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Alt 03.08.2014, 09:30
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Standard Tiefschwarzes Moor


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Tiefschwares Moor

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Tiefschwarz wie die Nacht. Die meisten Pflanzen und Wesen, die im Moor leben haben diese Farbe. Dabei erscheint das Wasser an vielen Stellen geradezu strahlend blau. Aber der Schein trügt. Denn trotz der einladenden Farbe, ist das Wasser nicht klar. Auch im seichten Gewässer kann man den Grund nicht sehen. Das macht es unmöglich abzuschätzen, ob es nur wenige Zentimeter bis zum Grund sind... oder mehrere Meter. Doch eines ist klar: Wer sich von dem strahlenden Blau locken lässt und auch nur einen Fuß ins Wasser wagt, der ist ein Gefangener des Moores. Sich aus eigener Kraft wieder zu befreien, ist nahezu unmöglich. Manche behaupten, das Moor wäre ein lebendiges Wesen, das seine Opfer frisst... vielleicht haben sie recht.

Das Moor befindet sich in einer Talsenke im Finsterholzwald.

Die Blubbernde Mühle

Das alte Mühlenrad steht seit Jahrhunderten still. Zerborsten und von Schlingpflanzen gefesselt bewegt es sich keinen Zentimeter. Trotzdem hört man schon von Weitem das Gluckern und Blubbern, als wäre es ein klarer Bach, der für regen Betrieb in der alten Mühle sorgt. Dieser Umstand hat der Mühle ihren Namen gegeben.


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Verschiedene Fledermausarten haben sich hier eingenistet. Platz genug gibt es. Denn obwohl der Dachstuhl vom untersten Stockwerk aus durch die vielen Löcher in den Zwischenböden (genau genommen gibt es fast keine Zwischenböden mehr) deutlich zu sehen ist, ist es unmöglich, die morsche Leiter bis ganz nach oben zu erklimmen. Je weiter man darauf hinauf steigt, umso mehr scheint sich der Dachstuhl zu entfernen. Dabei wäre es so verlockend, ihn zu erreichen. Denn unter dem Dach hängen leuchtende Sterne, die durch das Fenster nach draußen scheinen. Ob es wirklich Sterne sind, oder Goldmünzen, oder kleine, schimmernde Feen kann keiner sagen. Immerhin war nie jemand dort oben. Aber was immer es ist: Es hat eine magische Anziehungskraft.
Wer aber zu weit nach oben steigt und fällt, wird nie den Boden erreichen. Er versinkt in einem schwarzen Loch, verdammt zum ewigen Fall. Wer genau hin hört, kann die Schreie derer hören, die diesen Fehler gemacht haben.
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Geändert von KittenUpATree (03.08.2014 um 09:36 Uhr).

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blubba (28.09.2014), PrestonStormerFilm (03.08.2014)


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Alt 03.08.2014, 14:45
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Standard Chasko Trinadzatch Draculea

