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  #11 (permalink)  
Alt 24.09.2014, 19:42
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Aah, die retterin in der Not! Na das muss wirklich ein Schutzengel gewesen sein.
Leider bezweifle ich, dass das allein John dazu bringen würde, die Finger von dem Alkohol zu lassen. Wenn er denn wirklich öfter zum Glas greift und Suchtverhalten zeigt...hmm. Tja, sie müssen es immer selber einsehen und auch aufhören wollen. Bin mal gespannt, wie er da nun drüber denkt.

Sooo dann bleibt noch die Frage: Lernen wir die Frau noch näher kennen? Sicher will sie wissen, wie es John geht und schaut vlt mal vorbei hut ab vor ihr, dass sie ihm geholfen hat. Leider kann man mit sowas nicht mehr rechnen. Wenn die Leute einen Betrunkenen rumliegen sehen, gehen sie meist nur vorbei. Oft gehört und miterlebt. John sollte sich auf jedenfall revanchieren! Wenn er denn kann

Mir sind Larry und Jack total sympathisch, hoffentlich lesen wir noch mehr von den beiden xD

Und wer waren die beiden Frauen? Auf jedenfall Mutter und Tochter. Ist die Blondine vlt ein Grund für Johny Alkoholmissbrauch? Eine Ex, seine Freundin? Er ist dunkelhaarig, deswegen gehe ich jetzt einfach mal nicht davon aus, dass die beiden verwandt sind xD Hm, und die alte Dame meint also, ihr Name hatte ne große Bedeutung? Reiche Familie? Und John passt da nicht rein? Mal schauen, bin nach wie vor gespannt^^
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cheli24 (26.09.2014), Jennitschka (24.09.2014)
  #12 (permalink)  
Alt 26.09.2014, 17:20
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Hallo Jennitschka, (wäre Jenny auch okay?)


Gott sei Dank wurde er noch rechtzeitig gefunden. Er hatte Glück, dass die junge Frau des Weges kam und vor allem, ihm geholfen hat. Nun ja, in der heutigen Zeit ist das nicht selbstverständlich und warum sollte es im Leben unserer Sims anders sein, ne? ^^ Weit und breit kein Mensch, spät am Abend oder auch schon in der Nacht, sie dann noch als Frau, da kann man schon etwas misstrauisch werden. Ich denke, dass es manchmal nicht nur Gleichgültigkeit ist, sondern dass manche vielleicht auch aus Angst, so etwas könnte fingiert sein, einfach weiter laufen. Gut und einige andere interessiert es dann wirklich nicht.

Aber sie hatte wirklich der Himmel geschickt. John will ihr ja auch irgendwie danken, nur ist er dazu nicht in der Lage. Er sollte aber, wenn das alles überstanden ist und sie sich von selbst nicht gemeldet hat, nach ihr suchen. Immerhin hat sie ihm das Leben gerettet, so wie es aussieht.

Also, wenn diese Natascha John’s Freundin, Ex, Frau oder Verlobte oder was weiß ich ist und diese ältere Dame deren Mutter, dann wundert es mich nicht, wenn der Ärmste manchmal einen über den Durst trinkt. Einsichtigkeit ist den Beiden wohl fremd, auch sich an die Anweisungen von Ärzten zu halten.

Sorry, aber die beiden sind mir schon mal sehr unsympathisch. Der Name der Dame scheint wohl einigen Einfluss zu haben, zumindest glaubt die Frau das und droht dem jungen Arzt. Aber Larry hat sehr besonnen reagiert, schließlich befindet man sich in einem Krankenhaus und in keiner Reality-Show vor irgendeiner laufenden Kamera. Den Anweisungen von Ärzten haben auch solche Herrschaften Folge zu leisten und falls nicht, raus mit ihnen. Er hat vollkommen richtig gehandelt und gleich den Sicherheitsdienst gerufen. Was bilden sich diese beiden Schnepfen eigentlich ein?


Das Kapitel hat mir sehr gut gefallen, gut geschrieben, sowohl Text als auch Dialog und auch die Bilder waren sehr passend. Weiter so. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und vor allem, ob John’s Lebensretterin irgendwann auftauchen wird.

LG cheli24
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Jennitschka (08.10.2014)
  #13 (permalink)  
Alt 27.09.2014, 12:18
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Hallo Jennitschka!

Ja, ich bin auch neugierig geworden

Der Anfang klingt schon ganz gut - und sehr rätselhaft das ganze
Deine Schreibweise gefällt mir - und die Bilder auch!

Im großen und ganzen hat cheli24 schon alles geschrieben.

Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht!

Gruß Simsi
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cheli24 (27.09.2014), Jennitschka (08.10.2014)
  #14 (permalink)  
Alt 04.10.2014, 18:54
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Hallo ihr Lieben!

Danke für euer Feedback, die Klicks und "Dankes"! Hat mich auch aus dem Urlaub sehr gefreut

Das zweite Kapitel ist schon beinahe bereit, vielleicht schaffe ich es schon Morgen, ansonsten wie versprochen am Montag!


Zitat:
Zitat von heffalumb Beitrag anzeigen
Sooo dann bleibt noch die Frage: Lernen wir die Frau noch näher kennen? John sollte sich auf jedenfall revanchieren! Wenn er denn kann
Sie wird noch auftauchen, nur wann ist die Frage

Zitat:
Zitat von heffalumb Beitrag anzeigen
Mir sind Larry und Jack total sympathisch, hoffentlich lesen wir noch mehr von den beiden xD
Das freut mich total, vor allem weil die beiden und ihre Art eher spontan entstanden sind..

