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Alt 30.11.2015, 16:22
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Standard Erster Advent - Aufbruch


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Guten Abend liebe Benutzerinnen und Benutzer,

nun ist es soweit, die Tage werden kürzer und die Herzen der Menschen werden von Kerzen erhellt. Am gestrigen Tage sind wir den ersten Schritt Richtung Weihnachtsfest gegangen und haben den ersten Advent gefeiert. Adventus bedeutet Ankunft, die Erwartung auf die Geburt Jesu Christi, doch auch außerhalb von Glauben und Religion kann der Advent an Bedeutung für die Menschen gewinnen. Wenn wir uns umschauen, bemerken wir, wie viele Menschen diese Zeit als Stress und Last empfinden. Doch vielleicht können die nachfolgenden kurzen Stichpunkte zu Beginn der Adventszeit uns dazu verhelfen uns darüber Gedanken zu machen, worauf es am Ende wirklich ankommen könnte:

Advent
  • A – annehmen, auch den, der dir nicht passt
  • D – da sein füreinander
  • V – vertrauen, dass alles gut wird
  • E – entdecken, was wichtig ist
  • N – neu beginnen, auch wenn du gestern gescheitert bist
  • T – tragen helfen denen, die deine Hilfe brauchen
(Autor: Unbekannt)

Wenn wir uns diese sechs Stichpunkte anschauen und jeden Tag versuchen, zumindest einen zu verwirklichen, kann dies eine große Bereicherung in unserem Leben darstellen. Und um Bereicherung geht es auch im Nachfolgenden. Die Forenbenutzerin Saturna und ich haben überlegt, so wie Saturna im vergangenen Jahr, wieder für jede Adventswoche einen kurzen Text zu schreiben und hier zu veröffentlichen. Das wochenübergreifende Motto unserer Geschichten orientiert sich an dem gleichnamigen Film „Soweit die Füße tragen“, auch dort überwindet ein Mensch Ängste und Gefahren, die nicht nur gesellschaftlich bedingt sind, um ein Ziel zu erreichen. Das Motto meiner Geschichte lautet „Aufbruch“, in der nächsten Woche folgt dann ein Text von Saturna:

Zitat:
Vor wenigen Stunden erst war er davon gelaufen, geflohen vor der Ungerechtigkeit dieser Welt, doch schon nach kurzer Zeit hatte er jegliches Zeitgefühl verloren, die Stunden kamen ihm mittlerweile wie Tage vor, wenn nicht gar wie Wochen. Vor ihm breitete sich eine Eiswüste aus, wohin er auch schaute, überall türmte sich der Schnee, verdeckte Steine und Zweige und raubte den Pflanzen die Lebensgrundlage, nur wenige Geschöpfte konnten an diesem Ort dauerhaft überleben. Nun blies der Wind im Schnee ins Gesicht und ließ ihn erzittern. Sein Blick reichte keine hundert Meter weit und die Kleidung die er auf seiner weiten Reise trug glich eher einem Flickenteppich.

Die letzten Kraftreserven seines Körpers waren schon vor vielen Stunden versiegt, einzig sein eiserner Wille am Leben zu bleiben hielt ihn noch aufrecht und gaben ihn die Kraft weiterzugehen, doch im Laufe der letzten Stunden hatte sich ein tiefer Wunsch manifestiert, er wurde von seinen Synapsen weitergeleitet und verbreitete sich wie ein Lauffeuer, dieser Wunsch ließ ihn zögern und seine Schritte noch schwerer werden, es war der Wunsch, wieder in seiner engen Zelle zu sein, seiner Zelle, aus der er in einem Anflug von Idiotie geflohen war, um der Folter und dem Leiden zu entkommen. Seine Gedanken schweiften zu all den Menschen, die er dort zurückgelassen hatte und eine Woge der Schuldgefühle drohten ihn zu überwältigen. Seine Gedanken wanderten zu all jenen, die er zurückgelassen hatte und die nun unter seinem Egoismus zu leiden hatten. Eine Träne rann seine Wange hinab, doch schon auf dem Wege zum Erdboden gefror sie auf seiner Haut. Wie hatte er nur annehmen können, zu flüchten und lebend sein Ziel erreichen zu können? Es gab noch immer keine Anzeichen dafür, dass er verfolgt wurde. Es war anzunehmen, dass die Aufseher davon ausgingen, dass ein Flüchtling in dieser Eiswüste früher oder später sterben würde, erfroren aufgrund seiner eigenen Dummheit, dem kalten Tod einer warmen, engen Zelle vorzuziehen, in der es alle drei Tage eine kalte Mahlzeit gab.