Musikzimmer => ??? =>

Trübes Tageslicht, das durch das dichte Blätterdacht schimmerte, weckte den Vampir aus seinem Schlaf. Mit einem unwilligen Knurren versuchte er sich zur Seite zu drehen, als der Boden unter ihm zu schwanken begann. Sofort riss er die Augen auf. Es dauerte einen Augenblick, bis er wieder wusste, wo er war. Nach seinem Aufeinandertreffen mit Azazel hatte er sich ziemlich betrunken. Trotzdem hatte keine der Frauen in der Bar seinen mit dem steigenden Alkoholpegel sinkenden Anforderungen genügt. Drum war er auf eine sich stets bewährende Alternative ausgewichen.
Die Spinnenkönigin hatte ihr Netz wie eine Hängematte zwischen drei Bäumen hoch über dem Moor gespannt. Weit weg von den lästigen Wiedergängern, die zum Glück zu dämlich waren, um auf Bäume zu klettern. Aus den Augenwinkeln konnte Chasko ein paar Irrlichter erkennen. Sie kreisten neugierig um seine Kleider, die tief unter ihm im Gestrüpp hingen. Alice hatte es gar nicht erwarten können, ihn in ihr Netz zu zerren. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er den Blick zu der schlafenden Schönheit drehte. Sie lag noch immer halb auf seiner Brust. Ihr langes, weißblondes Haar hing ihr wirr übers Gesicht. Vorsichtig strich Chasko die Strähnen beiseite.
"Hey, meine Schöne."
Die Spinnenkönigin öffnete ihre schwarzen Insektenaugen und hob den Kopf. Sie war sofort hellwach. Als hätte sie nie geschlafen.
"Was ist? Musst du schon los?"
Liebevoll streichelte sie über seine Brust. Chasko mochte das einfach gestrickte Wesen. Viele Schüler hatten Angst vor ihr. Zurecht. Sie würde einen Menschen gnadenlos auffressen, wenn sie ihn in ihrem Netz fing. Immerhin war das ihre bevorzugte Beute. Aber wenn sie jemanden mochte und respektierte, dann war sie süß wie ein Lamm. Natürlich würde sie auch Chasko einfach fressen - oder es zumindest versuchen - wenn sie besonders Hunger hätte oder er sie verärgern würde. Aber zumindest im Moment waren die beiden fast so etwas, wie Freunde. Wo sie einander doch so großartig nutzten.
"Naja, es wartet noch Arbeit auf mich."
"Kann das nicht warten?"
Alice schmiegte sich an ihn, wie ein Kätzchen, das unbedingt gestreichelt werden wollte.
"Du bist so schön kühl. Ich mag es, wenn du bei mir liegst."
Das Grinsen auf Chaskos Gesicht wurde breiter.
"Naja, wenn du willst, dass ich hier bleibe, musst du mir schon mehr anbieten, als dieses Gekuschel. Du weißt, dafür bin ich nicht der Typ."
Dieser Wink mit dem Zaunpfahl mochte unendlich dreist sein und manch andere Frau hätte ihn beleidigt abgeschoben. Aber darart kindische Allüren waren Alice fremd. Eine weitere Eigenschaft, die Chasko an ihr schätzte. Ohne Umschweife setzte die Schöne sich auf und wiederholte das Tänzchen, dass die beiden schon bei Nacht angestimmt hatten. Auf manche Frauen konnte man sich einfach verlassen.
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Alt 03.08.2014, 15:22
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(Elementar => Wald => )