Zitat:
Zitat von heffalumb Beitrag anzeigen
Und wer waren die beiden Frauen?
Er ist dunkelhaarig, deswegen gehe ich jetzt einfach mal nicht davon aus, dass die beiden verwandt sind xD
Hahaha, ich sehe, du denkst wie ich
Deine Vermutungen gefallen mir, halte dich ja nicht zurück!

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Aber sie hatte wirklich der Himmel geschickt. John will ihr ja auch irgendwie danken, nur ist er dazu nicht in der Lage. Er sollte aber, wenn das alles überstanden ist und sie sich von selbst nicht gemeldet hat, nach ihr suchen. Immerhin hat sie ihm das Leben gerettet, so wie es aussieht.
Da gebe ich dir vollkommen recht... Was sagt dein Gefühl: Wird sie sich von selbst melden?

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Also, wenn diese Natascha John’s Freundin, Ex, Frau oder Verlobte oder was weiß ich ist und diese ältere Dame deren Mutter, dann wundert es mich nicht, wenn der Ärmste manchmal einen über den Durst trinkt.

Vielleicht ist John ihnen auch einfach sehr wichtig und sie wollen unbedingt zu ihm?

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Das Kapitel hat mir sehr gut gefallen, gut geschrieben, sowohl Text als auch Dialog und auch die Bilder waren sehr passend. Weiter so. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und vor allem, ob John’s Lebensretterin irgendwann auftauchen wird.


Zitat:
Zitat von Simsi68 Beitrag anzeigen
Ja, ich bin auch neugierig geworden
Der Anfang klingt schon ganz gut - und sehr rätselhaft das ganze
Deine Schreibweise gefällt mir - und die Bilder auch!
Das freut mich sehr! Willkommen!


PS: Klar, ist "Jenny" ok.

Ein schönes Rest-Wochenende wünsche ich euch!

Jenny
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cheli24 (04.10.2014)
  #15 (permalink)  
Alt 05.10.2014, 22:45
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Pfeil Kapitel 2

Sogar ein paar Minuten früher als versprochen:
Viel Spaß beim Lesen!


Kapitel 2

"Mister Thompson? Mister Thompson, hören Sie mich?" drang eine tiefe Stimme an ihn heran, er wusste nicht genau, wie er reagieren konnte oder sollte. Also öffnete er einfach vorsichtig die Augen.
Eine ganze Ärzteschar umringte sein Bett und sah ihn erwartungsvoll an.

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Von der Masse an Menschen erschroken richtete er sich hastig auf. Bei jeder Bewegung schmerzte sein Brustkorb und erst jetzt entdeckte er den Verband um seinen Bauch. Was war nur passiert?

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"Wie fühlen Sie sich, Mister Thompson!?" Larry atmete erleichtert aus und ging auf ihn zu.
John öffnete den Mund, bekam einen Hustenanfall und begann dann langsam zu sprechen. Seine Stimme krächzte und jedes Wort erforderte viel Kraft:
"Ähm... ich... ich weiß nicht... es geht... was, was ist hier los?"
Johns Augen wanderten verwirrt im Raum umher. Was war bloß geschehen? Er versuchte es sich zu erklären, doch sein Kopf schmerzte beim bloßen Versuch.
"Wissen sie, hier bekomme ich einiges zu sehen, aber glauben sie mir, dass sie trotz ihres Alkoholpegels jetzt wieder wach sein können, verwundert sogar mich...", Larry sah in die Runde und blickte dann plötzlich ernst: "Mister Thompson – normalerweise wären sie jetzt nicht hier... Ist ihnen das bewusst?"


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Als er den eindringlichen Blick des Arztes vernahm, wandte John sich schnell ab und fragte hastig: "Wie lange bin ich schon hier?"
Der Rotschopf seufzte ehe sie fortfuhr, gedankenverloren strich er sich Haar aus dem Gesicht: "Hier sind sie seit ihr Zustand sich verbessert hat, also seit gestern Mittag", als er den verdutzten Blick seines Patienten wahrnahm, lachte er kurz auf: "Im Krankenhaus sind sie seit zwei Wochen, Mister Thompson..."


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"WAS??" John konnte nur noch entgeistert aus dem Fenster starren, er wagte es nicht einem der Ärzte in die Augen zu schauen – wer weiß, was noch auf ihn zukam.

"Mister Thompson, sie waren fast zwei Wochen auf der Intensivstation, zeitweise sind sie uns sogar ins Koma entwischt – sie haben unsagbares Glück! In tausenden Fällen wäre ihr..."


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"Wo ist die junge Frau?" unterbrach er die wehmütig blickende Oberärztin, als in ihm langsam die Erinnerung hochstieg.
"Die junge Frau?" unwissend sah man ihn an: "Achso..., sie meinen ihre Frau, die ist..."
"Meine WAS?" wie vom Blitz getroffen rappelte John sich auf, um sich dann Sekunden später mit schmerzerfülltem Gesicht wieder hinzulegen: "Meine... ah... meine Frau?"
"Oh, Mister Thompson, bleiben sie ganz ruhig – eine ihrer Rippen... naja, sie ist gebrochen! Sie sollten sich nicht zu sehr bewegen. Ich werde ihnen sofort ein Schmerzmittel holen", Jack wollte sich gerade abwenden, zögerte dann aber, als sie Johns erstarrten Blick wahrnahm: "Ihre Frau, Thompson. Sie wissen doch, dass sie eine Frau haben?" Entgeistert blickte Larry ihn an, dann seufzte er lange: "Sie erinnern sich nicht?"
John schüttelte hektisch den Kopf, Kälte stieg in seinen Gliedern hoch. Alles was er noch wusste, war, dass er einen über den Durst getrunken haben musste, nach Hause geschwankt und irgendwann ausgerutscht war – und dann war da noch diese Frau...

