schaue mir trotzdem gerne die Bilder an, so ist das ja nicht XD aber gerade dein Schreibstift macht diese Genforschung zu etwas Besonderem und ich liebe sie jetzt noch mehr! Ich finde sogar den Text von Part 2 noch besser als von Part 1. ich habe keine Ahnung woran es liegt, ob es der Inhalt war, die Dialoge, keine Ahnung.

Liam hat sich endlich eingestanden, dass er die kleine Emma nicht mehr nur als Schwester/Kumpel sehen kann, sondern als seine große wahre Liebe (das interpretier ich jetzt einfach mal so rein ^-^). Ob Emma etwas ahnt? Wahrscheinlich nicht, aber sie wird sicher ähnlich fühlen. Hach, ich freue mich schon so auf den ersten Kuss von den beiden, denn das wird sicher totaaaal romantisch


So liebe minu, nächstes Kapitel bitte! (Einmal zum mitnehmen bitte XD)
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Minuial (26.04.2015)
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Alt 26.04.2015, 13:23
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Maaaww, die zwei sind einfach süß zusammen x3

Ich... ich weiß grad nicht, was ich zu diesem Kapitel sagen soll xD Weil... es war einfach nur toll und süß und putzig und ich mag einfach Liams Gedanken zu Emma x3 Hoffentlich finden die zwei bald zusammen x3 (Ich würde ja sagen, du willst die zwei und uns noch länger quälen, aber da das eine Genforschung ist, kann es nicht mehr sooo lange dauern *-* )

Hachja. Emma ist schon eine süße Knalltüte ;D Ach Gott, ich weiß echt nicht, was ich schreiben soll xD Du beschreibst einfach so toll Emmas chaotische und trotzige Seite und Liams Unsicherheit und wie er in sie verliebt ist x3
Die Stelle mit dem Schlüssel war wirklich schön. Und die, wo Emma sich so aufgeregt hat... und alles andere auch xD Nein, aber Letztere war echt cool geschrieben ;3 Und so hatte Liam doch auch einen Vorwand, extralieb zu ihr zu sein... auch nicht zu verachten, oder? ;D

Zitat:
"Du bist ein Arsch, Liam."
"Ich weiß."

Sow süß x3

Zitat:
Mein Ziel waren die Herrentoiletten, aber so weit kam ich nicht mehr.
Da! Schon wieder so ein Satz, den ich so toll finde, obwohl er eigentlich gar nicht so spektakulär (oder?) ist D: Ich... ich mag den Satz xD Gott, hört sich das dumm an >_> xD

Zitat:
Denn in diesem Moment gab es für mich nichts, das in irgendeiner Weise mit dem Zauber konkurrieren konnte, den Emma auf mich ausübte.
Awwawwawww x3 Ich liebe Liam *-* Er ist einfach so goldig unsicher und verliebt, und gleichzeitig cool und meeeh xD Und natürlich sieht er voll gut aus D: Ich kann mich grad nicht entscheiden, ob ich sein Gesicht auf dem Toast- oder auf dem Autobild schöner find ;P

Und natürlich liebe, lieeeebe ich deinen Schreibstil D: Ich muss das nur sagen, weil das hier in dem Kommi sonst zu kurz kommt xD Wirklich toll für diese Forschung x33

Meehaaaa *anstups*

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Eine Katze ist nur technisch gesehen ein Tier, ansonsten ist sie göttlich.
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Minuial (26.04.2015)
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Alt 28.04.2015, 21:25
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Danke, danke, danke für eure Kommentare! Sowas freut mich immer wirklich unglaublich, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr!
Und was Emmas Haare angeht: Ich finde sie auch absolut genial. Danke dafür, Minchen! Was die Kinder und die Vererbung angeht... nunja, ihr werdet es früher oder später schon sehen.