Dawn rannte einfach nur.
Ihr Herz schien ihren Brustkorb zertrümmern zu wollen, so schnell schlug es, so beflügelt von der Angst war es. Eigentlich hatte sie sich nur hinausschleichen wollen, um im Wald zu trainieren. Sicher, das war verboten, aber sie war schon so oft im Wald gewesen...
Trotzdem hatte dieses "so oft" nicht gereicht, um sich nicht im Wald zu verlaufen. Sie musste irgendwo falsch abgebogen sein, irgendwo die Orientierung verloren haben...
Und jetzt schien alles in schwarze Farbe getaucht.
Dawn war noch nie hier gewesen. Und das machte ihr furchtbare Angst. Schlitternd kam sie zum Stehen, blickte sich hektisch um. Es schien nichts zu geben, woran sie sich orientieren konnte, woran sie festmachen konnte, wo es zur Schule zurückging.
Zögernd setzte Dawn sich wieder in Bewegung, achtete intuitiv darauf, dass ihre Beine nicht mit dem Wasser in Berührung kamen. Ob es auf zu viele Horrorfilme zurückzuführen war oder auf irgendeinen Urinstinkt, konnte sie selbst nicht sagen.
Wie lange sie durch das Moor stapfte, konnte Dawn nicht sagen. Irgendwann hatte sie ein paar leuchtende Punkte ausgemacht, denen sie folgte. Sicher, es war dumm, aber Dawn war naiv und ängstlich genug zu glauben, dass Lichter einen Ausgang bedeuteten.
Dumm nur, dass sie schließlich, unweit der leuchtenden Punkte, stolperte, fiel - und mitten in der Luft hängen blieb.
Eine Sekunde lang war Dawn zu überhaupt keinem Gedanken fähig. Dann, als ein Wort - *Spinne?!* - in ihre Gedanken sickerte, warf sie alles, was sie je gelernt hatte über den Wald - still sein, nicht bewegen, unauffällig bleiben - über Bord und fing an, um sich zu schlagen und zu schreien.
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  #4 (permalink)  
Alt 03.08.2014, 15:34
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Chasko hatte die leuchtende Präsenz gespürt, lang bevor das Geschrei einsetzte, sich aber nicht weiter drum gekümmert. Die Schüler, die so dumm waren, ins Moor zu gehn, wo jeder falsche Schritt den Tod bedeuten konnte, war selbst Schuld. Außerdem war er beschäftigt. Aber die glockenhelle Stimme ließ ihn dann doch hoch fahren. Und nicht nur ihn. Auch Alice hielt in ihren rhythmischen Bewegungen inne und lauschte.
"Da ist mir wohl was ins Netz gegangen."
Sie grinste.
"Gerade rechtzeitig. Ich hab Hunger."
Das war so typisch für sie. Sie war eine der leidenschaftlichsten, liebevollsten Frauen, die Chasko kannte. Aber wenn sie Aussicht auf Futter hatte, dann konnte sie selbst den schärfsten Mann der Welt eiskalt unbefriedigt liegen lassen. Schon war sie aufgesprungen, hatte ihren eben noch nackten Körper in seidig glänzende Fäden gehüllt und kletterte mit flinken, abgehakten Bewegungen ihr weit reichendes Netz hinab - alles, bevor Chasko überhaupt reagieren konnte.
"Warte!"
Zu spät. Sie war schon zu weit weg, um ihm noch weiter Beachtung zu schenken. Fluchend versuchte Chasko sich aus dem Netz zu befreien. Zum Glück war dieser Teil davon nicht klebrig. Aber immerhin hing das gute Stück fast 20 Meter über dem Boden. Und Chasko war nicht das Kaliber Mann, das sich durch die dürren, brüchigen Äste, wie sie hier im Moor verbreitet waren, hangeln konnte. Springen war auch ne blöde Idee. Wenn er an einer ungünstigen Stelle einsank, dann wärs das mit ihm gewesen. Also versuchte er - alles andre als elegant - an Alices Netz runter zu klettern. Möglichst ohne dabei in die gefährlichen, klebrigen Stellen zu geraten. Nicht, dass er irgendeinen Anhaltspunkt gehabt hätte, wo die waren. Aber irgendwie gelang es ihm dann doch, unbehelligt den Boden zu erreichen. Zu einem Zeitpunkt, in dem Alice längst über ihrem Opfer hockte.
"Uww, du bist ja noch so klein und zart... bestimmt schmeckst du köstlich."
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  #5 (permalink)  
Alt 03.08.2014, 15:58
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Dawn hatte sich keinen Gefallen getan, so herumzuzappeln, das musste sie nach ein paar Minuten selbst einsehen. Denn durch die ruckartigen, hektischen Bewegungen hatte sie sich nur noch mehr in den klebrigen Fäden verheddert.