"Tina! Rufen sie sofort Mrs. Lee!" Larry wandte sich ohne zu zögern an die junge Assistenzärztin, die neben ihm stand. Die nickte bloß und verließ angespannt das Zimmer.


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"Entspannen sie sich, Mister Thompson. Bleiben sie ruhig und keine Panik! Ihre Erinnerung wird Stück für Stück zurückkehren...", damit bedeutete er den umstehenden Kollegen ebenfalls zu gehen.

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'Eine Frau... ich habe eine Frau...' huschte es John tausendmal durch den Kopf. Verwirrt starrte er auf die Bettdecke. Alles war so seltsam und doch so klar – und wieso fühlte sich alles so traurig an? Hoffnungslos?
Larry stand nun als Einziger neben John – die Anderen hatten tuschelnd das Zimmer verlassen – und wirkte mehr als angespannt.
Schließlich betrat eine zierliche Frau mit wilden Haaren den Raum und kam langsam neben seinem Bett zum Stehen, Larry hielt sich im Hintergrund.


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"Mister Thompson, ich bin Professor Lee, ihr verantwortlicher Arzt – ihr Zustand ist stabil, aber Sie erinnern sich nicht an ihre Frau, Mister Thompson? Erinnern Sie sich an ihre Familie? An etwas Bestimmtes?" Lee legte beruhigend ihre Hand auf Johns Schulter. Die Frau redete schnell, jedoch völlig ohne Hektik in der Stimme. Ihr Ausdruck war bestimmt und John hoffte unterbewusst, sie würde ein wenig Ordnung in das ganze Chaos in seinem Kopf bringen.
Er zögerte, dann schüttelte er erschrocken den Kopf. Hielt jedoch bei ihrem letzten Wort inne...
Lee sah auf: "Was ist ihre letzte Erinnerung, John? Sie müssen eine haben!" Larry blickte hoffnungsvoll drein, Professor Lee hingegen sah entspannt hinaus durchs Fenster auf die aufgehende Sonne.
"Meine letzte Erinnerung ist meine einzige...", rutschte es John heraus: "Das einzige was ich noch weiß, ist... ist... dass eine junge Frau mich gefunden und den Krankenwagen gerufen hat... mehr weiß ich nicht...". John begann zu schluchzen.
Verängstigt und erwartungsvoll starrte er jetzt abwechselnd auf Larry, dann auf Lee.


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"Nun gut", seufzte Lee: "Das fühlt sich jetzt zwar beängstigend und furchtbar an, aber wir können – vorerst – nichts daran ändern. Sie müssen Ruhe bewahren! Ruhe, hören Sie, John? Man muss abwarten, ob die Erinnerung wiederkehrt und meistens tut sie das auch – wenn auch vielleicht nicht vollständig.
Mister Thompson, ihre Blutwerte sind okay, scheinbar waren Sie den hohen Alkoholpegel nicht gewohnt – sie scheinen wohl mehr ein Gelegenheitstrinker zu sein, aber damit ist dennoch nicht zu spaßen...
Mister Thompson, wir werden jetzt einige Tests mit Ihnen machen – keine Angst, sie sind in guten Händen, mein lieber Kollege, Doctor Garding", sie wies auf Larry: "wird sie gut betreuen. Je nach dem wie sich ihr Zustand verhält, können wir Ihnen ihre Frau vorstellen. Sie wurde bereits benachrichtigt.
Aber John, denken Sie daran, wir können nur arbeiten, wenn sie ruhig bleiben, in Ordnung? Miss Hannings, ihre Psychologin ist schon auf dem Weg...In Ordnung, Mister Thompson – wenn sie etwas brauchen oder sich unwohl fühlen, zögern sie nicht, nach mir zu rufen. Ich werde heute Abend nochmal bei ihnen vorbeischauen...", sie wandte sich zum Gehen.
Doch John unterbrach ihn hastig: "Doc, diese Frau, die mich gerettet äh gefunden hat... Wer ist sie?"


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Verdutzt sah die Chefärztin ihn an: "Oh, das weiß ich nicht. Aber ihre Frau hat sie noch gesehen und sich mit ihr unterhalten, hat sie gesagt. Sie werden sicherlich noch von ihr hören", sie zwinkerte ihm zu und verließ damit den Raum.
Johns Inneres fühlte sich unendlich leer an, als ob seinem Körper jedes Leben entzogen worden wäre.
"Bleiben sie ganz ruhig, John und geben sie sich selbst Zeit. Es wird alles wieder gut. Möchten sie vielleicht einen Tee?" Larry lächelte ihn aufrichtig an.
Doch John konnte nicht mehr klar denken, Panik stieg in ihm auf...

***


Einige hundert Kilometer weiter westlich hetzte eine junge Frau gestresst durch ihre noble Upperclass-Wohnung.

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Ein Handy klingelte wie wild schon seit Minuten, ein Baby brüllte dazwischen und alles war aufgefüllt mit dem hektischen, unterschwelligen Lärmen und Vibrieren einer Großstadt.
"Bridgeport schläft wirklich nie", fluchte die Frau leise, während sie versuchte gleichzeitig ein Baby zu beruhigen und eine wichtige Geschäftsmail zu schreiben.