Der starke Wind und sein geschwächter Zustand ließen ihn immer wieder zu Boden gehen, doch jedes Mal erhob er sich wieder, jedes Mal war es jedoch schwerer, zu gerne wäre er einfach liegengeblieben und hätte auf seinen kommenden Tod gewartet. Er fand keine Höhle, nichts, wo er sich vor den Elementen hätte verstecken können und so blieb ihm lediglich die Einbahnstraße seines bald endenden Lebens. Seine Lethargie wurde unerwartet von einem Licht unterbrochen, das durch den Schneesturm drang und ihn blendete. Kurz schützte er seine Augen, ehe er sich aufmachte, den Ursprung des Lichtes zu erreichen. Was sich dahinter verbarg fragte er sich nicht, ob es eine Halluzination, die bisher ausgebliebenen Verfolger oder etwas anderes war, war ihm vollkommend gleich, es war jedoch die einzige Möglichkeit, die er zurzeit hatte.

Schwerfällig stapfte er auf das Licht zu und als er die Quelle dessen erreichte, was das Licht ausgesendet hatte, war seine Überraschung nur noch größer. Es war ein in Lumpen gehüllter man, der sichtlich fror und dennoch oder gerade deswegen, eine unerschütterliche Ruhe ausstrahlte. Der Mann blickte den Fremde an und ohne zu zögern zog er den Überwurf den er am Laibe trug aus und riss ihn in zwei, er teilte das wenige das er besaß und das ihn selbst kaum vor der Kälte schützte. Während der Schneesturm langsam abflaute versuchten sie sich gegenseitig zu wärmen.

Es kam unerwartet, doch der Mann begann zu reden und fragte ihn ständig Dinge, machte ihn auf Sachen aufmerksam, die er zwar wusste, bisher jedoch ignoriert hatte, die Himmelsrichtungen oder das Beschaffen von Nahrung. Und wie von allein begannen miteinander zu reden und setzten gemeinsam ihren Weg fort, der Fremde entfachte ein Feuer in dem Mann. Zunächst war es klein und unscheinbar, doch rasch wuchs es und ließ ihn wieder aufleben. Mit neuer Kraft gestärkt wanderten sie weiter, viele Tage und Nächte, doch nun hatte er das Gefühl, dass er es doch schaffen würde, es würde lange dauern und sie würden viele Rückschläge erdulden müssen, doch ihr Ziel war zu schaffen.

Ein neuer Tag brach an, sie standen bereits früh auf und begannen ihren mühseligen Marsch durch den hohen Schnee, einen Schritt vor den anderen setzend. Doch sie unterhielten sich, tauschten sich auf, erinnerten sich an ihre eigenen Stärke. Und so erreichten sie einen Hang, der Mann wollte außen herum, doch der Fremde appellierte an ihm, hinaufzusteigen und die Landschaft ringsum zu betrachten, vielleicht würde er etwas Nützliches dabei entdecken. So erklommen sie gemeinsam den Hügel und was der Mann vor sich sah, ließ ihn die Sprache verschlagen. In der Ferne sah er eine Stadt, sie war noch weit weg, er konnte nur undeutliche Schemen erkennen, aber er wusste, es war nicht mehr weit, sie hatten ein Ziel vor Augen. Wäre er nicht auf den Hügel geklettert und hätte er nicht die Landschaft abgesucht, wäre er womöglich an der Stadt vorbeigegangen. Unendliche Erleichterung breitete sich in ihm aus, er wandte sich um, wollte den Fremden, dessen Name er bisher nicht in Erfahrung bringen konnte, danken, doch als er sich umwandte, war dieser nicht zu sehen. Erschrocken starrte er den Hügel hinab, doch auch dort war kein Anzeichen von Leben. Verwirrt sah er sich um und hielt verwundert inne. Aus der Richtung, aus der sie gekommen waren, sah er lediglich eine Spur, schnell kletterte er den Hügel hinab und auch aus der Nähe konnte er keine zweite Spur erkennen. Dies erschreckte den Mann sehr, er rief noch einmal nach dem Fremden, erhielt jedoch, wie er es erwartet hatte, keine Antwort.

Auch wenn der Mann nicht wusste, ob er sich seinen Begleiter bloß eingebildet hatte, ob er ein Bote des Himmels war oder etwas völlig anderes, war ihm dankbar, dankbar dafür, dass er ihm den Glauben an seine eigenen Stärken zurückgegeben hat.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen ersten Advent

Mit freundlichen Grüßen
Sauroid
__________________
<---made by Rex

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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Jurassic Park für den nützlichen Beitrag:
Maja199 (30.11.2015), Schmusekatze (05.12.2015)


 
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Stichworte
advent, aufbruch

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