Das war kein einfaches Spinnennetz. Dieses Exemplar musste irgendetwas Großem gehören, etwas, das sicher auch manchmal Menschen fraß.
Dawn konnte nur hoffen, dass nicht gleich eine Riesenspinne über sie herfiel, sie mit einem Giftstachel pfählte oder biss... Eine Vorstellung, die der armen Schülerin ein angstvolles Wimmern entlockte.
Die Frage war jetzt nur, wie man sich aus einem solchen Netz befreite. Zappeln schied aus. Zerreißen funktionierte nicht.
Vielleicht... *Verbrennen?*
Gerade setzte Dawn dazu an, kleine Flämmchen um ihre Finger entstehen zu lassen, als eine Stimme über ihr erklang.
"Uww, du bist ja noch so klein und zart... bestimmt schmeckst du köstlich."
Sofort verpufften die Flämmchen zu kläglichen Rauchbällen, mit großen Augen starrte Dawn nach oben.
"I-ich...", setzte sie stammelnd an, verstummte allerdings.
Das war keine Spinne. Spinnen sahen nicht aus wie Frauen. Aber Frauen fraßen keine Menschen...?
"Nicht fressen!", brachte Dawn schließlich kläglich hervor, versuchte verzweifelt, ihre Hände aus dem Netz zu bekommen. Kein leichtes Unterfangen, aber irgendwie schaffte sie es doch. "Das ist nicht... ich wehre mi-...wah!"
Kein besonders filmreifer Abgang, den Dawn hinlegte, als sie ein paar Fäden durchtrennte und plötzlich hintenüber kippte, nur noch ihre Beine verklebt waren und sie jetzt quasi im Matsch saß.
Aber wenigstens war da ein wenig mehr Abstand zu Chaskos neuer Bettgefährtin... und den Vampir hatte Dawn ja auch noch nicht bemerkt.
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  #6 (permalink)  
Alt 03.08.2014, 16:15
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Die Spinnenkönigin runzelte die Stirn, als das Mädchen es tatsächlich schaffte, sich zumindest teilweise aus ihrem Netz zu befreien. Wie hatte sie das gemacht? Man könnte die Fäden nicht so einfach zerreißen. Schon gar kein kleines Mädchen. Hatte sie eine besondere Fähigkeit? Etwas mit...
*Feuer*
Sie hatte die Flämmchen nicht gesehn, aber sie konnte die verbrannten Spinnweben riechen. Ein böses Zischen entfuhr ihr, ehe sie nach vorne sprang, um sich das Mädchen zu packen. Eigentlich war sie sonst nie so rabiat, aber wenn sie es mit Feuer zu tun hatte, musste sie schnell handeln und dieses niedliche Ding davon abhalten, noch weiter mit ihren Feuerbällen zu hantieren. Das konnte ihr ganzes, schönes Netz zerstören. Blitzschnell hüllte sie Dawns Hände in eine dicke Schicht aus Spinnweben. Nass und klebrig von der feuchten Luft, die hier vorherrschte. Dann begann sie, das Mädchen zu fesseln, ehe sie es kopfüber in ihr Netz webte. Wie eine Fliege.
"Keine Sorge, ich fresse dich nicht sofort."
Dawns Gesicht hatte sie noch ausgesparrt. Sie kam ihr ganz nah und fixierte sie mit ihren tiefschwarzen, fast blinden Augen. Alles, was sie erkennen konnte, war helle Haut und zwei tiefblaue Flecken. Ähnlich wie bei Chasko, nur dunkler und ohne das mysteriöse Glimmen. Bestimmt war die Kleine sehr hübsch. Vorsichtig strich sie mit ihren langen, dünnen Fingern über die Wangen des Mädchens. Der Verdacht bestätigte sich. Die Haut fühlte sich ganz weich und zart an.
"Hm... ich werde dich gut verstecken müssen, damit niemand versucht, dich mir weg zu nehmen."
"Alice, Nein!"
Endlich hatte Chasko es geschafft, das Moor zu durchqueren. Keine Übung, die ihm leicht fiel. Auf seiner Brust glitzerten vereinzelte Schweißperlen, die sich ihren Weg über die nackte Haut bahnten. Komplett nackt.
"Sie ist meine Schülerin! Die kannst du nicht essen!"
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  #7 (permalink)  
Alt 03.08.2014, 16:35
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Dawn entwich ein angewiderter Laut, als ihre Finger plötzlich von nassen, klebrigen Fäden eingehüllt waren. Sie hatte Spinnen schon immer widerlich gefunden! Sogar die kleinen, solche, die in Hausecken wohnten und Fliegen fraßen! Und sie hatte Recht, Spinnen waren furchtbar!
Und natürlich wollte sie sich auch wehren. Aber wie sollte sie das anstellen, wenn ihre Hände gefesselt waren? Die "Werkzeuge", die sie für ihre Fähigkeit brauchte?