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Doch Kinder lassen sich nunmal nicht nebenher beschäftigen. Jeremy wollte wohl einfach nicht ruhig sein und warten, nein, er wollte Mama jetzt – jetzt SOFORT!

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"Verdammt Jeremy, gib doch endlich Ruhe!!!" flehte die Frau, erhob sich von ihrem Schreibtisch und wollte sich endlich ihrem Kind zuwenden, als plötzlich die Haustür ins Schloss fiel.
Hastig lief sie die Treppe hinab...


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"Mary, gut, dass du da bist! Jeremy ist oben, aber mal wieder einfach nicht zu beruhigen...", die Brünette eilte an dem jungen Mädchen vorbei.

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"Ich weiß nicht wann ich zurück bin, wenn etwas ist, weißt du ja, wie ich zu erreichen bin...", damit verließ sie schließlich überstürzt die Wohnung und die Tür fiel ins Schloss.
Doch wie hätte Mary sie erreichen sollen? Ihr Handy lag verlassen und allein auf dem Küchentresen und leuchtete zigmal auf.

"Josie, bitte melde dich endlich... ich drehe noch durch..." blinkte eine neue Nachricht auf. Doch es war niemand da, um sie zu lesen...

_____

Zu Kapitel 3
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Geändert von Jennitschka (09.10.2014 um 14:06 Uhr).
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Alt 06.10.2014, 16:31
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huuui eine schöne, lange Folge

Okay, John hat also seine Erinnerung verloren. Und die Blondine war wohl seine Frau, nehm ich jetzt mal an! John ist also verheiratet. Da stellt sich mir wieder die Frage, warum er sich so betrunken hat. Was ist da wohl vor gefallen?

Und im Moment interessiert ihn natürlich nur sein Schutzengel. Klar, ist seine einzige Erinnerung, mehr hat er im Moment nicht. Und somit steht sie im Momentan am nächsten, irgendwie xD Ich glaube sogar, das könnte ihm helfen sich zu beruhigen - ein bekanntes Gesicht, gewissermaßen.

Bin mal sehr gespannt auf seine Frau. Wie sie so ist...

Und wer ist Josie? Sie könnte mit John verwandt sein xD Wer weiß?^^
Aber wow, sie ist höchstwahrscheinlich allein erziehend. Und ich finde es richtig krass, dass ihr das nicht nahe geht, wenn ihr Kind weint. Sie scheint auch ein sehr stressiges Leben zu führen...aber das finde ich trotzdem komisch. Man liest ja nicht mal, dass sie es schade findet, so wenig Zeit mit dem Kind verbringen zu können oder so...Da bin ich ja auch mal gespannt was da hinter steckt

Also gespannt gespannt gespannt , kann weiter gehen xD
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Jennitschka (06.10.2014)
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Alt 08.10.2014, 23:36
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Hallo Jenny,

zunächst mal, mein Gefühl sagt mir, dass die Unbekannte bestimmt irgendwann auftauchen wird, sollte sie John nicht vorher irgendwie begegnen. Sie wird sich ja sicherlich denken, dass John eventuell gar nicht wissen kann, wer ihn gerettet hat.

John hatte sich also tatsächlich zeitweise ins Koma gesoffen? Nun ja, dass er Erinnerungslücken bei diesem hohen Alkoholpegel hat, dürfte wohl kaum verwundern. Die Frage ist nur, werden alle Erinnerungen zurückkehren oder nur bruchweise?

Normalerweise ist es ja so, dass man sich wirklich nicht mehr an alles erinnern kann. In John’s Fall ist es aber wohl so, dass das Langzeitgedächtnis nicht mehr intakt ist. Er kann sich an die Frau erinnern, aber wahrscheinlich nicht, was vor dem Trinken war, möglicherweise an gar nichts mehr. Das ist natürlich sehr befremdend, wenn man gewisse Dinge nicht mehr weiß. Man kann nur hoffen, dass die Erinnerung mit der Zeit zurückkehrt.

Aber war die Blondine jetzt seine Frau oder nicht? Entweder kann er sich wirklich nicht erinnern ober aber ein Teil in ihm verdrängt es. Nun ja, bei der Frau würde sich wohl kaum ein Mann freiwillig erinnern. Aber seine Retterin ist ihm aus irgendeinem Grund im Gedächtnis geblieben.^^ Ob nur aus Dankbarkeit oder weil sie ihn vielleicht an jemanden erinnert?

Aha, Ortswechsel. Wer ist diese Josie und warum zum Henker sind ihr die Geschäftsmails wichtiger als ihr eigenes Kind? Um das kümmert sich jetzt wohl das Kindermädchen, während die Mama bestimmt zu einem ach so wichtigen Geschäftstermin hetzt. Bei dem vorletzten Bild hatte ich schon befürchtet, gleich segelt sie die Treppe hinunter. Das hatte irgendwie so ausgesehen. Ja und jetzt lässt sie auch noch das Handy liegen. Wie soll man sie denn da erreichen? Sie geht, obwohl Jeremy unaufhörlich brüllt. Entweder es ist ein Schreikind und sie ist es einfach schon gewohnt oder aber es gibt etwas Wichtigeres als ihr Kind zu beruhigen. Armer Jeremy, kann ich da nur sagen.