################################################## #


Part III

Ich liebe dich. Verdammt, das tue ich wirklich.
Unsicher ließ ich meine Finger über dem Boden schweben, ballte sie zur Faust, um sie gleich darauf wieder zu entkrampfen. Was, wenn Emma in mir immer noch den Bruder sah, der ich so lange für sie gewesen war? Und warum sah ich nicht mehr die Schwester in ihr, die ich eigentlich sehen sollte?
Himmel, warum hieß es denn immer, die erste Liebe wäre kompliziert? Es wurde nicht leichter, ganz gleich, wie alt man war!
"Alles in Ordnung?", riss Emma mich aus meinen Überlegungen und ließ mich erschrocken zusammenfahren.
Ihr Blick ruhte auf meiner verkrampften Faust; ich beeilte mich, meine Finger wieder auf den Boden zu bringen und war froh um die bunten Raketen, die den Rotschimmer verschleierten, der sich über meine Wangen zog.
"Alles gut", gab ich zurück und betete, dass meine Stimme nicht so zittrig klang, wie ich mich gerade fühlte. "War nur in Gedanken."
Emmas Blick ruhte unangenehm lang auf mir, ehe sie ein "Na gut" murmelte und sich wieder dem Himmel zuwandte.
Hatte ich nicht irgendetwas in dieser Richtung geplant? Als Bonus sozusagen, zusätzlich zu dem, dass sie nicht mehr sauer auf mich war?
Ich war doch noch nie jemand gewesen, der sich feige versteckte. Klartext reden gehörte doch auch sonst zu meinen Stärken - warum also nicht jetzt?
Über uns zogen die letzten Raketen über den Himmel; als ihr Lichtschein verklungen war, war es beinahe stockdunkel.
"Sollen wir nach Hause fahren?", durchbrach Emma irgendwann die Stille und ich konnte ihre Schuhe über den Asphalt schleifen hören, als sie langsam aufstand.
"Mh", machte ich nur und folgte ihrem Beispiel, nahm mir fest vor, ihr noch heute zu sagen, dass sie nicht mehr nur eine Schwester für mich war.

"Emma?"
Sie hielt damit inne, im Dunklen nach dem Schlüsselloch unserer Haustür zu stochern und wandte sich zu mir um.

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Auf ihrem Gesicht lag ein unsicher-fragender Ausdruck, soweit ich das erkennen konnte und ich hoffte, dass ich nicht so verheißungsvoll geklungen hatte, wie es gerade den Anschein machte.
Mein Herz schlug irgendwo in meiner Kehle, ein feiner Schweißfilm überzog meine zitternden Hände. Ich konnte ihrem Blick nicht standhalten, starrte in das Gebüsch, dessen Namen ich regelmäßig vergaß und das Emma dort hingepflanzt hatte, kurz, nachdem wir hier eingezogen waren.
"Liam...?", hakte sie sanft nach, als ich keine Anstalten machte, irgendetwas zu sagen.
Himmel, ich fühlte mich wie ein dreizehnjähriger Junge, der vor seinem Schwarm stand und kein Wort mehr herausbrachte!
Seufzend stieß ich die Luft aus und straffte dann die Schultern, bereit, jene schicksalhaften drei Worte auszusprechen, die mich entweder geradewegs in den siebten Himmel schicken oder mich in die qualvollste Hölle verbannen würden.
"Bist du mir noch böse?", blökte ich stattdessen und überraschte damit sowohl Emma, als auch mich.
Für einen Moment trafen sich unsere über alle Maßen verwirrten Blicke, dann lachte meine Mitbewohnerin schallend.
"Natürlich nicht. Soll ich dir auf die Schulter klopfen dafür oder übernimmst du das selbst?"
Emma wandte sich wieder der Tür zu, gerade rechtzeitig, um das gequälte Grinsen, das über mein Gesicht huschte, nicht zu bemerken.


*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ *~*~*


"Hier steht, dass man Kinder immer wieder loben soll, auch, wenn sie etwas falsch machen", fasste Emma den Inhalt des Absatzes zusammen, den sie gerade las.
"Tatsächlich?", gab ich geistesabwesend von mir und schrubbte an der schmutzigen Theke herum, auf der ich bis eben noch gearbeitet hatte.


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Ich hörte nur mit halbem Ohr zu, wie sie sich über das verhasste Erziehungsbuch der noch verhassteren Mutter echauffierte. Meine Gedanken kreiselten seit meinem gescheiterten Versuch, ihr meine Gefühle zu gestehen, permanent in meinem Kopf herum, etwas, das mich irritierte und ablenkte. Zudem ärgerte ich mich über mich selbst und meine Feigheit, was sich auf mein Umfeld auswirkte und auch Emma nicht verborgen blieb. Und weil sie nicht die leiseste Ahnung hatte, dass es ihre Anwesenheit war, die mich so bedrückte, versuchte sie, so viel Zeit wie möglich mit mir zu verbringen, um mich auf andere Gedanken zu bringen, wie sie es einmal so schön formuliert hatte.
Wenn das doch nur funktionieren würde.
Wenn doch nur irgendetwas von dem funktionieren würde, das ich mir vornahm!
"Verstehe ich nicht. Wenn ein Kind etwas total falsch macht, dann laufe ich ihm doch nicht nach und sage ihm, wie toll es das gemacht hat. Dann lernt es doch gar nichts!"
Oh ja, Emma wäre eine brilliante und hochgradig motivierende Lehrerin geworden.
Ein leichtes Lächeln hob meine Mundwinkel, während ich weiterhin an der fleckenübersäten Küchentheke herumschrubbte.
Ob sie sich auch so demotivierend ihren eigenen Kindern gegenüber verhalten würde? Wollte Emma überhaupt Kinder? Einen Sohn und eine Tochter vielleicht. Das großer-Bruder-kleine-Schwester-Bild womöglich. Eine romantische Phantasie, die wahrscheinlich viele Frauen hegten. Der Sohn mit meiner Haarfarbe, aber Emmas Augen und die Tochter sollte mein Schokoladenbraun erben. Ich mochte die Farbe. Damit brachte sie später bestimmt einige Herzen zum Schmelzen.
Mit einem feuchten Platschen landete der Schwamm auf dem Boden und verspritzte Schaum und Wasser, als ich irritiert innehielt und mir meiner Gedanken bewusst wurde.
"Liam?", fragte Emma alarmiert und ihr Blick bohrte sich in meinen Rücken.
Ich krampfte meine Hände so fest um den Rand des Tresens, dass meine Fingerknöchel schneeweiß hervortraten. So durfte ich nicht denken. Das war falsch, so unendlich falsch auf so unglaublich viele Arten.
"Ich gehe joggen", würgte ich hervor, "du brauchst nicht auf mich zu warten. Essen steht auf dem Herd, du musst es nur warm machen."
"Liam...-"
Den Rest ihres Einwandes hörte ich nicht mehr, war ich doch schon beinahe fluchtartig aus der Haustür gestürzt.