Hilflos musste das Phönixmädchen also zusehen, wie die klebrigen Fäden langsam ihren ganzen Körper einhüllten, ihr nahezu jegliche Bewegungsfreiheit raubten.
Oh ja, Dawn konnte definitiv nachvollziehen, was kleine Insekten für eine Angst verspüren mussten, wenn ihre Flügel sich in Spinnenweben verfingen. Allerdings hatten Insekten den Vorteil, der Spinne nicht auch noch ins Gesicht sehen zu müssen.
Dawn konnte den Blick nicht von den schwarzen Augen abwenden, Angst schwappte in ihr nach oben, als sie nicht einmal zurückweichen konnte. Nein, sie wollte keinem Monster aus dem Finsterholzwald so nahe sein. Und als die Spinnenkönigin ihr auch noch über die Wangen strich, entwischte Dawn doch ein Wimmern, ein eisiger Schauer jagte ihren Rücken hinab.
Sie wollte nicht so sterben. Mitten in einem Moor, gefressen von einer Spinnenfrau. Oder von anderen Tieren, die sie vielleicht aus dem Netz pflückten wie eine reife Frucht...
Diese Überlegungen endeten allerdings jäh, als eine andere Stimme im Moor erklang. Eine, die Dawn kannte, aber eher zwischen düsteren Kellerfluren zu hören pflegte.
Und auch der Mann, zu dem die Stimme gehörte, erfüllte nicht ganz das Bild, das er Dawn sonst lieferte. Denn da war keine Kleidung, die den muskulösen Körper verhüllte.
*Oh nein... oh nein, oh nein, oh nein, oh nein, oh nein, oh nein...*
Dawns Wangen flammten scharlachrot auf, sie wollte die Hände vor ihr Gesicht schlagen, sich abwenden, weglaufen - irgendetwas! Aber alles, was ihr blieb, war, hilflos zu zappeln, während sie ihren Blick zwang, auf seinem Gesicht fixiert zu bleiben, nicht den Schweißtropfen zu folgen, die an seiner Haut hinabwanderten... Verhindern konnte sie es aber irgendwann trotzdem nicht mehr.
*Oh bitte, friss mich, ich wollte nicht... oh Gott, ich hab doch Azazel, bitte lass mich doch gefressen werden...*
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  #8 (permalink)  
Alt 03.08.2014, 16:54
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Nur äußerst ungern wandte sich die Spinnenkönigin von ihrem Opfer ab. Missbilligend sah sie Chasko an.
"Ja und? Du hast selbst gesagt: Wer so dumm ist, in den Wald oder sogar ins Moor zu gehn, ist selbst Schuld. Ich kann fressen, wen ich will. Dafür sorge ich dafür, dass dich keine Spinne nervt, wenn du dich hier rum treibst. Das war unser Deal, Süßer."
Chasko senkte den Blick und gab ein leises, aber dennoch bedrohliches Knurren von sich.
"... und ich schätze dich dafür, dass du alles so... emotionslos und genau nimmst. Aber ich bitte dich... dieses eine Mal... mach ne Ausnahme. Sie ist keine von denen, die ständig gegen die Regeln verstoßen und es deshalb verdient haben."
Zumindest dachte Chasko das bis jetzt. Allerdings war Dawn hier. Warum? Sie war doch sonst so brav und unauffällig.
"Lass mich sie zurück bringen. Ich besorg dir was andres. Versprochen."
Aber der Blick der Spinnenkönigin blieb kalt.
"Deine Versprechen kannst du dir sonst wohin schmieren, Chasko Draculea. So läuft das zwischen uns nicht. Ich hab mich auf diesen einen Deal mit dir eingelassen. Wenn du dich nicht dran hältst, bist du mein Feind."
Sie senkte den Blick und sah Chasko böse an. Auf ihrer porzelanartigen Haut schimmerten feine Linien, wie Spinnennetze. Sie war bereit zum Angriff.
"Tja. Damit muss ich wohl leben."
Aber Chasko war schneller. Er ließ seinen rechten Arm nach vorne schnellen und kleine, blaue Blitze schossen daraus hervor, rasten knapp an dem Kopf der Spinnenkönigin vorbei und zerfetzten das Netz, in dem Dawn hing. Das Mädchen drohte mit dem Kopf voran zu Boden zu fallen, aber Chasko war sofort bei ihr, um sie aufzufangen. Ein dummer Fehler. Denn das Netz, in dem sie gefangen war, war wie Sekundenkleber und jetzt hing auch Chasko daran fest.
"... verflucht"
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  #9 (permalink)  
Alt 03.08.2014, 17:39
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Dawn wurde nicht ganz schlau aus dem, was Chasko mit der Spinnenfrau besprach. Sie hatten eine Art Deal... aber wieso? Und überhaupt... Chasko ließ es zu, dass sie jemanden fraß? Jemand, der ein Schüler war?