Das Kapitel hat mir gut gefallen, super geschrieben, sowohl Text als auch Dialog und auch die Bilder waren sehr schön und passend zu den Texten. Jetzt bin ich aber gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon auf das nächste Kapitel.

LG cheli24
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Jennitschka (09.10.2014)
  #18 (permalink)  
Alt 09.10.2014, 14:03
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Hallo meine Lieben!

Irgendwie hat mich in den letzten Tagen wieder das Sims-Fieber gepackt und euer Interesse an meiner Story muss ja auch irgendwie belohnt werden

Deswegen folgt das neue Kapitel schon heute!



Zitat:
Zitat von heffalumb Beitrag anzeigen
Und im Moment interessiert ihn natürlich nur sein Schutzengel. Klar, ist seine einzige Erinnerung, mehr hat er im Moment nicht. Und somit steht sie im Momentan am nächsten, irgendwie xD Ich glaube sogar, das könnte ihm helfen sich zu beruhigen - ein bekanntes Gesicht, gewissermaßen.
Da magst du wohl Recht haben... So schnell wird sie ihn auch nicht "loslassen"!

Zitat:
Zitat von heffalumb Beitrag anzeigen
Und wer ist Josie? Sie könnte mit John verwandt sein xD Wer weiß?^^
Aber wow, sie ist höchstwahrscheinlich allein erziehend. Und ich finde es richtig krass, dass ihr das nicht nahe geht, wenn ihr Kind weint. Sie scheint auch ein sehr stressiges Leben zu führen...aber das finde ich trotzdem komisch. Man liest ja nicht mal, dass sie es schade findet, so wenig Zeit mit dem Kind verbringen zu können oder so...Da bin ich ja auch mal gespannt was da hinter steckt
Ja, ihre Karriere ist ihr sehr wichtig... sieht man ja auch schon an der Wohnung.

Zitat:
Zitat von heffalumb Beitrag anzeigen
Also gespannt gespannt gespannt , kann weiter gehen xD
Haha, das hab ich mir wirklich mal zu Herzen genommen!

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
zunächst mal, mein Gefühl sagt mir, dass die Unbekannte bestimmt irgendwann auftauchen wird, sollte sie John nicht vorher irgendwie begegnen. Sie wird sich ja sicherlich denken, dass John eventuell gar nicht wissen kann, wer ihn gerettet hat.
Hm, das stimmt. Aber seine Frau hat doch mit ihr gesprochen?

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Die Frage ist nur, werden alle Erinnerungen zurückkehren oder nur bruchweise? :noidea
Meistens bleibt ja ein Teil für immer "weg", aber wir werden sehen

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Das ist natürlich sehr befremdend, wenn man gewisse Dinge nicht mehr weiß.
Ja, ich denke, es kann einen sicherlich fast in den Wahnsinn treiben.., wütend, traurig,... machen...

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Aber war die Blondine jetzt seine Frau oder nicht? Entweder kann er sich wirklich nicht erinnern ober aber ein Teil in ihm verdrängt es. Nun ja, bei der Frau würde sich wohl kaum ein Mann freiwillig erinnern.


Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Ob nur aus Dankbarkeit oder weil sie ihn vielleicht an jemanden erinnert?


Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Sie geht, obwohl Jeremy unaufhörlich brüllt. Entweder es ist ein Schreikind und sie ist es einfach schon gewohnt oder aber es gibt etwas Wichtigeres als ihr Kind zu beruhigen. Armer Jeremy, kann ich da nur sagen.
Ja, irgendwo ist Jeremy ein bisschen arm dran, andererseits gibt es auch Kinder, die absichtlich immer dann schreien, wenn die Eltern gerade beschäftigt sind... sozusagen immer und überall im Mittelpunkt stehen wollen.. Aber das will ich unserem Jeremy ja nicht unterstellen

Zitat:
Zitat von cheli24 Beitrag anzeigen
Das Kapitel hat mir gut gefallen.

Jetzt bin ich aber gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon auf das nächste Kapitel.
Danke, danke, danke, danke, danke,...

Danke für euer Feedback und viel Spaß mit Kapitel 3!

Jenny
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Geändert von Jennitschka (09.10.2014 um 14:05 Uhr).
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cheli24 (09.10.2014)
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Alt 09.10.2014, 14:04
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Kapitel 3

"Okay, ich lasse sie jetzt allein, aber wenn sie etwas brauchen, klingeln sie ruhig", kurz zögerte die Psychologin noch, dann befand sie in Gedanken doch, dass John stark genug war und schloss damit die Tür hinter sich.

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John war wieder allein.
Allein mit einem Leben, das er nicht wiedererkannte.

Die Zeit verging, ohne, dass er seine Position oder seinen Blick veränderte, erst als die Tür erneut geöffnet wurde, ließ er vom Fenster ab.
"John?" hauchte die blonde Frau, die gerade durch die Tür getreten war. Ihr Blick war verletzt und sie sah schwach aus.


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John versuchte sie liebevoll anzusehen, schließlich war sie seine Frau, doch es gelang ihm nicht. Völlig ausdruckslos beobachtete er seine Gattin: "Hallo".

"John.. ich... erkennst du mich denn nicht wieder?" Zögernd ging sie auf ihn zu und setzte sich schließlich auf den Stuhl, der neben seinem Bett stand. Plötzlich stand er da und John fragte sich unwillkürlich, ob er schon wieder etwas von seinem eigenen Leben verpasst hatte.