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Schon nach einer Viertelstunde fühlten sich die Regentropfen, die auf meine nackte Haut fielen, nicht mehr angenehm an, sondern glichen eher kleinen, eisigen Zähnen, die sich hartnäckig in meinem Körper festbissen.
Ich rannte auch viel eher als dass ich joggte, etwas, das mir schon von einigen vorbeifahrenden Autofahrern irritierte Blicke eingebracht hatte. Aber ich konnte nicht langsamer werden, nicht jetzt, wo meine Gedanken in einem ähnlich schnellen Tempo durcheinanderwirbelten. Ich wollte nicht an Emma denken. An Emma oder Kinder oder Heirat oder Beziehung oder Liebe oder irgendetwas, das ich auch nur ansatzweise mit meiner hellhaarigen Mitbewohnerin in Verbindung bringen konnte. Ich wollte mich lediglich auf die Bewegung meiner Muskeln konzentrieren, auf den Regen, der auf mich niederfiel und auf eine gleichmäßige Atmung.
Aber natürlich versagte ich auf ganzer Linie.
Immer wieder blitzten Emmas Augen vor mir auf, ihr Lächeln oder das Gefühl einer ihrer Haarsträhnen, die mich an der Wange kitzelten, wenn sie mich überschwänglich umarmte.
"Hau ab", murmelte ich zu mir selbst und schüttelte den Kopf, wischte mir ein paar Regentropfen aus den Augen.
Bei diesem Wetter Laufen zu gehen machte keinen Sinn, das musste ich mir selbst eingestehen. Alles, was ich mir holen würde, wäre eine verdammte Lungenentzündung und das war etwas, das ich noch weniger gebrauchen konnte als unliebsame Gedanken.

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"Wir müssen reden", begrüßte mich Emma grimmig und mit vor der Brust verschränkten Armen, kaum, dass ich die Haustür hinter mir geschlossen hatte.
"Emma, ich bin klatschnass und friere erbärmlich. Kann das nicht warten?", gab ich zu bedenken und rieb mir demonstrativ über die nackten Arme, auf denen sich eine Gänsehaut gebildet hatte.
"Was ist los?", hakte Emma nach, ohne auf meine Worte einzugehen und verlagerte ihr Gewicht von einem auf das andere Bein. "Wir sind Freunde und du weißt, dass du mir alles erzählen kannst. Ganz gleich, was es ist."
"Emma...-"

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"Lass dein Emma stecken und rede endlich Klartext mit mir", fiel sie mir unwirsch ins Wort, "Ich sehe doch, dass du dich mit irgendetwas quälst. Seit Tagen schon! Sonst bist du immer zu mir gekommen und hast mir erzählt, was dich bedrückt! Wieso jetzt nicht mehr? Was habe ich dir getan, Liam? Was ist los?"
"Gut, ich sage dir, was los ist: Ich friere mir hier gerade den Arsch ab. Das ist los. Wenn du gestattest, dann würde ich mich jetzt gerne aufwärmen, bevor ich mir Gott-weiß-was hole."
Ohne auf ihren weiteren Protest zu achten marschierte ich an ihr vorbei durch das Wohnzimmer, hielt an der Tür zum Badezimmer kurz inne. Mir brannte eine Entschuldigung auf der Zunge, zumal sie ja nicht absichtlich Schuld war an meiner Misere. Aber wie sollte ich ihr das klarmachen?
"Später", murmelte ich nur, drückte die Klinke nach unten und verschwand in unserem winzigen Badezimmer.