Dawns Blick sprang zwischen dem Vampir und der Spinnenkönigin hin und her, Verwirrung und Verständnislosigkeit kämpften um die Vorherrschaft in ihrem Gesicht.
Die drängendste Frage war allerdings, wieso Chasko nackt war...Was zum Teufel hatte der Lehrer hier getrieben? Oder besser: Mit wem?
Wobei Dawn das gar nicht wissen wollte. Oh nein. Auf gar keinen Fall. Sie hatte ihn ja nicht einmal so sehen wollen!
Dawn hätte gern den Kopf geschüttelt, um die Gedanken zu vertreiben, die sich jetzt in ihrem Schädel festzusetzen drohten. Wieso dachte sie überhaupt über sowas nach?!
Da kam Chaskos Angriff gerade recht, er versetzte Dawn sekundenlang in solchen Schrecken, dass er sie treffen würde, dass sie panisch die Augen zukniff und aufschrie, als ihr Körper plötzlich nach vorn kippte.
Sie wusste, dass Chasko sie aufgefangen hatte. Der splitterfasernackte Chasko. Genau deshalb hielt sie auch die Augen geschlossen, aus Angst, irgendetwas zu sehen.
Sein Fluch allerdings ließ sie aufblicken. Natürlich. Klebriges Netz. Festhalten war nicht unbedingt die cleverste Lösung.
Hieß, das Netz musste weg.
Dawn presste die Lippen fest zusammen, konzentrierte sich ganz auf ihre Hände. Chasko war ein Lehrer. Dawn vertraute darauf, dass er ein Auge auf den Rest hatte.
*Komm schon, komm...*
Dawn konnte fühlen, wie das Netz Schicht für Schicht von ihren Fingern löste und zu Ascheflöckchen wurde, bis nur noch das große, kokonartige um ihren Körper übrig war. Keine leichte Aufgabe, das zu beseitigen, wenn man nicht sah oder spürte, wo sich Chaskos Körper befand. Immerhin wollte sie nur das Netz verbrennen und nicht seine Haut...
Aber irgendwann hatte sie es wenigstens so weit geschafft, dass das kleine Stück, mit dem Chasko verklebt war, zwar an seiner Haut haften blieb, Dawn mitsamt Rest allerdings zu Boden fiel. Zwar mit dem Gesicht voraus in den Matsch am Boden, aber immerhin konnte sie jetzt prustend und fluchend versuchen, sich von den klebrigen Resten zu befreien.
Und immerhin hatte sie so eine Entschuldigung, nicht in Chaskos Richtung zu blicken...
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Alt 03.08.2014, 17:51
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Zum Glück hatte Dawn sofort eine Idee, wie sie sich und Chasko von dem Netzt befreien konnte. Zumindest um das Nötigste. Und gerade rechtzeitig. Denn die Spinnenkönigin würde sicher nicht tatenlos zusehen, während ihr Essen sich aus dem Staub machte. Begleitet von einem wütenden Schrei schoss sie einen Nebel aus klebrigen Fäden auf die beiden ab.
"WEG HIER!"
Chasko packte Dawn, presste sie erneut gegen sich und ließ sich mit ihr zur Seite rollen - betend, dass sie nicht in einem Wasserloch landeten. Es war mehr Glück als verstand, dass sie jedes davon haarscharf verfehlten. Und das sollte nicht ihr einziges Problem sein. Das Klackern von unzähligen Spinnenbeinen war noch ein gutes Stück entfernt. Aber die Anhänger der Königin rückten unaufhaltsam näher. Chasko wirbelte herum, versuchte auszumachen, ob es eine Lücke gab, durch die sie fliehen konnten. Es gab keine. Sie waren überall.
"Verflucht!", wiederholte er noch einmal.
Weberknechte waren im Grunde harmlos, so lang sie allein unterwegs waren - was meistens der Fall war. Aber wenn sie alle zusammen hielten, um ihre Königin zu verteidigen, dann waren sie eine gepanzerte Armee mit klebrigen Geschossen, die jeden Gegner binnen weniger Sekunden bewegungsunfähig machten. Chasko überlegte, ob er sie mit seiner Fähigkeit ausschalten sollte. Aber im Grunde hatte er keinen Streit mit Alice und ihrer Familie. Ganz im Gegenteil. Es musste eine Lösung geben, die sie zum Fliehen brachte, sie aber nicht tötete. Und diese Lösung lag in seinen Armen.
"Dawn, du musst die Netze anzünden! Sie sind hier überalle! Siehst du?"
Er deutete zu den Stellen, an denen die Netze durch das Tageslicht leicht schimmerten.
"Sie haben Angst vor Feuer. Wenn du ihre Netze in Brand setzt, werden sie fliehen!"
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