"Es tut mir Leid", flüsterte er und sah sie traurig an. Ja, es tat ihm Leid. Wie musste sie sich nur fühlen?
Eine Weile herrschte eisiges Schweigen, schließlich setzte die Frau neben ihm doch wieder zum Reden an: "Ich bin Natascha, deine Frau. Wir haben vor vier Jahren geheiratet und wir... wir haben eine Tochter – sie heißt Lisa", Natascha sprach nur langsam und John spürte wie unglaublich schwer ihr jedes Wort fiel.
"Danke", mehr brachte er nicht heraus.


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"Naja... und du bist Banker...", Natascha stockte.
Verwundert sah er sie an, war das alles was sie über ihn wusste? Kannte sie ihn selbst nicht? Am liebsten hätte er sie gefragt, aber er traute sich nicht. Er hatte sie scheinbar schon genug verletzt – auch wenn er es nicht wollte oder beeinflussen konnte, schämte er sich.

"John... kennst du mich wirklich nicht mehr?" sie schluckte schwer. Er beließ es bei einem Schweigen und sie brach in leises Schluchzen aus – den Kopf zum Fenster gewandt.

"Der Arzt sagt es kommt alles wieder, Natascha", zögernd strich er über ihren Arm. Sie zuckte unter seine Berührung zusammen und er konnte nicht ausmachen, ob es an dem plötzlichen Hautkontakt lag oder am Schmerz insgesamt.


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Als sie sich ein wenig beruhigt hatte, erzählte sie ihm noch einige Dinge aus ihrem Alltag, doch mehr nicht. Die Unterhaltung ging nur schwerfällig voran und John fragte sich ständig, ob es daran lag, dass er sich für sie ungewohnt verhielt oder weil ihre Beziehung schon lange nicht mehr funktionierte. Doch auch jetzt wagte er es nicht irgendetwas von seinen Gedanken laut auszusprechen. Die Situation schien nicht nur ihn zu überfordern... Was erwartete er auch?

Also besann er sich auf seine einzige Erinnerung: "Natascha", kurz zögerte er, aber letztlich hatte er doch keine andere Möglichkeit als es anzusprechen: "Diese Frau, die mich gefunden hat... Wer war es?"


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Doch anstatt ihm eine freundliche oder hoffnungsvolle Auskunft zu geben, starrte sie ihn nur an. Ihr Gesicht verzog sich wütend, ihre Augen verengten sich und ihre Stimme klang eisern als sie zu sprechen begann:
"Du wärst fast gestorben, erinnerst dich weder an mich noch an deine eigene Tochter und das einzige was dir einfällt, ist nach einer völlig fremden Frau zu fragen?" Den letzten Teil des Satzes schrie sie fast. Wütend sprang sie von ihrem Stuhl auf. Verwundert über den plötzlichen Wandel seines Gegenübers hüllte John sich in Schweigen und wartete den weiteren Fortgang ab.


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"An eine blöde fremde Frau, die nichtsnutzig ist und auf der Straße lebt – an SOWAS erinnerst du dich!? Aber an mich? An dein EIGENS KIND? DU BIST SO VERLETZEND!!!" Natascha schrie jetzt und John fragte sich, ob sie gleich völlig ausrasten würde. Die Tränen liefen in Strömen ihre Wangen hinab und Natascha konnte sich kaum beruhigen. Wie konnte er nur? Womit hatte sie das eigentlich verdient?

Leise setzte er an: "Natascha, das war nicht so gemeint! Sie ist nur die einzige Erinnerung, die ich noch habe. Denkst du, dass ich mir das ausgedacht habe??"


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"Nein, natürlich nicht", sagte Natascha plötzlich wieder sanfter und setzte sich wieder, doch auch wenn sie nicht mehr mit Wut in der Stimme redete, konnte sie ihre Abneigung gegenüber der fremden Frau nicht verbergen, als sie weitersprach:
"Sie ist eine Obdachlose, eine... Pennerin. Hat dich scheinbar gefunden, wie du auf der Straße zusammen gebrochen bist. Mit deinem Handy hat sie den Krankenwagen gerufen... Wer weiß, ob sie dir etwas gestohlen hat...".

"Natascha", hauchte John: "Sie hat mich gerettet. Bei den Temperaturen draußen wäre ich vermutlich erfroren...".


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Nur widerwillig nickte seine Frau: "Hm, du hast ja Recht. Irgendwie ist das wohl alles zu viel für mich... Es tut mir leid... Sie... sie kann ja auch nichts dafür. Aber mehr weiß ich nicht über diese.. äh Frau. Sie hat kurz mit mir geredet, hat dich auch zum Krankenhaus begleitet. Sie hat nur kurz nach deinem Befinden gefragt, war wohl etwas besorgt um dich. Naja, aber als sie gesehen hat, naja, ich glaube, weil ich ihr keine Belohnung versprochen habe, ist sie verschwunden – wer weiß wohin... Hätte ich das tun sollen? Ich meine... wäre das richtig gewesen? Schatz", ihre Stimme wurde ruhiger:

"Ich werde jetzt mit dem Arzt sprechen – vielleicht kannst du ja schon nachhause". Damit stand sie auf und verließ das Zimmer.

Obdachlos... Die Frau war obdachlos? Wie konnte eine Frau mit solchen grünen Augen obdachlos sein? Überall sah er diese Augen seit er aufgewacht war – diese grünen Augen ließen ihn nicht mehr los und gleichzeitig waren sie das, was er auf keinen Fall loslassen wollte. Alles, was er noch wusste, waren diese Augen...
Plötzlich hörte er eine laute aufgebrachte Stimme im Krankenhausflur, sie gehörte seiner Frau. Dann Stille und schließlich irgendetwas, das sich anhörte wie eine Einigung.