Ich konnte Emma durch das rauschende Wasser hindurch hören, wie sie ihre Zimmertür zuschlug, ein Geräusch, das mich unweigerlich zusammenfahren ließ.
Wir waren beide nicht dafür geschaffen, leise und kultiviert miteinander zu diskutieren. Wenn wir stritten, dann flogen die Fetzen. Wir waren laut und unverschämt und nutzten unsere Umgebung, um unserer Wut Luft zu machen.
Hätte ich an ihrer Stelle anders reagiert? Wenn es Emma wäre, die sich von mir zurückgezogen hätte, ohne, dass es einen offensichtlichen Grund dafür gab?
Wahrscheinlich nicht.
Schuldgefühle schlichen sich unter meine rotierenden Gedanken, verwoben sich damit und machten es mir unmöglich, länger böse auf meine Mitbewohnerin zu sein. Sie meinte es doch nur gut mit mir.
"Oh, Emma", stöhnte ich gequält und vergrub das Gesicht in den Händen, während das heiße Wasser über mich hinwegspülte.

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Ich wusste nicht, ob ich an Emmas Tür klopfen sollte oder ob sie mir dann womöglich den Kopf abreißen würde, deshalb ließ ich sie in Ruhe. Dann und wann drang ein Poltern durch die Holztür - ich vermutete, dass sie irgendetwas, das hoffentlich nicht zerbrechen konnte, gegen die Wände warf, um sich abzureagieren - aber nach den ersten paar Malen ließ mich auch das nicht mehr zusammenzucken.
Unruhig tigerte ich durch das Haus, wusste nicht, wohin mit mir. Ein Teil von mir wollte Emma beschwichtigen, ihr sagen, dass es mir leid tat und ich ihr einfach nicht sagen konnte, was mit mir nicht stimmte. Der weitaus größere Teil hielt allerdings hartnäckig dagegen, gab zu bedenken, dass ein "Ich kann nicht" noch nie für Emma gegolten hatte. Sie würde nachbohren, wütend werden, schreien und noch mehr mit Türen knallen. So lange, bis sie wusste, was los war.
Seufzend ließ ich mich auf das Sofa fallen, ignorierte die protestierend quietschenden Federn und zappte mich durch die Fernsehkanäle.
Romanze. Romanze. Kochshow. Romanze. Kinderfernsehen.
An irgendwelchen Nachrichten blieb ich schließlich hängen, auch, wenn es mich nur mäßig interessierte, dass irgendwo in der Welt - dort, wo gerade Winter war - irgendein Jahrhundertschneesturm wütete. Stromausfälle, Feuerwehreinsätze, das volle Programm.

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Noch während der Moderator die großherzigen Zuschauer zu einer Spende aufforderte, die in jedem Fall und zu einhundert Prozent bei den Bedürftigen ankommen würde, konnte ich Emma hören, wie sie lautstark ihre Zimmertür schloss. Eine Gänsehaut kroch von meinem Nacken aus über meine Arme, als ich ihren Blick auf mir spürte.
Ein paar Wimpernschläge lang war es totenstill zwischen uns - mit Ausnahme des quäkenden Moderators natürlich - dann schnaubte Emma und befestigte eine Leinwand auf der abgewetzten Staffelei.
Ich spürte einen Stich in meinem Herzen, der mir für einen Moment die Luft raubte und ließ meinen Kopf zurückfallen, starrte an die Decke und wünschte mich unendlich weit fort von hier.

"Emma?", versuchte ich es nach einer Stunde Schweigen noch einmal und die eisige Aura, die meine Mitbewohnerin umgab, ließ mich schaudern.
"Emma, hör zu", setzte ich erneut an und stemmte mich vom Sofa hoch, überwand die paar Schritte, die uns voneinander trennten.

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"Es tut mir leid, okay? Es ist kompliziert. Ich wollte das nicht an dir auslassen in den letzten Tagen. Wirklich nicht. Es ist nur... ich..."
Ich brach ab, starrte auf das Gemälde, das Emma auf der Leinwand verewigt hatte. Es glich noch immer eher einer Kinderzeichnung, aber, so rief ich mir ins Gedächtnis, jeder fing einmal klein an.
Emma zog eine Augenbraue nach oben und rieb an einem Farbfleck auf ihrer Hand herum, wich meinem Blick aus. "Es ist nur was?"
Tief seufzend stieß ich die Luft aus, fuhr mir dann nervös durch die Haare und trat von einem Bein auf das andere.
Mein Herzschlag dröhnte so unerträglich laut in meinen Ohren, während ich mich weiter zu ihr herüberbeugte, so weit, bis unsere Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.

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"Das ist los", murmelte ich und blickte in ihre größer werdenden, wunderschönen Augen.
Und dann küsste ich sie.
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Geändert von Minuial (15.09.2015 um 12:07 Uhr).
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