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Ehe er sich versah stürzte seine Frau todunglücklich wieder ins Zimmer: "Diese inkompetenten Idioten... Du kannst erst in zwei Tagen nach hause... Ist das zu fassen? Obwohl sie wissen, dass ich alleine für ein Kind verantwortlich bin... und du hier ganz auf dich allein gestellt bist. Naja, Schatz. Ich muss schon Heim und nach Lisa schauen! Ich komme vielleicht heute Abend wieder, ansonsten morgen früh, okay? Anders geht es einfach nicht...",
hastig ging sie einige Schritte auf ihn zu und schon drückte sie ihre Lippen auf seine. Perplex nickte er: "O-okay."

Eine Welle an Erleichterung traf ihn, als sie endlich die Tür hinter sich zuzog. Wusste sie denn nicht, wie es für ihn war? Ja, sie war verletzt. Ja, sie war seine Frau. Irgendwo war es wohl eine Katastrophe für sie... aber... was sollte er denn sagen? Oder tun? Er erinnerte sich nunmal nicht und so schnell würde er das auch wohl nicht tun. Oder doch?

Verkrampft starrte er aus dem Fenster in die herbstliche Landschaft. Wollte er das überhaupt? Wenn seine Erinnerungen so waren wie die jetzige Begegnung mit seiner Frau wusste er ehrlich nicht, ob er sich überhaupt erinnern wollte... Alles war so kühl, vorwurfsvoll, anstrengend... Oder bildete er sich das nur ein?

***

Die nächsten Tage vergingen ziemlich langsam und John hatte ständig das Gefühl, dass die Zeit wie goldener Honig zähflüssig an ihm vorbeitropfte. Die Krankenschwestern brachten ihm Tee, Schmerzmittel und wechselten seinen Verband. Der Arzt versuchte ihn jeden Tag aufs Neue an irgendetwas zu erinnern, doch selbst Natascha, die jeden Morgen und Abend vorbeischaute konnte nichts ausrichten, außer ihn für ein paar der Bücher zu begeistern, die sie ihm mitbrachte. Hannings, die Psychologin befand seinen Zustand schließlich für stabil und verordnete ihm nur ambulante Termine...

Jetzt saß er wie ein Fremder in seinem eigenen Haus auf seiner eigenen Couch und blickte gedankenverloren im Raum umher – er konnte sich einfach an nichts erinnern. Weder an die Bilder an den Wänden, noch an das Aussehen seiner kleinen Lisa.


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Er fühlte sich wie ein Eindringling, obwohl er wusste, dass dieses Haus ihm selbst gehörte und von seinem Gehalt abbezahlt wurde.
John stockte der Atem, als er an die Bank dachte, in der er scheinbar arbeitete. Für die nächsten zwei Wochen war er freigestellt, aber was würde danach passieren? Würde er seine Kunden wiedererkennen? Würde er überhaupt noch wissen, wie man dort arbeitete? Wollte er dort wirklich arbeiten? Sein Blick schweifte zu einem überfüllten Bücherregal, war nicht das irgendwie seine Leidenschaft – Bücher?


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Er hätte zu gern Natascha gefragt, doch die war unterwegs mit Lisa und würde wohl bis zum Abend nicht von ihrer Freundin zurückkehren. Sie wollte ihn allein lassen, ihm zuhause Ruhe gönnen.

"Vielleicht erinnerst du dich ja, wenn wir dir einfach Zeit geben. Schau dir allein und in Ruhe alles an, vielleicht funktioniert es ja", hatte sie hoffnungsvoll gesagt, bevor sie aus der Haustür trat. Jetzt war sie schon drei Stunden fort, doch John hatte keinerlei Eingebung erhalten.

Seit Stunden saß er vermutlich schon auf diesem Sofa und starrte umher – es machte ihm langsam Angst. Diese Situation war schlimmer, als ein Alptraum nur sein konnte. Wieder hoffte er zu erwachen, doch insgeheim wusste er, dass das die erschreckende Realität war. Was wenn er sich nie wieder erinnern könnte?

Was wenn seine einzige Erinnerung für immer diese unbekannte Frau bleiben würde? Diese Frau... Vielleicht sollte er sie aufsuchen und so Stück für Stück versuchen den Abend zu rekapitulieren? Aber wo würde er sie finden?


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Getrieben von irgendeiner unsichtbaren Macht stand John auf, ging langsam in Richtung Haustür und zog sich seinen dicken Mantel tief ins Gesicht – einen Versuch war es wert.

Eisiger Wind schlug ihm entgegen, als er die Tür öffnete und hinter sich schloss. Seine Gedanken gingen zurück zu der Obdachlosen – was würde sie bei diesem Wetter machen? Bald ist es Winter und verdammt kalt... John schauderte, er war froh, ein Dach über dem Kopf zu haben.


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Langsam setzte er sich in Bewegung, doch schon nach einigen Schritten fiel ihm ein, dass sein Haus recht außerhalb lag und er keine Ahnung mehr hatte, wie man in die Innenstadt gelangen würde. Hektisch kramte er sein Handy hervor, übersäht mit Kontakten, Nachrichten und Notizen, die er einst verfasst hatte und jetzt nicht mehr erkannte. Fast andächtig suchte er die Nummer des Taxiservices heraus und bestellte sich eines der gelben Autos. Wer weiß, ob er selbst überhaupt fahren konnte?

Niedergeschlagen setzte er sich auf die Stufen vor der Veranda und strich sich die braunen Haare aus dem Gesicht. Wer war er und warum musste das gerade ihm passieren?


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Das Hupen des angekommenen Taxis schleuderten ihn wieder zurück in die Realität.
Der Fahrer hatte wohl selbst nicht die beste Laune, missmutig schnaubte er, als John ihm sagte, dass er zum Stadtpark wollte. Das Taxi roch irgendwie modrig, nur der süßliche Kirschgeruch des Duftbäumchens hing in der Luft. Auf den Sitzen klebten hart gewordene Kaugummis und die Nackenlehnen waren abgewetzt. Trotzdem fühlte John sich hier heimeliger als in seinem eigenen Zuhause.

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Er hatte keine Ahnung, wo er überhaupt suchen sollte und wenn er sie fand, hätte er genauso wenig Ahnung gehabt, wie sie ihm hätte helfen sollen. Aber irgendwie wusste er nichts anderes mehr. Die Enge seiner Wohnung erdrückte ihn, ja jegliche Erinnerung, die er nicht erkannte, drückte wie ein schwerer Stein auf sein Herz. Er fühlte sich schuldig und doch war er sich keiner Schuld bewusst...

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Zu Kapitel 4
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Meine Fotostory: Vergissmeinnicht

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Geändert von Jennitschka (19.12.2014 um 23:58 Uhr).
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cheli24 (09.10.2014), hafuhga (09.11.2014), heffalumb (09.10.2014), Oreonya (09.10.2014), Schattenfell (18.02.2016), Schmusekatze (09.10.2014), Simsi68 (14.10.2014), Zebrastreifen (09.06.2015)
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Hallo Jenny,

hm, die Situation ist sicherlich nicht einfach, weder für John noch seiner Frau Natascha. Sie sind verheiratet, haben eine Tochter, eine gemeinsame Vergangenheit und John kann sich daran nicht erinnern. Kann sein, dass die Erinnerung früher oder später zurückkehrt. Solange das aber nicht der Fall ist, ist Natascha die einzige Verbindung zu John’s Vergangenheit.

Es ist vollkommen logisch, dass er soviel wie möglich darüber wissen will. Aber zunächst interessiert es ihn, wer die Frau war, die ihm vermutlich das Leben gerettet hatte. Anstatt ihm aber entgegen zu kommen, reagiert Natascha beleidigt, arrogant und völlig überzogen. Mag sein, dass sie sich derzeit alleine um ihr Kind kümmern muss, da ihr Mann im Krankenhaus liegt. Aber im Gegensatz zu manch einer allein erziehenden Mutter, muss die Dame sich wohl kaum Sorgen um das Finanzielle machen. Denke ich jetzt mal, zumindest kommt sie wohl aus einem wohlhabenden Elternhaus.

Was gibt ihr das Recht, John’s Retterin als Pennerin zu bezeichnen? Nur weil sie auf der Straße lebt? Kennt Natascha die Umstände, die sie dorthin geführt hat? Was weiß sie denn über diese Frau, die sie dermaßen abfällig als Pennerin tituliert? Natascha macht auf mich den Eindruck eines verzogenen Kindes, dem man sein Lieblingsspielzeug kurzzeitig entwendet hat. Kein Wunder, wenn John sich manchmal in eine Kneipe und in den Alkohol flüchtet.

Ja und jetzt regt sie sich auf, weil John nicht vorzeitig nach Hause kann. Dass er im Krankenhaus auf sich alleine gestellt ist, na ja… Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Natascha zuhause eine fürsorgliche Krankenschwester abgeben bzw. sich liebevoll um ihren Mann kümmern würde. Da ist er momentan im Krankenhaus besser aufgehoben, sag‘ ich jetzt mal so. Also, ich finde, eine große Hilfe ist sie ihm nicht gerade.


Ich habe mir ehrlich gesagt, noch nie Gedanken darüber gemacht, wie es ist, wenn man seine Erinnerung verliert? Verlernt man dann auch Dinge, die man einst gelernt hatte? Erinnert man sich, wie man Auto fährt, weiß man, was man in seinem Beruf machen muss, Dinge, die für uns alltäglich sind, gehen die dann auch verloren? Muss man alles neu lernen? Ich glaube, sich nicht mehr erinnern zu können ist schon schlimm genug. Was aber, wenn man sich an Allgemeindinge nicht mehr erinnern kann, nicht mehr an das, was den Menschen ausmacht? Sein Kind in den Armen zu halten und sich nicht erinnern zu können, wie es war, als das Kleine geboren wurde? Eine Vergangenheit, die von jetzt auf nachher ausgelöscht scheint, von der man nicht weiß, ob es jemals wieder so wie früher sein wird.

Was verspricht er sich aber davon, sollte er die Unbekannte wiederfinden? Was kann sie ihm sagen? War sie vielleicht auch in dieser Kneipe oder kennt er sie vielleicht von einigen Kneipenbesuchen? Vielleicht hat er sie ja schon einmal gesehen, kann sich aber daran nicht erinnern. Möglicherweise treibt ihn dieses Wissen dazu, sie zu finden. Okay, das ist nur eine Vermutung, schau‘ n wir mal, was wir noch so alles erfahren werden.


Das war ein sehr schönes Kapitel, toll geschrieben, sowohl Text als auch Dialog und auch die Bilder haben gut zum Text gepasst. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


LG cheli24
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Jennitschka (13.10.2014)
 
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